Wer seinen Führerschein schon einige Jahre in der Geldbörse mit sich herumträgt, für den sind die ganzen Straßenschilder und Verkehrsregeln wie ein offenes Buch. Das sollte man zumindest meinen. Doch die Realität sieht oft ganz anders aus. Viele Vorschriften sind so nischig, dass sie durchrutschen. Darf man beispielsweise einfach so herumcruisen? Oder auf der Autobahn langsamer als mit 60 km/h fahren? Wer weiß das schon? Und dann kommt ja noch immer mal wieder etwas Neues hinzu. Aktuell in Form eines gänzlich neuen Verkehrsschilds.
Neues Straßenschild kommt nach Deutschland
In Frankreich gibt es bereits seit 2020 ein neues Straßenschild, das sogenannte „Voie réservée“. Das neue Verkehrszeichen hat die Form eines weißen Diamanten (Raute) und befindet sich vor einem blauen oder schwarzen Hintergrund – je nachdem, ob es ein Blechschild ist, oder eine digitale Anzeige.
Mittlerweile ist die Raute ihrem Heimatland entwachsen und findet sich immer häufiger in anderen europäischen Ländern wieder. Dazu gehört laut dem Bußgeldkatalog vor allem Spanien. Doch auch in Österreich und Deutschland ist das Verkehrsschild inzwischen anzutreffen, wenngleich zunächst nur im Rahmen eines Pilotversuchs.
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Und was bedeutet das rautenförmige Verkehrsschild nun? Übersetzt man „Voie réservée“ ins Deutsche, heißt das Zeichen „Reservierte Fahrspur“. Es markiert Spuren, die ausschließlich für Fahrgemeinschaften mit mindestens zwei Personen, Elektrofahrzeuge, Taxis und den öffentlichen Personenverkehr reserviert sind. Das jedoch nicht durchgehend, sondern in der Regel nur zu Stoßzeiten. Wer nicht ins Raster passt, muss sich mit den übrigen Spuren begnügen.
Autofahrer müssen mit Bußgeldern rechnen
Da der „weiße Diamant“ in Deutschland aktuell lediglich eine Testphase durchläuft, ist die Höhe eines möglichen Bußgeldes ungewiss. Was jedoch nicht bedeutet, dass hiesige Autofahrer keine Strafen zu befürchten haben. Denn was viele vergessen: Bußgelder aus dem europäischen Ausland werden auch in Deutschland vollstreckt. Zumindest, wenn dieses jenseits der 70 Euro liegt. Im aktuellen Fall bedeutet dies, dass deutsche Frankreich-Touristen, die eine falsche Fahrspur befahren, mit Bußgeldern in Höhe von 135 Euro rechnen müssen. Derweil werden in Spanien bis zu 200 Euro fällig.
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