Vodafone: Tausende Kunden machen die Biege

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Keine gute Entwicklung bei Vodafone Deutschland. Das vierte Quartal 2026 endete mit einer in weiten Teilen enttäuschenden Kundenentwicklung. Und auch der Umsatz dürfte im Management für wenig Begeisterung sorgen.
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Vodafone muss massive Kundenverluste verkraften.Bildquelle: Ki generiert

Der Netzbetreiber Vodafone hat neue Zahlen für das abgeschlossene vierte Quartal des vergangenen Jahres vorgelegt. Und die offenbaren mit Blick auf die Kundenströme eine in weiten Teilen überraschende, weil negative Entwicklung. Zwar kletterte die Kundenzahl zwischen Oktober und Dezember insgesamt wegen eines Einmal-Effekts um 39.000 auf knapp 29,08 Millionen. Doch so positiv, wie es im Kern klingt, verlief das Weihnachtsquartal gar nicht.

Kunden fliehen aus Vodafone-Verträgen

Denn abseits eines Wachstums im Vertragskundengeschäft im Mobilfunk (+11.000 auf 19,39 Millionen) musste Vodafone in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres in allen ausgewiesenen Segmenten eine negative Kundenentwicklung verkraften. Die Zahl der Prepaid-Kunden ging laut dem am Donnerstag vorgelegten Quartalsbericht um 40.000 auf 9,68 Millionen zurück.

Im Breitband-Segment war sogar ein Kundenverlust von 63.000 Kunden auf rund 10 Millionen zu verzeichnen. Und selbst im TV-Segment, zuletzt zwei Quartale in Folge mit einem ordentlichen Abo-Plus gesegnet, entwickelte sich die Kundenzahl negativ. Vodafone verlor im vierten Quartal nämlich 6.000 TV-Kunden, kann aber immer noch auf einen Bestand von 8,84 Millionen Kunden blicken.

Weitere Schlüsselfaktoren des vierten Quartals 2025: Die Migration von mehr als zwölf Millionen 1&1-Kunden aus dem Netz von Telefónica Deutschland in das Netz von Vodafone Deutschland ist inzwischen abgeschlossen. Zudem konnte Vodafone im abgeschlossenen Quartal 2,6 Millionen weitere SIM-Karten aktivieren, die im Internet der Dinge funken. Besonders der Automobilsektor trug zu diesem Wachstum bei.

Mobilfunk wächst, Festnetz verliert

All das sorgte in Summe dafür, dass der Umsatz des Deutschland-Geschäfts von Vodafone auf einem stabilen Niveau verharrte. Der Netzbetreiber aus Düsseldorf setzte demnach hierzulande im Berichtszeitraum 3,09 Milliarden Euro um – 0,1 Prozent mehr als im Schlussquartal 2024. Der Service-Umsatz legte um 0,7 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu. Während er im Mobilfunk-Segment unter anderem wegen der zusätzlichen Einnahmen aus dem 1&1-Deal um 2,8 Prozent zulegte, ging er im Festnetz-Segment um 1,1 Prozent zurück.

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