Monströse Twitter-Panne: 5,5 Millionen Konten stehen zum Verkauf

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Es ist wieder einmal so weit: Cyberkriminelle nutzten eine Sicherheitslücke aus, um dieses Mal an die persönlichen Daten von Twitter-Nutzern zu gelangen. Damit können die Hacker viel Schaden anrichten. Wir verraten, was auf dich zukommt.
Twitter
Twitter-Sicherheitslücke - Hacker entwenden DatenBildquelle: TheDigitalArtist / Pixabay

Es ist ein ewiger Wettstreit: Während Unternehmen kontinuierlich darauf hinarbeiten, die eigenen Systeme vor digitalen Angreifern zu schützen, suchen Cyberkriminelle nach Wegen, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen oder diese zu durchbrechen. Diesmal haben die Hacker gewonnen. Und nun müssen sich knapp 5,5 Millionen Twitter-Anwender mit gestohlenen Nutzerdaten und den daraus resultierenden Konsequenzen herumschlagen.

Prominente, Unternehmen, Durchschnittsnutzer – alle sind betroffen

Die gestohlenen Daten werden derzeit in einem Hackerforum angeboten, wie das Portal Bleeping Computer berichtet. Anbieter ist dabei der Nutzer „devil“ der exakt 5.485.636 Datensätze entwendet haben will. Die Daten sollen dabei unter anderem auch private Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Prominenten, Unternehmen sowie nicht zuletzt normalen Twitter-Anwendern umfassen und bereits im Dezember 2021 abgerufen worden sein. Kostenpunkt: 30.000 US-Dollar.

Twitter-Datenleck
5,5 Millionen Twitter-Konten stehen zum Verkauf

Nach Angaben des Portals Restore Privacy handelt es sich bei der Sicherheitslücke, die die Hacker ausnutzten, um eine bereits Anfang Januar von der Ethical-Hacker-Organisation HackerOne entdeckte Schwachstelle. Etwa 13 Tage nach ihrer Entdeckung schloss Twitter diese. Die Lücke soll dabei Ähnlichkeit zu der Sicherheitslücke aufweisen, durch die in der ersten Jahreshälfte 2021 533 Millionen Daten von Facebook-Nutzern gestohlen wurden. Den Sicherheitsforscher, der die Schwachstelle entdeckte, belohnte Twitter mit 5.040 US-Dollar.

Was können Betroffene tun?

Es existiert keine Möglichkeit zu prüfen, ob du zu den Glücklichen gehörst, deren Kontaktdaten die Hacker entwendet haben und nun feilbieten. Daher empfiehlt es sich zunächst, wie bei jedem beliebigen Datenleck auch, obligatorisch die eigenen Zugangsdaten auszutauschen. Ferner solltest du in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt auf verdächtige E-Mails und Anrufe achten. Denn Kriminelle können die gestohlenen Kontaktdaten beispielsweise für gezieltes Phishing verwenden. Je nachdem, welche Daten die Hacker konkret entwendeten, besteht zudem auch die Gefahr von Identitätsdiebstählen.

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1 KOMMENTAR

  1. Frei

    Wird Twitter ein Schadensersatz an die Opfer zahlen müssen?

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