Stiftung Warentest: Das ist das beste DECT-Telefon fürs Festnetz

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Selten wurde in Deutschland so viel im Festnetz telefoniert, wie in den vergangenen Monaten. Das Homeoffice machts möglich. Oft mangelt es aber an guten Telefonen. Die Stiftung Warentest hat nun 13 Funktelefone untersucht und das beste DECT-Telefon gekürt.
Telefonieren mit AVM
Bildquelle: AVM

Die Stiftung Warentest hat in zwei Kategorien getestet. Dabei ging es einmal um reine DECT-Telefone, die du beispielsweise an einem Router anmelden kannst, der schon eine DECT-Basisstation integriert hat. Das ist beispielsweise bei vielen FritzBox-Routern der Fall. Hast du einen solchen Router nicht zur Verfügung, ergibt die Anschaffung eines Sets mit einer Basisstation Sinn. Das war die zweite Testkategorie.

Stiftung Warentest hat sich für den Test 13 schnurlose Telefone vorgenommen. Sechs von ihnen waren ohne, sieben mit einer Basisstation. In die Wertung floss die Telefonie zu fast einem Drittel ein. Dabei spielte neben der Sprachqualität auch die Freisprechen-Funktion und die Reichweite eine Rolle. Ein Anrufbeantworter und der Akku flossen jeweils zu 15 Prozent in die Wertung, die Handhabung zu 20 Prozent. Die verbleibenden 20 Prozent teilten sich die Umwelteigenschaften und der Bewertungspunkt Vielseitigkeit – also die Ausstattung – jeweils zur Hälfte auf.

Das ist das beste DECT-Telefon

Klarer Gewinner ist das FritzFon C6 von AVM. Mit einer Wertung von 1,9 erreichte es die Note „gut“ und landet mit 0,1 Punkten Vorsprung auf Platz eins. Allerdings ist diese Wertung zweifelhaft, schaut man sich die genauen Bewertungen an. Denn obwohl das Telefon als Stand-Alone-Variante daherkommt, nimmt die Stiftung Warentest einen vermeintlichen Anrufbeantworter mit in die Wertung auf. Diesen aber gibt es beim C6 nur, wenn du das Telefon an einer passenden FritzBox betreibst. Nutzt du das Telefon an einer anderen Basis, entfällt dieses Feature. Im Kleingedruckten weist die Stiftung Warentest darauf hin.

Platz zwei und drei belegen zwei Telekom-Modelle, die günstiger sind als das C6 von AVM. Sie haben keinen Anrufbeantworter, wenngleich man hier argumentieren könnte, dass die Sprachbox der Telekom in deren Festnetz einen solchen darstellen konnte. Da die Stiftung Warentest aber auf stationäre Anrufbeantworter setzte, floss das nicht in die Bewertung ein. Zudem setzte sie für den Test dieser Telefone einen Telekom-Router ein und nicht die FritzBox. Speedphone 32 und Speedphone 12 schafften es dennoch auf die Plätze zwei und drei. Maßgebliche Unterschiede der beiden Modelle ist die etwas bessere Akkuausnutzung sowie eine Headset-Buchse des 32er-Modells.

Gigaset-Modelle, einst der DECT-Platzhirsch, findest du auf den Plätzen vier und fünf. Auch sie wurden an der FritzBox getestet. Entsprechend wurde auch wieder der Anrufbeantworter dieses Routers bewertet. Obwohl das Modell E390HX nur die Hälfte des E720HX kostet, schnitten beide Telefone gleich ab.

Bestes DECT-Telefon mit Basis

Brauchst du eine neue Basisstation für dein DECT-Telefon, so solltest du dich laut Stiftung Warentest für das Gigaset E390A entscheiden. Dieses Telefon ist der Testsieger in dieser Wertungsklasse der Sieger vor dem deutlich teureren Gigaset E720A und dem Telekom Sinus S32.

Das im Test günstigste Telefon war übrigens das Panasonic KX-TGC460, das zum Zeitpunkt des Tests 31 Euro kostete und sogar Basisstation und Anrufbeantworter hat. Zwar musst du bei Komfort und Ausstattung dem Test zufolge einige Abstriche machen, doch wenn du „einfach nur telefonieren“ willst, reicht das wohl aus.

Übrigens: Auf HD-Telefonie musst du bei allen Modellen mit einer Basisstation verzichten, da diese Sprachqualität nicht unterstützt wird, wie die Tester ermittelt haben.

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4 KOMMENTARE

  1. Wer nutzt denn bitte im Zeitalter von Handyflats noch das Festnetz? Ich höre immer öfter : Festnetz haben wir / ich gar nicht mehr.

  2. Früher war Stiftung Warentest DIE Quelle für seriöse Recherche vor dem Kauf. Je komplizierter die Technik wurde, umso weltfremder wurden jedoch teilweise die Bewertungskriterien. Heute nutze ich andere Quellen für meine Kaufentscheidungen.

  3. Wer Festnetz benutzt? Ich kenne niemanden, der nur mobil zu erreichen wäre …
    Und spätestens bei der beruflichen Nutzung führt wohl kaum ein Weg am Festnetz vorbei.

  4. Wenn das FritzFon gewinnt ist der Test leider für Business uninteressant. Habe mehrere Kunden, die FritzFons hatten und diese Aufgrund schlechter Tonqualität (zu leise) und fehlendem Bluetooth ausgetauscht haben. Die Bauform ist unpraktisch um den Hörer zwischen dem Ohr und der Schulter einzuklemmen, für längere Telefonate unbrauchbar. Hatte selber auch eins und bin aus den genannten Gründen jetzt mit einem Bluetoothfähigen Gigaset sehr zufrieden. Bei Bedarf kann ich ein Funk-Headset anschalten.

    Für Privatnutzung mag es andere Kriterien geben, ich persönlich bin von den FritzFons gar nicht überzeugt und habe auch privat keins.

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