Kinder- und Jugendärzte: "Kein Handy vor elf Jahren!"

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Smartphones sind stets griffbereit, unterstützen uns im Alltag und sorgen für Unterhaltung. Doch zusätzlich bergen diese auch zahlreiche Gefahren für die Privatsphäre, das Portemonnaie und selbst für die Gesundheit. Der Kinder- und Jugendärztepräsident fordert darum: „Kein Handy vor elf Jahren!“
Handy KindersicherungBildquelle: Pixabay

Handystrahlung schädigt die Gesundheit und auch das neue 5G-Mobilfunknetz soll nicht ganz ungefährlich sein. Diese und ähnliche Aussagen sind keine Seltenheit. Von Experten werden solche Phrasen jedoch meist widerlegt. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass Smartphones gänzlich ungefährlich sind. Wenn man die falschen Inhalte auf sozialen Plattformen postet und auch sonst keine Vorkehrungen gegen den Datenhunger von Unternehmen trifft, wird man schnell zum gläsernen Menschen. Schützt man sich hingegen nicht vor Viren und klickt stattdessen munter auf alle verdächtigen Links, könnte der Geldbeutel darunter leiden. Das ist einem großen Teil der Bevölkerung bewusst. Was hingegen weniger auffällt ist oder schlichtweg ignoriert wird, sind die negativen Auswirkungen, die Handys auf die Gesundheit von Kindern haben können – und das gänzlich ohne Strahlung.

„Katastrophale Folgen“

In einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) thematisierte Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), unter anderem auch die Handynutzung von Kindern. Dabei sprach Fischbach von einem Trend: „Wir beobachten mit Schrecken, dass die Kinder, die vor dem Smartphone oder Tablett hängen, immer jünger werden.“ Das hat wiederum direkte Auswirkungen auf schulische Leistungen: „Je höher der Medienkonsum, je schwächer die Leistungen in den Schulen.

Grund hierfür sei eine permanente Reizüberflutung und eine daraus resultierende Konzentrationsschwäche. „Medialen Dauerbeschuss macht das beste Hirn nicht mit“, erklärte Fischbach. Darum gelte der Grundsatz: „Kein Handy vor elf Jahren!“ Und auch später seien laut Fischbach zwei Stunden pro Tag genug. Eltern, die sich diese Worte zu Herzen nehmen, können die Nutzungsdauer mithilfe der folgenden Anwendungen bequem festlegen. Auch das Nutzungsverhalten des Kindes lässt sich so überwachen und bei Bedarf auch beeinflussen.

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