Jeder Smartphone-Käufer ist betroffen: Das soll sich bei neuen Handys ändern

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Wer ein neues Smartphone kauft, bekommt so manche Software gleich mit dazu. Apps wie Facebook, Netflix oder Microsoft Office sind bereits vorinstalliert. Doch nicht jeder benötigt die Apps, die Samsung und Co. auf ihre Smartphones installieren. Und genau hier soll sich etwas ändern.
Jeder Smartphone-Käufer ist betroffen: Das soll sich bei neuen Handys ändern
Jeder Smartphone-Käufer ist betroffen: Das soll sich bei neuen Handys ändernBildquelle: Blasius Kawalkowski

Welcher Smartphone-Nutzer kennt es nicht: Man kauft ein neues Handy, richtet es ein und sieht anschließend auf dem Homescreen unzählige vorinstallierte Apps. Ob Netflix oder Spotify, ob Facebook, Spiele oder die komplette Office-Suite von Microsoft: Hersteller wie Samsung und Xiaomi liefern nur zu gerne Smartphones mit vorinstallierten Apps aus. Zum Leidwesen der Nutzer.

Insbesondere umfangreiche Spiele die viel Speicher fressen oder Apps, die man ohnehin nie nutzt, sind unnötig. Mehr noch: Sind sie dann noch nicht einmal deinstallierbar, sind viele Nutzer verärgert. Denn die Anwendungen blockieren dauerhaft Speicher und die nie verwendeten Apps tauchen in der Übersicht auf. Erkennen wir bei inside digital in unseren Handytests solche nicht deinstallierbaren Apps, gibt es dafür Abzüge.

Schluss für Speicherfresser auf dem Smartphone

Es hat einen Grund, warum Samsung, Sony, Xiaomi und viele andere Hersteller solche Apps auf ihren Smartphones vorinstallieren. Dabei ist der Service-Gedanke, dem Käufer etwas Gutes zu tun und eine vermeintlich ohnehin genutzte App zu installieren, eher zweitrangig. Vielmehr geht es um Kooperationen und Deals zwischen Herstellern, Netzbetreibern und App-Entwicklern, die Geld in die Kassen spülen.

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Dass Smartphone-Nutzer verärgert sind, haben nun auch wohl die EU-Regulierungsbehörden erkannt. Nach Angaben der „Financial Times“ soll noch Ende des Jahres ein Gesetz verabschiedet werden. Es soll Samsung und Co. verbieten, Apps vorzuinstallieren, die der Nutzer nicht deinstallieren kann.

Nicht nur Samsung, Xiaomi und Co. betroffen

Diese Maßnahme ist aber nur ein Teil des Gesetzentwurfs über digitale Dienste, den die EU voraussichtlich Ende des Jahres verabschieden wird. Im Großen und Ganzen geht es darum, die Dominanz großer Technologieunternehmen im Internet einzuschränken. Im Fokus stehen dabei also nicht nur Smartphone-Hersteller, sondern auch Google und Amazon.

Handy laden: Diesen Fehler machen fast alle

Die auf ihren Plattformen gesammelten Daten sollen die Konzerne nicht nur für ihre eigenen kommerziellen Aktivitäten benutzen dürfen, sondern sie auch mit Wettbewerbern teilen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Amazon etwa prüft anhand von verkauften Artikeln, welches Produkt als Nächstes als „AmazonBasics“ oder „Amazon’s Choice“ beworben werden soll. Zuletzt soll das neue Gesetz große Technologieunternehmen daran hindern, ihre eigenen Dienstleistungen bevorzugt zu behandeln.

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13 KOMMENTARE

  1. Hallo, das der Eigentümer bisher nicht bestimmen kann was auf dem Gerät läuft ist eine Enteignung des Eigentümers. Hoffentlich ist damit bald Schluss. Die Verwaltung der DDR hat bei uns Einzug gehalten. Sorry

  2. Na ja, wir sind weit entfernt von einem sinnvollen Internet und bewegen uns mehr und mehr zu einem vermüllten Werbebriefkasten. Wofür haben wir eigentlich ein Verbraucherschutzministerium.

  3. Warum wird in jedem sch**** Artikel für alle gesprochen? Damit die Headline auch ja viele Klicks erzeugt? Was soll dieses Clickbait? Um ehrlich zu sein, nervt mich das noch viel mehr, als irgendwelche vorinstallierten Apps!
    Aber ja, so ist das im Internet.

  4. Ich habe auf meinem Xiaomi Mi A3 keinerlei Bloatware außer Systemapps, die ich jetzt eher weniger als Bloatware bezeichne.
    Eine bekannte Person mit einem Xiaomi Mi 10 Lite hatte zwar Bloatware, wovon jedoch nur 2 Google-Apps (die kaum jemand kennt) nicht zu deinstallieren waren.

  5. „Nach Angaben der „Financial Times“ soll noch Ende des Jahres ein Gesetz verabschiedet werden. Es soll Samsung und Co. verbieten, Apps vorzuinstallieren, die der Nutzer nicht deinstallieren kann.“

    Sehr gut.
    Da fliegen dann OneDrive und Samsung Cloud sofort runter.

    Die Krönung ist ja, auf dem Galaxy S10 war noch nicht mal eine App, die man brauchen würde, im PDF-Dateien zu lesen, installiert. Da habe ich mir so eine App erstmal besorgen und auf das Dateisystem kopieren müssen.

    Es ist unglaublich, was für ein nicht deinstallierbarer Schrott da vorinstalliert ist:
    – AR-Emoji
    – Game Launcher
    – Kontakte (merken die nochwas?)

  6. Aber wenn man den Artikel wortwörtlich nimmt,kann man ja alles gleich löschen.
    Ein Android Betriebssystem besteht nur aus Apps,das bedeutet dass man auch systemapps löschen kann..das kann Lustig werden 🤣.
    Nein jetzt Realtalk,ich finde die bloabware nichtmal so schlimm,ich glaube nicht dass FB, Netflix und so soviel Speicher fressen dass man nicht anderes mehr Downloaden kann. Die Smartphone gehen schon in 128,256,512 GB gehen,da fällt es garnicht auf dass es sie gibt.man kann die deaktivieren und das Problem ist erledigt und alle die heulen da es ram oder speicher frisst sind nur kleine klickgeile Webseiten die nur Klicks wollen.. jeder weiß eine App frisst nur ram wenn sie auch läuft.

  7. Jeder der so ein Handy kauft ist doch selbst Schuld und braucht auch nicht rumheulen! Es gibt seit Jahren genug Smartphones mit pure Android, man hat also eine Wahl…. aber wenn man unbedingt ein 1000 Euro „Top Smartphone“ sein eigen nennen muss, dann muss man diesen bitteren Drops eben mit lutschen…☝🏻

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