Volkswagen ID.4 GTX: Kompakt-SUV jetzt auch für GT-Fans

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Jetzt wird es sportlich: Volkswagen bringt mit dem ID.4 GTX das erste GTX-Modell auf die Straßen. Damit soll eine Kundschaft angesprochen werden, die viel Wert auf eine besonders dynamische und sportliche Abstimmung legt.
Volkswagen ID.4 GTX steht vor einem Haus.
Der Volkswagen ID.4 GTX soll vor allem eines sein: sportlich.Bildquelle: Volkswagen

Schon vor rund einem halben Jahr stellte Volkswagen seinen neuen Kompakt-SUV ID.4 offiziell vor. Seit wenigen Wochen werden die ersten Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Jetzt geht es mit einem hochwertigen Upgrade weiter. Denn künftig ist der ID.4 auch als besonders sportliche Ausführung zu haben: als VW ID.4 GTX. Mit diesem Modell feiert Volkswagen den Auftakt an neuen GT-Modellen in der elektrifizierten ID-Familie, die sozusagen in die Fußstapfen von GTI und GTE treten.

Volkswagen ID.4 GTX: Das steckt drin

Als erstes Modell des Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) von Volkswagen ist der ID.4 GTX mit einem Dualmotor-Allradantrieb ausgestattet. Die Hinter- und Vorderachse entwickeln im Zusammenspiel mit einem 1-Gang-Getriebe eine elektrische Maximalleistung von 220 kW (299 PS). Eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist nach Herstellerangaben in 6,2 Sekunden möglich. Auf 60 km/h beschleunigt der sportliche E-SUV aus dem Stand in 3,2 Sekunden. Für GT-Fans vielleicht etwas enttäuschend: Die maximal mögliche Geschwindigkeit ist elektronisch auf 180 km/h begrenzt.

Trotzdem ist Thomas Ulbrich, bei Volkswagen für die technische Entwicklung zuständig, von den Vorzügen des ersten GTX-Modells überzeugt: „Das volle Drehmoment der elektrischen Antriebe ist sofort abrufbar und man kann das exzellente Fahrverhalten in jeder Kurve spüren“, schwärmt der Manager. Dazu beitragen soll ein Sportfahrwerk mit bewusst straffer Abstimmung von Federn, Stoßdämpfern und Stabilisatoren.

Modifiziert haben die Autobauer aus Wolfsburg im Vergleich zum Basismodell sowohl die Front als auch das Heck. Vorne wurde der bekannte Lichtstreifen zwischen den LED Matrix Scheinwerfern und dem VW-Logo mit dynamischen Elementen kombiniert. Unter anderem mit drei Wabenelementen, die das Tagfahrlicht bilden und einen sportlichen Charakter auch im Stillstand vermitteln. Hinten kommt ein neu gestalteter Stoßfänger mit 3D-LED-Rückleuchten zum Einsatz, deren Bremslichter wie ein X geformt sind.

Volkswagen ID.4 GTX fährt in die Kurve einer Bergstraße ein.
Auch in alpinem Gelände fühlt sich der neue VW ID.4 GTX wohl.

Den kombinierten Stromverbrauch nach WLTP-Standard gibt Volkswagen mit 18,1 bis 19,1 kW/h auf 100 Kilometer an. Auf der Autobahn und bei dynamischer Fahrweise wird er aber deutlich höher ausfallen. Hinsichtlich der Reichweite geht man bei Volkswagen nach bisherigen Testfahrten davon aus, dass sie je nach Fahrweise für 340 bis 480 Kilometer reicht. Möglich macht das eine Batterie mit einer Netto-Kapazität von 77 kWh.

Neue Energie lässt sich in der Spitze an DC-Ladesäulen mit 125 kW nachladen. In 30 Minuten landet so neuer Strom für bis zu 300 Kilometer Anschlussreichweite im Energiespeicher des Autos. AC-Laden an einer Wallbox zu Hause (beispielsweise mit dem ID. Charger) oder an einer öffentlichen Ladestation mit 11 kW dauert nach Angaben des Herstellers rund 7,5 Stunden.

Blaue Färbung im Innenraum

Auch bei der Wagenfarbe will sich der ID.4 GTX betont sportlich zeigen – mit einem schwarzen Dach und Heckspoiler die einen deutlichen Kontrast zur eigentlichen Lackierung bilden. Dazu gesellt sich eine in Anthrazit glänzende Dachrahmenleiste und C-Säule.

Im Innenraum setzt Volkswagen im oberen Bereich der Instrumententafel und bei den Kunstleder-Inserts in den Türen auf einen dunklen Blauton namens X-Blue. Er soll die Nachhaltigkeit des E-Autos unterstreichen. Rote Kontrastnähte – ein klassisches Symbol für Sportlichkeit und Stärke, das auch in anderen GT-Modellen wie dem Kia Ceed GT zum Einsatz kommt – setzen die passenden Akzente.

Blick auf den Innenraum des VW ID.4 GTX.
Schwarz und Blau dominieren im Innenraum des VW ID.4 GTX.

Das GTX-Logo ist sowohl vorne am Kotflügel als auch am Heck unterhalb des VW-Logos zu finden. Darüber hinaus auch am Lenkrad und auf den Einstiegsleisten sowie als Perforation im oberen Bereich der Vordersitzlehnen zu finden.

Auf Wunsch ist der ID.4 GTX mit einer elektrisch anklappbaren Anhängervorrichtung ausgestattet. Sie ist für Lasten bis zu 1.200 Kilogramm ausgelegt. Wird sie nicht mehr benötigt, kann sie wieder unter den Stoßfänger geklappt werden. Teil der Serienausstattung sind unter anderem 20-Zoll-Leichtmetallfelgen im GTX-Design und ein Sprachassistent („Hallo ID“).

Gegen Aufpreis kannst du den Kompakt-SUV unter anderem auch mit einem Head-up-Display inklusive Augmented Reality Technologie fahren. Ebenfalls optional erhältlich: ein Keyless Access System. Damit erkennt das Auto den Fahrzeugschlüssel in der Tasche und öffnet sich automatisch, sobald sich die Hand des Fahrers dem Türgriff nähert.

Was kostet der VW ID.4 GTX?

Einen Preis für den Volkswagen ID.4 GTX gibt es auch schon. Er soll ab Sommer dieses Jahres in die europäischen Märkte starten. Der Grundpreis liegt bei 50.415 Euro, lässt sich über den Umweltbonus (Innovationsprämie) aber netto 7.500 Euro reduzieren. Voll ausschöpfen lässt sich die staatliche Förderung nicht, da der Nettolistenpreis für das GTX-Modell über 40.000 Euro liegt.

Bildquellen

  • Volkswagen ID.4 GTX: Volkswagen
  • Volkswagen ID.4 GTX Interieur: Volkswagen
  • Volkswagen ID.4: Volkswagen
  • Volkswagen ID.4 GTX: Volkswagen
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