Vorsicht vor dieser Antivirensoftware: Ungewollte Installationen & hohe Stromkosten

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Ein Antivirenprogramm, das Kryptominer installiert? Was auf den ersten Blick nach einem Widerspruch klingt, ist nun Realität geworden. Gleich zwei Tools haben den eigenen Funktionsumfang entsprechend erweitert – und sorgten auf diesem Wege für Missgunst bei den Nutzern.
Kryptowährung
EthereumBildquelle: Die-Wirtschaftsnews / Pixabay

Normalerweise ist es Aufgabe der Antivirenprogramme dafür zu sorgen, dass keine Kryptominer ohne das Wissen des Eigentümers auf dessen Computer installiert werden. Norton 360 hat den Spieß vor Kurzem jedoch umgedreht und installiert ein entsprechendes Tool nun selbst still und heimlich auf den durch den Antivirus geschützten Rechnern. Nun hat die Antivirensoftware Avira diese Taktik übernommen. Und das, obwohl Nutzer bereits Norton Crypto alles andere als freundlich aufgenommen haben.

Norton 360 und Avira nun mit eigenen Kryptominern

Dass sowohl Norton 360 als auch Avira den Schritt nahezu zeitgleich gewagt haben, ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich gehören beide zum US-Entwickler NortonLifeLock. Als Kryptomining wird dabei das „Abschürfen“ von Kryptowährungen wie Bitcoin beziehungsweise in diesem Fall der Ethereum (ETH) bezeichnet. Dazu benötigen Interessierte lediglich einen Internetanschluss und einen möglichst leistungsfähigen Rechner. Alles andere übernehmen die beiden Antivieren-Tools. So verkündet Norton, dass die Software Nutzern automatisch eine eigene Ethereum-Wallet in der Cloud generiert. Allerdings gehört das nicht zum Preisumfang von Norton 360. Das Unternehmen behält sich 15 Prozent der geschürften Kryptowährung ein. Die Anteile von Avira sind bisher zwar nicht bekannt, dürften allerdings ähnlich ausfallen.

Nutzer sind erzürnt

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass (Norton-)Anwender nicht gerade begeistert von der Neueinführung sind. So wird das Programm automatisch installiert, lässt sich allerdings nur über relativ komplizierte Umwege wieder deinstallieren. Weiterhin heißt es seitens Norton, dass Nutzer das Tool zunächst aktiv einschalten müssen. Laut mehreren Berichten geschah dies jedoch (auch) automatisch. Kritiker befürchten zudem, dass weniger erfahrene Anwender die Zustimmung erteilen könnten, ohne sich der Folgen bewusst zu sein.

Grundsätzlich soll die Mining-Software nur während der Ruhezeit zum Einsatz kommen. Die Leistung des Rechners sollte im Alltag somit nicht beeinträchtigt werden. Auf der anderen Seite steigt beim Data­-Mining zwangsläufig der Stromverbrauch und folglich auch die Stromkosten. Zudem können auch weitere Netzwerkgebühren anfallen, was das Kryptomining – angesichts der meistens eher schwachen Rechnerleistung – auch finanziell zu einem nachteiligen Geschäft machen könnte; ganz zu schweigen von dem Lärm, den ausgelastete PCs oftmals erzeugen.

Solltest du das neue Feature dennoch ausprobieren wollen, benötigt dein Computer für Norton Crypto die folgenden Mindestanforderungen:

  • Betriebssystem: Microsoft Windows 11/10/8/7 (64 Bit)
  • Grafikkarte: Nvidia/AMD-Karten mit mindestens 6 GB Arbeitsspeicher
  • Prozessor: Mindestens 1 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Festplatte: 300 MB (freier Speicherplatz)

Deine Technik. Deine Meinung.

2 KOMMENTARE

  1. andreaskramer

    die antiviren programme schreiben ja auch viren selber um sich eine berechtigung zu geben was nichts neues ist. nach daten verkauf von usern bei verschiedenen herstellern und dank des guten microsoft defender , kommen diese produkte nun auf den kriminellen weg. hab seit win 10 kein antiviren programm mehr nötig da dieser besser ist als die kaufprdukte. zudem was brauch ich ein programm was meinen rechner sichtlich langsamer macht.wird zeit das dieser vertrieb nun verboten wird.

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  2. Markus

    Wer immer noch daran glaubt externe Anitvirensoftware installieren zu müssen, welche obendrein bezahlt werden muss, für den hab ich keinerlei Mitgefühl.
    Zusätzliche ehlendes Backup, ja dann kommt echt Stimmung auf,

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