Das Ende der Gesundheitskarte: Das ändert sich für ab sofort für alle Deutschen

3 Minuten
Jede und jeder Deutsche hat sie und alle, die zum Arzt gehen, brauchen sie: die Gesundheitskarte. Sie wurde 2014 eingeführt und ersetzte die Krankenversichertenkarte, die es seit 1995 gab. Doch nun bahnt sich das Aus der Plastikkarten an.
Das Ende der Gesundheitskarte: Das ändert sich für alle Deutschen ab 2024
Das Ende der Gesundheitskarte: Das ändert sich für alle Deutschen ab 2024Bildquelle: Blasius Kawalkowski / inside digital

Die Gesundheitskarte dürfte jeder im Geldbeutel immer bei sich haben. Doch nicht mehr lange. Denn: Am 1. Januar 2024 stellen alle Krankenkassen auf die digitale Identität um. Es kommt also die sogenannte GesundheitsID. Damit will die Gematik, die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, Menschen in Deutschland den Zugang zu Online-Gesundheitsanwendungen erleichtern. Das bedeutet: Die digitale Identität ermöglicht es Versicherten, sich über ihr Smartphone in Apps wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte einzuloggen. Ähnlich also wie das Online-Banking, nur dass es hier um das eigene Gesundheitskonto geht.

Tschüss, Gesundheitskarte: Das sollten Versicherte jetzt wissen

Die digitale Identität enthält, ähnlich wie auch die Gesundheitskarte, alle persönlichen Daten, die für eine Behandlung im deutschen Gesundheitswesen erforderlich sind. Dazu gehören etwa die Krankenversichertennummer, der Name oder das Geburtsdatum. Wer ab dem 1. Januar 2024 eine GesundheitsID anlegt, benötigt ein NFC-fähiges Smartphone, die Versichertennummer der Krankenkasse und den Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion und der dazugehörigen sechsstelligen Ausweis-PIN. Und so kommt man an die PIN-Nummer.

Personalausweis vor großer Veränderung: Passfoto muss digital sein

Jeder Personalausweis, der nach 2010 ausgestellt wurde, hat eine Online-Ausweisfunktion und eine dazugehörige sechsstellige PIN. Solltest du deinen PIN-Brief nicht mehr finden oder deine selbstgewählte PIN vergessen haben, kannst du den PIN-Rücksetzdienst nutzen. Auf dieser Internetseite kannst du kostenlos einen Brief mit einer neuen PIN bestellen. Nach Erhalt des Briefs folgt man einfach den darin enthaltene Anweisungen und gibt die PIN in der AusweisApp ein. Diese App gibt es kostenlos für Android-Handys hier im Google Play Store und im Apple App Store für das iPhone. Anschließend sollte man sich an seine Krankenkasse wenden, um die GesundheitsID zu erhalten. Das ist ein sechsstelliger Code, den beispielsweise die AOK seinen Versicherten in der „AOK Mein Leben“-App zur Verfügung stellt.

Keine Krankenversichertenkarte mehr nötig

Ab 2026 kommt eine weitere Funktion hinzu: Patienten müssen dann, wenn sie den Arzt aufsuchen, keine Gesundheitskarte mehr vorzeigen, sondern können sich mit ihrer digitalen Identität ausweisen. Die Plastikkarte verschwindet dann auf Wunsch aus dem Geldbeutel. Aber: Bis auf Weiteres ist geplant, dass die GesundheitsID eine Ergänzung beziehungsweise Alternative zur Gesundheitskarte ist. Wer also lieber weiterhin die Plastikkarte mit sich herumträgt, kann das tun, ohne eine digitale Identität anzulegen. Das dürfte auch für viele ältere Menschen eine Erleichterung sein, die vielleicht gar kein Smartphone haben oder sich mit der Thematik AusweisApp und digitale Identität gar nicht mehr auseinandersetzen wollen.

