VW ist gewaltig unter die Räder gekommen. Entlassungen, drohende Werksschließungen und Umsatzrückgang aufgrund chinesischer Konkurrenz setzen dem Autobauer zu. Dass es für VW schwierig werden könnte, prognostizierte Robert Habeck bereits 2019, als er sagte: „Wenn Sie 2025 kein E-Mobil für unter 20.000 Euro anbieten, dann werden Sie – so fürchte ich – im Markt scheitern.“ Und heute: Das günstigste E-Auto, das VW derzeit in Deutschland anbietet, ist der Kleinwagen ID.3. Preis: Rund 34.000 Euro. Doch das soll sich jetzt ändern. Dafür schafft VW sogar eine neue Automarke. Der Preis für das erste Modell der Reihe: 10.000 Euro. Endlich ein Volks-E-Wagen? Denkste.
Endlich günstiges E-Auto von VW kommt
VW hat den Jetta ausgegraben. Aus dem einstigen Golf-Ableger wird jetzt aber eine eigene Marke. Und aus Verbrennungsmotor wird Elektromotor. Damit möchte der Autobauer seine „Führungsposition bei erschwinglichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in das Elektromobilitätszeitalter übertragen“, heißt es bei VW. „Die Marke Jetta wird bis 2028 vier elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen. Das erste Modell wird bereits in diesem Jahr erhältlich sein“, kündigt VW an. Neben dem „frischen Design“ bekommt die Jetta-Reihe auch ein eigenes Logo. Und: Das erste E-Auto-Modell der Serie soll nur 10.000 Euro kosten. Es gibt aber ein „aber“.
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Denn der ID.3 mit seinen 34.000 Euro wird hierzulande wohl erst einmal weiterhin das günstigste E‑Auto von VW bleiben. Der neue Jetta ist ein Volkswagen für die Volksrepublik. Das heißt: VW will mit dem Kompakt-SUV BYD und Co. in China Konkurrenz machen, während die Deutschen weiterhin auf einen günstigen Stromer warten. Aber: Sie sollen ihn bekommen.
Deutschland zahlt drauf
Denn VW arbeitet weiter an dem Kleinwagen ID.1, der 2027 auf den Markt kommen soll. Der Preis: doppelt so hoch wie der des neuen Jetta. Doch es ist nicht auszuschließen, dass der Jetta, sollte die Marke in China erfolgreich anlaufen, irgendwann auch die deutschen Straßen sieht. Die Frage ist dann nur, ob es zu spät sein könnte und Habeck mit seiner E-Auto-Prognose recht behält.
