Stiftung Warentest: Fünf von sieben E-Scootern haben schwerwiegende Mängel

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Mit dem E-Scooter durch die Gegend zu flitzen ist derzeit keine sonderlich gute Idee. Doch auch abseits der Corona-Krise sind private E-Roller anscheinend nicht gerade empfehlenswert. Darauf deutet zumindest eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest hin, bei der sieben straßentaugliche Elektroscooter auf Herz und Nieren geprüft wurden – mit mäßigem Erfolg: Fünf Modelle sind gänzlich durchgefallen.
E-Scooter
Stiftung Warentest: E-ScooterBildquelle: Stiftung Warentest

In seinem neuen Test hat Stiftung Warentest sieben für den Straßenverkehr zugelassene Elektroscooter überprüft. Kostenpunkt: 400 bis 1.170 Euro. Dabei wurden das Fahrverhalten, die Handhabung, die Haltbarkeit, die Sicherheit sowie die Schadstoffe in Augenschein genommen. Beim Fahren auf ebenem Grund konnten die Scooter zwar noch überzeugen, auf „holprigen Strecken“ sah die Sache allerdings ganz anders aus. Bei einem Test, bei dem die E-Scooter (beladen mit Gewichten) auf einer rotierenden, mit Holperleisten versehenen Trommel rollen mussten, erlitten zwei Ve­hi­kel irreparable Schäden.

Das waren die größten Problembereiche

Ein Fahrzeug sollte möglichst stabil gebaut sein – das ist wohl klar. Doch auch abseits der Belastungsprüfung gibt es einen sehr wichtigen Testbereich, der auf keinen Fall zu vernachlässigen ist: die Bremsen. Zwar waren alle getesteten E-Scooter mit mindestens zwei Bremsen ausgestattet, für Sicherheit sorgten diese allerdings nur bedingt. Denn bei einem Modell reagierten die Bremsen recht spät und abrupt. Entsprechend droht Sturzgefahr. Darüber hinaus wiesen drei E-Roller eine zu geringe Bremskraft vor – geringer als der gesetzlich geforderte Wert. Somit dürften diese laut Stiftung Warentest eigentlich gar keine Straßenzulassung erhalten.

Sieger des Stiftung Warentest-Testparcours

Obwohl fünf der sieben E-Scooter im Test durchgefallen sind, haben zumindest zwei der Ve­hi­kel relativ gut abgeschnitten. Den ersten Platz sicherte sich dabei mit der Note 2,4 der „Walberg The-Urban #BRLN V3“. Der größte Kritikpunkt ist dabei, dass sich der Elektroroller mangels eines Tragegriffs nur schlecht transportieren lässt – zumal der Roller immerhin 14 Kilogramm wiegt. Kostenpunkt des THE-URBAN #BRLN V3 bei Saturn: 949 Euro.

Preis-Leistungs-Sieger ist indes ein anderer E-Scooter: der IO Hawk Sparrow. Im Test von Stiftung Warentest erreichte der Roller eine Wertung von 2,8. Käufer müssen bei diesem Modell mit Abstrichen beim Fahrverhalten und Fahrkomfort rechnen. Zudem ist beispielsweise die Fußbremse auf nasser Fahrbahn nicht gerade optimal. Dafür kann der im Test günstigste Scooter schon für 499 Euro ergattert werden – zum Testzeitpunkt war dieser sogar noch deutlich günstiger (400 Euro).

Alle anderen geprüften E-Roller sind nicht empfehlenswert. Dazu zählten neben dem SXT Buddy V2 eKFV auch der iconBIT Tracer Street IK-1972K, der Moovi StVO, der SoFlow SO2 und der Trekstor e.Gear EG3178.

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  • Stiftung Warentest: E-Scooter: Stiftung Warentest
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