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22 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Mk

    Mann muss nicht alles mitmachen was die sich zusammen reimmen.
    Dann sollen sie in zukunft das Handy
    denn perso.Auch kostenlos dazugeben.
    Für viele sind das wieder unüberwindbare hürden.Beispie.Pkw unfall und dann. Schwerverletzt, Handy ist schrott. Patient wird abgewiesen keine KV Daten.

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  2. Nutzerbild Karsten Frei

    Was für ein Schwachsinn.
    Krankenkasse kommt bei mir aus Handy nie drauf. Und ich werde auch keine digitale Angebote oder Dienste von denen nutzen.
    Und wenn es seien muss, werde ich bei denen in der Halle übernachten, aber die werden mich als Mensch ohne eine E-ID akzeptiren und behandeln.
    Keiner kann mich zwingen einen Handy zu haben oder irgendwelche Apps auf mein Handy zu installieren.

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    • Nutzerbild Karsten Frei

      Ab diesem Artikel ist der Blasius Kawalkowski auf meiner persönlichen Bannliste.
      Ich werde mir kein einziger Artikel mehr von diesem Clickbait-Narren lesen.

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  3. Nutzerbild Ines

    Die haben einen echten Vollknall! Ich lasse mir nichts aufzwingen! Auf mein Handy kommen keine digitalen Daten von mir drauf!Bei denen hackt’s wohl und keine Apps von der Kk. Wenn: Dann bitte auch separates Handy kostenlos mit dazu und zwar für alle! Ohne dem, geht hier nix los!

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  4. Nutzerbild Theo

    Ohne mich, liebe Pharmafia

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  5. Nutzerbild Uwe Beyer

    Mal wieder ein typisches Beispiel einer verlogenen und blöden Schlagzeile. „Das Ende der Gesundheitskarte“. Danke, das man wieder tausende ältere Bürger verunsichert wurden, die vielleicht nicht den ganzen Artikel lesen. Das Wichtigste kommt natürlich wieder am Schluss.Und den Stress haben diejenigen, die der älteren Generation dann erklären dürfen, dass sie sich keine Sorgen machen müssen. Ich spreche aus regelmäßiger Erfahrung. Statt nur über Klicks nachzudenken sollten seriöse Journalisten eher überlegen, was sie mit solch absolut wirklichkeitsfremden Schlagzeilen anrichten.

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  6. Nutzerbild Mareike

    Erstmal hier wurde nie von geschrieben das man das machen MUSS wie manche schreiben ich bin auch keiner der jedes mit macht aber dies finde ich nicht schlecht ganz ehrlich sein Handy vergisst denke ich glaube kaum einer die die eins haben aber Portemonnaie irgendwie dan schon mal also Leute jeder kann dies entscheiden selber

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  7. Nutzerbild Mario

    Der totale Unsinn und es wird eh wieder Murks.

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  8. Nutzerbild Meier Isolde

    Es soll ja nur eine Ergänzung sein. Aber was, das mit dem Klima macht: Satelittenschrott im All. Server, welche Strom zum rinterkühlen brauchen und bei kurzzeitigen Stromausfälle oder plötzlich defektes Handy (Akku leer) und kein schneller Ersatz. Also ich bleibe bei der Karte!! Was passiert bei Netzausfall des Handyanbieters, was schließlich kurzfristig auch mal passieren kann bzw. nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Nicht zuletzt der, Datenklau durch Hacker, aber wenn die ungerechterweise mit dieser ID Leistungen bei der Krankenkasse in Rechnung stellen. Man beherrscht es jetzt schon nicht, um Verbrecher dingfest zu machen, welche Transfers oder andere Betrügereien mit Hilfe von KI tätigen. Aber da erhöht man halt die Krankenkassenbeiträge. Die Apps der Krankenkasse sind schon von Nutzen und auch das elektronische Rezept ist eine Erleichterung. Das geht aber bereits schon jetzt und ohne ID.
    Es gibt ohnehin schon sehr viele anstehende Probleme mit der Digitisierung. Das Geld sollte vorrangig in funktionierende Arztpraxen reingesteckt werden! Oder für Hilfe an ältere Bürger. Jetzt ist es teilweise schon so, dass 90-jährige in Kliniken einfach einen Laptop bekommen und Daten eingeben sollen, wenn sie einen Angehörigen einweisen lassen. So etwas ist echt diskriminierend!

