Auf der Brussels Motor Show 2026 hat Kia mit dem EV2 sein bislang kompaktestes Elektrofahrzeug vorgestellt. Das neue Modell, wahlweise erhältlich als Vier- oder Fünfsitzer, positioniert sich als Einstieg in die Elektromobilität und erweitert die EV-Palette der Marke nach unten. Als vollelektrisches B-Segment-SUV richtet sich der EV2 vordergründig an Fahrer, die ein alltagstaugliches, modernes und bezahlbares Elektroauto für die Stadt oder den Pendelverkehr suchen.
Kia EV2: Mehr SUV als typisches Kleinwagen
Optisch folgt der Kia EV2 der Designphilosophie „Opposites United“, sieht also weniger wie ein typischer Kleinwagen aus. Klare Linien, kurze Überhänge und eine selbstbewusste SUV-Silhouette prägen den Auftritt. Mit einer Länge von rund 4,06 Metern bleibt das Modell kompakt genug für den Stadtverkehr, bietet aber gleichzeitig ein überraschend großzügiges Raumgefühl, verspricht der Hersteller. Die markante Lichtsignatur und die erhöhte Sitzposition unterstreichen den modernen Charakter.
Im Innenraum setzt Kia auf Funktionalität und Variabilität. Verschiebbare Rücksitze ermöglichen eine Beinfreiheit von bis zu 958 Millimetern, während der Kofferraum 362 Liter fasst. Bei nach vorn geschobenen Sitzen wächst das Ladevolumen auf bis zu 403 Liter, ergänzt durch einen 15-Liter-Frunk unter der Motorhaube. Das Cockpit wird von einem Panoramadisplay mit zwei 12,3-Zoll-Screens sowie einem separaten Klimabedienfeld dominiert. Das kennt man auch schon von anderen Kia-Modellen wie dem EV3 (Test).
AC-Laden mit 22 kW optional erhältlich
Technisch basiert der EV2 auf der E-GMP-Plattform. Zur Wahl stehen zwei Batterievarianten: ein 42,2-kWh-Akku mit bis zu 317 Kilometern WLTP-Reichweite sowie eine 61-kWh-Batterie für Reichweiten von bis zu 448 Kilometern. Dank DC-Schnellladung lässt sich der Akku auf Basis eines 400-Volt-Systems in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Zusätzlich unterstützt der EV2 gegen Aufpreis auch 22-kW-AC-Laden, was in diesem Segment bislang selten ist. Auch an der Wallbox und an der Normalladesäule sind also zügige Aufladungen möglich, sofern diese technisch kompatibel sind und nicht schon bei 11 kW das Ende ihrer Ladeleistung erreicht haben.
Zur Ausstattung zählen moderne Konnektivitäts- und Assistenzsysteme wie der Kia AI Assistant, Over-the-Air-Updates, Digital Key 2.0 sowie zahlreiche Fahrerassistenzsysteme. Produziert wird der EV2 ab Februar im slowakischen Werk Žilina. Der Marktstart dürfte kurz darauf folgen. Preise nennt Kia noch nicht, erwartet wird jedoch ein Einstieg von unter 30.000 Euro. Mit dem EV2 will Kia Elektromobilität für eine breitere Zielgruppe zugänglich machen – kompakt, effizient und konsequent auf den Alltag zugeschnitten.
