Knallhart abgestraft: Dieses E-Auto hat keine Chance

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Skoda schließt einen Elektro-Kleinstwagen unterhalb des kommenden Epiq vorerst aus und verabschiedet sich damit faktisch von der Idee eines direkten Citigo-Nachfolgers. Der Epiq rückt damit als neues vollelektrisches Einstiegsmodell der Marke in den Fokus.
E-Auto von Skoda im Sonnenlicht.
Skoda hat keine Ambitionen, noch kleinere E-Autos zu bauen.Bildquelle: Skoda

Der Epiq, ein knapp 4,10 Meter langer City‑SUV, soll im Sommer als kleinstes batterieelektrisches Modell der tschechischen VW-Marke starten und rund 25.000 Euro kosten. Als Teil der neuen Designlinie „Modern Solid“ positioniert Skoda den Crossover als kleinen Allrounder mit bis zu 490 Litern Kofferraumvolumen und alltagstauglicher WLTP-Reichweite von über 400 Kilometern. Damit zielt der Hersteller klar auf margenträchtigere Segmente statt auf klassische Citycars.

Günstiges E-Auto? Nicht wirtschaftlich!

Verkaufs- und Marketingvorstand Martin Jahn begründet die Entscheidung offen mit fehlender Profitabilität im Kleinstwagen‑E‑Segment. Man sehe derzeit keinen Weg, ein noch kleineres und günstigeres Elektroauto wirtschaftlich darzustellen, selbst vor dem Hintergrund eines neuen EU‑Vorschlags für eine Klasse besonders erschwinglicher Stromer. Elektroautos seien im Vergleich zu Verbrennern für „99 Prozent der Hersteller“ weniger profitabel, so Jahn.

Auffällig ist der Kursunterschied im VW‑Konzern. Während Skoda sich aus dem elektrischen City‑Car‑Segment heraushält, arbeitet Volkswagen an einem Kleinst‑Stromer auf Basis des ID. Every1‑Konzepts, der bereits im nächsten Jahr kommen und etwa 20.000 Euro beim Basismodell kosten könnte. VW‑Entwicklungsvorstand Kai Grünitz machte gegenüber Auto Express zugleich klar, dass es von diesem Stadt‑EV keine Ableger für Skoda oder Cupra geben wird, da das Segment zu klein für drei Marken sei.

Skoda hält sich mit Discount-Autos zurück

Für preisbewusste Skoda‑Kunden bleibt damit die Fabia‑Baureihe inklusive der Modelle Kamiq und Scala die Eintrittskarte in die Marke. Künftig dann mit effizienteren Hybridlösungen. Parallel bereitet der Hersteller weitere Elektro‑Neuheiten vor, doch ein elektrischer Citigo‑Nachfolger rückt in den Hintergrund, bis Batteriepreise deutlich sinken. Erst dann will Skoda die Möglichkeit eines rund 20.000‑Euro‑Stromers wieder ernsthaft prüfen.

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