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E-Auto: Der nÀchste Hersteller kapituliert

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Gerade einmal 105 verkaufte Autos in einem Jahr – das war das Ende. Honda zieht den Stecker beim vollelektrischen e:Ny1. Ein Ende, das sich abzeichnete. Doch was lĂ€uft schief beim japanischen Traditions-Autobauer?
Honda-Logo im Gewitter.
Honda streicht sein letztes E-Auto aus dem deutschen Programm.Bildquelle: KI-generiert, Gemini

Honda hat seinen einzigen batterieelektrischen Pkw in Deutschland stillschweigend aus dem Programm genommen. Seit wenigen Tagen ist der Honda e:Ny1 (Test) von der deutschen Hersteller-Website verschwunden – neue Bestellungen werden nicht mehr angenommen, es werden nur noch LagerbestĂ€nde abverkauft. Im Leasing kannst du aktuell ab knapp 300 Euro pro Monat zuschlagen.

Honda schmeißt das E-Auto raus

Die europĂ€ische Honda-Zentrale bestĂ€tigte auf Nachfrage der Kollegen von Inside EVs: „Der e:Ny1 nĂ€hert sich dem Ende seines Modelllebenszyklus. Honda wird die verbleibenden LagerbestĂ€nde nun auf die MĂ€rkte konzentrieren, auf denen die Nachfrage am grĂ¶ĂŸten ist, insbesondere Großbritannien und die nordischen LĂ€nder.“ Auch in Österreich ist das E-Auto noch zu haben – ab 38.990 Euro. In den Niederlanden kostet eine „Limited Edition“ derzeit mindestens 46.840 Euro.

Das kompakte Elektro-SUV war 2023 als elektrische Variante des HR-V eingefĂŒhrt worden, konnte sich in Deutschland jedoch nicht gegen die wachsende Konkurrenz durchsetzen. Zulassungszahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unterstreichen das. Im Premierenjahr 2023 wurden 266 Exemplare des e:NY1 zugelassen, 2024 immerhin 795 StĂŒck – doch 2025 brach der Absatz auf gerade einmal 105 Einheiten ein. Zwischen Januar und MĂ€rz dieses Jahres waren es nur 19 neu zugelassene Einheiten.

Nicht der erste Rausschmiss

Das dĂŒrfte nun der Grund sein, warum der Wagen aus dem Programm genommen wurde: zu schwache Nachfrage. Der RĂŒckzug des e:Ny1 ist kein Einzelfall: Honda hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich der Markt fĂŒr Elektroautos nicht wie erwartet entwickelt habe. Neben schwacher Nachfrage und politischen VerĂ€nderungen in den USA habe auch die starke Konkurrenz aus China dazu beigetragen. Als Konsequenz stoppte der Konzern bereits die Entwicklung von drei geplanten Elektromodellen: Honda 0 SUV, Honda 0 Saloon sowie den Acura RSX.

FĂŒr die Stadt entwickelt, doch in manchen Disziplinen wenig ĂŒberzeugend: der Honda e:Ny1. Image source: Hayo LĂŒcke / inside digital

FĂŒr Europa kĂŒndigt Honda an, den Fokus kĂŒnftig auf elektrifizierte Antriebe zu legen – primĂ€r die Hybridmodelle CR-V, HR-V und ZR-V sollen in ĂŒberarbeiteter Form weitergefĂŒhrt werden. Teil der Wahrheit ist aber eben auch: Aktuell bietet Honda in Deutschland vorerst kein einziges rein elektrisches Fahrzeug mehr an. Und auch nur ein Plug-in-Hybrid-Modell (CR-V e:PHEV) steht zur Wahl. Abseits dessen sind nur einfache Hybrid-Modelle mit Verbrennungsmotor zu haben.

Honda e:Ny1 im Test

Wir hatten ĂŒbrigens schon vor einigen Monaten die Möglichkeit, den Honda e:Ny1 zu testen. Positiv fiel dabei der niedrige Verbrauch in der Stadt auf. Auch der Platz im Innenraum wusste zu gefallen. Weniger ĂŒberzeugend: der hohe Verbrauch auf der Autobahn und die maue Schnellladeleistung.

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