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  9. Nutzerbild H. Stein.

    Super Idee. Gesundheitsdaten ins Netz zu stellen.

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  10. Nutzerbild Sebastian

    Natürlich muss man über Menschen, die das nicht nutzen wollen, gleich mit negativem Unterton reden…

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  11. Nutzerbild Tin

    interessant wäre Mal zu wissen wie eine älterere Dame oder Herr das bewerkstelligen soll da meist keine Vernetzung vorhanden ist . Bleiben wir beim Thema Vernetzung.Fast Überall bekommt man immer noch eine Disk mit Patienten Daten.Vernetzung in Arztpraxen ist echt eine Katastrophe.
    Diese Daten sollen schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf der Gesundheitskarte sein.Fehlanzeige .
    Man sollte besser erstmal bestehende Vorgänge verbessern bevor man neue in Gang setzt die dann auch so nicht funktionieren.

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  12. Nutzerbild Martin Bellow

    Ich habe überhaupt kein Smartphone mehr und werde mir auch nie wieder so eine Überwachungswanze zulegen.

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  13. Nutzerbild Koko

    Und was ist wenn man sein Handy verliert ? Übrigens gilt auch beim dämlichen Onlineb anking und Handyzahlung an der Kasse. Alles die gleiche Sch… .

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  14. Nutzerbild brandschädel

    Handy kostenlos dazu .. bin dabei
    Und sonst nix nix… meine Eltern sind 40 u48 geb. wie soll das mit Demenz u ohne Handy gehen. Haben alle in der Politik zu viel Geld u Langeweile.
    Alle die Steuern zahlen u arbeiten sollten was bekommen die anderen ruhen sich auf unseren eingezahlten aus und bekommen alles… Leute da oben denkt mal ein bisschen für Euer Geld nach!!!!!

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  15. Nutzerbild Baumann

    wenn ich kein fähiges Smartphone habe, zahlt mir die Krankenkasse eins???

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  16. Nutzerbild Rudolf

    Ok, finde ich gut wenn unsere Gesundheitsdaten nach USA geteilt werden. Es ist jetzt gefährlich im besten Deutschland aller Zeiten seine Meinung kund zu tun.
    e-pa einfach ablehnen, bis Jahresende noch möglich.

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  17. Nutzerbild Wendt

    Was soll dieser digitale Schwachsinn? Der nächste Wunsch ist die Abschaffung des Bargeldes ! Es geht darum, den Menschen immer umfangreicher zu überwachen!Macht das meinetwegen mit den Grünen, die sind verblödet genug ! Ich bin nicht dabei!

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  18. Nutzerbild Börny

    Digitale Gesundheitskarte, digitaler Führerschein, digitaler Ausweis, was kommt als nächstes?
    Wir werden zum gläsernen Menschen für den Staat und seine Organisationen, für kriminelle die unsere Daten für sich nutzen! Warum kann man bestehendes nicht so lassen wie es ist!

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  19. Nutzerbild Gabriele

    Auf keine Fall kommt bei mir die Krankenkasse auf das Handy. Alles soll digital sein – Blödsinn. Was machen denn unseren Senioren. Jeder denkt nur an die Jugend.

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  20. Nutzerbild Peter

    Ich frage mich nur, was passiert, wenn ich das Gerät einen defekt hat, oder gestohlen wird. Ist ja jetzt schon grenzwertig mit den Banking-Apps.

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  21. Nutzerbild F. Feierabend

    So lange es Hacker gibt sind elektronjsch gespeicherte Daten niemals sicher. Arbeitgeber dürften ein gesteigertes Interesse an den Krankendaten seiner Mitarbeiter haben. In der heutigen Zeit dürften auch Hacker von Firmen eingesetzt werden, um den Gesundheitszustand der Mitarbeiter zu ermitteln, damit der Chef weis, wen er als nächstes die Kündigung ins Haus schickt.

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