Emojis: Google behebt Ärgernis auf Millionen Handys

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Googles Entwickler haben die Erweiterungen der eigenen SMS-App, welche die Zusammenarbeit mit Apples iMessage verbessern sollen, abgeschlossen. Für Android-Nutzer bedeutet dies ein Ende von störenden Textbeschreibungen, wenn sie mit iPhones kommunizieren.
Googles Nachrichten-App auf einem Android-Smartphone
Googles Nachrichten-App zeigt Reaktionen von iMessage-Nutzern aktuell als Text an.Bildquelle: Holger Eilhard / inside digital

Android-Nutzer, die sich regelmäßig mit Besitzern eines iPhones unterhalten, kennen möglicherweise die nervigen Texte, die iMessage generiert. Genau diese Eigenschaft von Apples Nachrichten-Anwendung macht sich Google in der eigenen SMS-App nun zunutze.

Googles SMS-App erkennt iMessage-Reaktionen

9to5Google hatte bereits vor einigen Monaten die Neuerung bei der Untersuchung einer Beta-Version von Googles Nachrichten-App entdeckt. Nun haben die Entwickler in Mountain View ihre Arbeiten abgeschlossen. Wie Google in einem Blog-Post mitteilt, soll die nun verfügbare Anwendung unter anderem diese unschönen Text-Reaktionen von iMessage erkennen.

Insbesondere bei Gruppen-Chats zwischen iPhone- und Android-Nutzern können diese extrem störend sein. Nun stellt Google das Feature für alle Nutzer bereit. Die neue „Übersetzungsfunktion“ hat aber einen Haken. So unterstützt Google zunächst nur Geräte, auf denen der Nutzer als Spracheinstellung Englisch ausgewählt hat – weitere Sprachen sollen jedoch folgen.

Endlich Emoji-Reaktionen für die Nachrichten-App

Die Emojis erscheinen dann, wenn ein iPhone-Nutzer auf eine reguläre SMS mithilfe einer Reaktion antwortet. iOS bietet sechs verschiedene Reaktionen an, mit denen Android-Geräte in der Regel nichts anfangen können. Daher erschienen in Googles SMS-App bislang Texte wie „… ein Herz hinzugefügt“ oder „Gefällt: …“ als Antwort.

Googles App erkennt nun die eingehenden Nachrichten und ordnet dem Text ein passendes Emoji zu. Die sterilen Reaktionstexte der App werden also schon bald der Vergangenheit angehören und durch einfache Emojis ersetzt. Googles App unterstützte schon zuvor die Darstellung von Reaktionen in der Nachrichten-App. Diese wurden bislang nur in Chats mit RCS (Rich Communication Services) unterstützt und unterscheiden sich von den Reaktionen in Apples iMessage.

Googles ersetzt Reaktionen durch eigene Emojis

Wie 9to5Google in einem weiteren Bericht erklärte, nutzt Google bei der Übersetzung der Emojis in vier der sechs Fälle jedoch nicht die ursprünglichen Reaktionen. Lediglich beim „Daumen hoch“ und „Daumen runter“ wird auch auf einem Android-Smartphone dasselbe Emoji angezeigt.

Sendet ein iPhone-Nutzer ein Herz wird daraus auf der Android-Seite ein Gesicht mit herzförmigen Augen (😍). Das „Haha“ in iMessage ersetzt Google durch ein Gesicht mit Freudentränen (😂). Die Ausrufezeichen übersetzt die neue SMS-App mit dem Gesicht mit offenem Mund (😮); aus dem Fragezeichen wird ein grübelndes Gesicht (🤔).

iPhone-Nutzer, die die Nachrichten-App zum Versenden von Reaktionen nutzen, sollten also bedenken, dass diese auf Android-Geräten möglicherweise missverstanden werden könnten.

Googles Nachrichten-App: Hochauflösende Medien auch für iPhone-Nutzer

Eine weitere Neuheit der Nachrichten-App von Google betrifft das Versenden von Videos. Wie das Unternehmen aus Mountain View beschreibt, können Videos direkt als Link zu Google Fotos mit iPhone-Nutzern geteilt werden. Die Umwandlung in verschwommene Filmchen entfällt damit.

Bislang war die hochauflösende Darstellung nur in RCS-Unterhaltungen möglich. Dank der Verlinkung zu Google Fotos können nun aber auch iPhone-Nutzer die volle Qualität genießen. In Zukunft soll auch eine derartige Übertragung von Fotos möglich sein. Google ruft Apple aber erneut dazu auf, dass auch der iPhone-Hersteller RCS unterstützen soll.

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2 KOMMENTARE

  1. Paul

    Weder der Datenkrake Google vertrauen, noch Apple (die zukünftig alle Chats scannen), und Facebook/Whatsapp schon gar nicht. Nutzt lieber sichere Alternativen wie Signal oder Threema, und nichts von den US-Tech-Giganten.

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  2. Jürgen Wunderlich

    Genau, ich bin schon längst ausschliesslich bei Signal!

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