Sky stampft Streaming-Dienst ein – das ändert sich jetzt

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Das Angebot bei Sky schrumpft weiter. Nachdem zum Jahreswechsel zwei Sender abgeschaltet wurden und zwei weitere im Februar folgen, stampft Sky nun auch einen Streaming-Dienst faktisch ein. Er war erst vor einem Jahr gestartet.
Eine Sky-Fernbedienung
Eine Sky-FernbedienungBildquelle: inside digital / Thorsten Neuhetzki

Peacock heißt der Streaming-Dienst von NBC Universal. Oder besser gesagt: Er hieß Peacock. Denn faktisch hat der Streaming-Dienst, der in Deutschland nur als kostenloser Unteranbieter von Sky erhältlich war, seinen Dienst eingestellt. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, sind gerade einmal noch drei Titel auf Abruf verfügbar. Alle anderen Inhalte wurden gelöscht.

Schon Ende Dezember 2022 begann die Löschaktion. Ohne weitere Mitteilung verschwanden die Inhalte von Peacock von der Sky-Plattform. Von den damals laut Medienmagazin DWDL übrig gebliebenen 40 Formaten sind nun nur noch drei verfügbar. Und es ist zu erwarten, dass auch diese drei Formate bald verschwinden werden. Denn wie die Kollegen von Golem berichten, ist der Lizenzvertrag für Peacock bereits ausgelaufen. Sky habe Golem auf Nachfrage bestätigt, dass es sich bei den NBC-Aktivitäten mit Peacock in Deutschland nur um einen befristeten Lizenzvertrag gehandelt habe.

Das ist insofern erstaunlich, als das Peacock erst vor einem Jahr an den Start gegangen ist. Damals versprach man seinen Kunden einen zusätzlichen, kostenlosen Streamingdienst auf der Plattform. Letztlich waren es Inhalte, die wie alle anderen Sky-Inhalte über die Suche der Sky-Plattform abrufbar waren und mit einem zusätzlichen Peacock-Logo versehen waren. Gegenüber Golem heißt es, Sky werde auch 2023 viele neue Inhalte liefern, darunter Eigenproduktionen. „Sky orientiert sich ständig an den Wünschen seiner Kunden und passt sein Content-Portfolio kontinuierlich an.“

Sky streicht externe Partner

Mit dem Aus von Peacock verabschiedet Sky einen weiteren externen Partner. Zum Jahreswechsel hatte man sich erst vom Kinder-Sender Junior und E! Entertainment getrennt. Und am 1. Februar werden NatGeo und NatGeo Wild aus dem Angebot fliegen.

Zuletzt machten Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Sky die Runde. Die aktuelle Muttergesellschaft Comcast hat die Pay-TV-Plattform öffentlich zum Verkauf gestellt. Gerüchte, dass die deutsche 1&1 den Pay-TV-Anbieter übernehmen könnte, sind inzwischen offenbar vom Tisch. Wie es mit Sky als Unternehmen und somit auch mit der Plattform 2023 weitergeht, ist damit weiterhin offen. Sky hat durch die Vielzahl der Streaming-Plattformen im Serien- und Filmbereich mittlerweile viel Konkurrenz. Ein Faustpfand sind nach wie vor die Bundesliga-Rechte, wobei aber auch hier seit geraumer Zeit ein vom Bundeskartellamt gewollter Wettbewerb herrscht und der einstige Pay-TV-Monopolist nicht mehr alle Spiele zeigen darf.

Offen ist auch, was nun mit der Marke Peacock passieren wird. Denn anders als in anderen Ländern war Peacock in Deutschland nie als eigenständiger Streaming-Dienst an den Start gegangen. Mit dem faktischen Aus auf der Sky-Plattform verliert NBC die komplette Nutzerbasis.

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