Renault schiebt Elektroauto Twizy aufs Abstellgleis

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Schon seit vielen Jahren bietet Renault ein Elektroauto an. Der Renault Twizy ist als Zweisitzer für die urbane Mobilität gedacht und wurde bereits tausendfach verkauft. Doch jetzt ist das Ende für den schnittigen Stromer gekommen.
Renault-Logo an der Front eines Pkw.
Renualt stellt das erste Elektroauto aufs Abstellgleis: den Renault Twizy.Bildquelle: Marcel Hoberg / Unsplash

Schon seit dem Jahr 2012 bietet Renault in Deutschland einen kleinen, wendigen Stadtflitzer als Elektroauto an: den Twizy. Doch jetzt ist das Ende für den Stromer mit nur zwei hintereinander angeordneten Sitzplätzen gekommen. Im September laufe die Produktion des nur 2,3 Meter langen und 1,2 Meter breiten Renault Twizy nach zwölf Jahren aus, teilte der französische Automobilhersteller jetzt mit.

Renault Twizy: Leichtes E-Mobil steht vor dem Aus

Das Besondere am nur 562 Kilogramm leichten Twizy ist der auf den Stadtverkehr optimierte Heckantrieb. Mit einer Leistung von gerade einmal 12,6 kW (17 PS) ist eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 80 km/h möglich. Die Reichweite liegt dabei nach Herstellerangaben bei bis zu 90 Kilometern. Wenig, ja. Aber vollkommen ausreichend, um städtisch oder auch regional unterwegs sein zu können.

Ergänzend dazu ist auch der Twizy 45 zu haben. Der bringt es zwar auf bis zu 100 Kilometer Reichweite, ist dafür aber mit nur 7,6 kW (10 PS) und maximal 45 km/h unterwegs. Deswegen darf dieses Elektromobil aber auch schon von Personen bewegt werden, die erst 15 Jahre alt sind und einen Führerschein der Klasse AM besitzen.

Renault Twizy in der Seitenansicht auf dem Times Square in New York.
Der Renault Twizy wird nicht mehr lange produziert.

Auch der Einstiegspreis von zuletzt 12.150 Euro machte den emissionsfreien Renault Twizy in den vergangenen Jahren zu einer attraktiven Alternative für all diejenigen, die mit Hilfe eines Leichtelektrofahrzeugs das Ziel verfolgten, mobil zu bleiben. In einigen Städten kam oder kommt der Twizy übrigens auch als Notfallahrzeug bei der Polizei und Feuerwehr zum Einsatz.

Deutschland einer der wichtigsten Twizy-Märkte

Weltweit hat Renault den Twizy nach eigenen Angaben 33.340 Mal in 55 Ländern verkaufen können (Stand: Juni 2023). Am häufigsten in Frankreich und Deutschland, wichtige Märkte waren in der Vergangenheit aber auch Südkorea und Italien. In Deutschland wurden bis Juni 2023 rund 6.000 Einheiten des City-Flitzers zugelassen.

Bildquellen

  • Renault Twizy vor dem Aus.: Renault
  • Renault: Erstes Elektroauto schon vor dem Aus.: Marcel Hoberg / Unsplash

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5 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Bolli

    Nicht nur die Autos werden immer hässlicher !!
    😇😇😎😎

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    • Was denn noch? 🫢

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      • Nutzerbild Bolli

        Eine Menge: Schuhmodelle, Riesenkreuzfahrtschiffe mit Abertausenden Leuten, Nasen-Piercing sowie eine gewisse „Ricarda Breit“
        😇😎😎😇

        Antwort
  2. Nutzerbild Mario Delow

    Also schlimmer geht es nicht mehr. Wie kann man den Twizy als Auto bezeichnen. Und warum ist er aus? Der Nachfolger kommt als mobilize und man sitzt nebeneinander. Solche Überschriften können nicht Journalisten einfallen. Ein Fachmann würde sich über einen Nachfolger Bericht freuen. Aber so suggeriert man, dass es bald keine Elektro Fahrzeuge mehr geben wird. Tatsächlich werden es jedoch jedes Jahr mehr werden. 2030 sind nur noch circa 6 bis 7 Jahre.

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  3. Nutzerbild Dieter Brand

    Renault hat mehr e Autos als man denkt. Übrigens sind 12 Jahre genug für ein e Auto

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