Geld sparen im Supermarkt: Stiftung Warentest zeigt 10 Profi-Tricks

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Ob Energie wie Strom und Gas, ob an der Tankstelle oder im Supermarkt: Nahezu alles ist teurer als noch vor einem Jahr kurz vor Weihnachten. Mit ein paar Tricks lässt sich aber auch heute viel Geld sparen. Die Stiftung Warentest zeigt, wie man im Supermarkt Geld sparen kann.
Geld sparen im Supermarkt: Stiftung Warentest zeigt 10 Profi-Tricks
Geld sparen im Supermarkt: Stiftung Warentest zeigt 10 Profi-TricksBildquelle: Franki Chamaki / Unsplash

Den Menschen in Deutschland geht das Geld aus. Der Chef der Sparkasse etwa warnte vor Kurzem bereit und verriet, wie es auf den Konten der Kunden wirklich aussieht. Um es kurz zu machen: nicht gerade rosig. Statt Geld zur Seite legen zu können, müssen viele an die Ersparnisse ran. In Zeiten, in denen vieles deutlich teurer ist, müssen Menschen Geld sparen. Dass das immer noch geht, zeigt die Stiftung Warentest. Sie verrät 10 Tricks, von denen selbst die sparsamsten Supermarkt-Einkäufer nicht alle kennen dürften.

Mit diesen Tricks kannst du im Supermarkt Geld sparen

Den Trick, dass die Waren im Supermarktregal auf Augenhöhe meist teurer sind, als die ein paar Regale darunter, kennen vermutlich die meisten. Auch, dass die Suppe, der Pudding oder das Spülmittel der Eigenmarke von Rewe, Aldi, Lidl und Co. entweder günstiger sind als vergleichbare Markenwaren oder dass zum gleichen Preis mehr drin ist, wissen viele. Doch inzwischen gibt es neben der Inflation auch die sogenannte Shrinkflation – vom eng­lischen shrink für Schrumpfen.

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Händler und Hersteller haben einen Trick, den viele Käufer meist gar nicht bemerken. Sie bieten ein Produkt zum gleichen Preis, aber mit weniger Inhalt an. Die Stiftung Warentest nennt zwei Beispiele. Eine Tüte Chips der Marke Lay`s kostet konstant 1,59 Euro. Statt 175 Gramm sind seit Juni 2022 nur noch 150 Gramm enthalten. Und Lamm­steaks der Aldi-Eigenmarke Jack’s Farm bieten für 6,99 Euro seit Juni nur noch 300 statt 400 Gramm. Die Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass viele geschrumpfte Verpackungen erst gegen Ende des Jahres in den Handel kommen. Deshalb der Tipp: Dinge, die man regelmäßig kauft – etwa Kaffee oder Chips – sollte man im Auge behalten. Sowohl den Preis als auch die Mengenangaben. Denn oft bleibt sogar die Verpackung ähnlich groß, sodass man rein äußerlich nicht erkennt, dass weniger drin ist.

An den Einkaufszettel halten und Geld sparen

Einen Einkaufszettel zu schreiben, ist ohnehin von Vorteil. Man kauft dann nur selten etwas ein, das nicht draufsteht – auch, wenn es einen im Supermarkt anlächelt. So lässt sich Geld sparen. Und wer einen Einkaufszettel hat, sollte sich daran halten, lautet der Tipp der Stiftung Warentest. Findet man etwa das Sonnenblumenöl nicht im Regal, weil es ausverkauft ist, sollte man eher den nächsten Supermarkt ansteuern und es dort kaufen. Denn: Supermärkte wissen, dass man statt zum vergriffenen, billigeren Sonnenblumenöl zu einem anderen Produkt greift, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen und stellen teurere Öle direkt neben das leere Fach.

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Wer Geld sparen will, sollte darüber hinaus keine Produkte kaufen, die Supermärkte bereits mund­gerecht verpackt auf dem Servierteller verkaufen. Dieses klein geschnittene Obst ist zwar praktisch, doch das Zerkleinern lässt sich der Supermarkt gut bezahlen. Eine Wasser­melone etwa kostete im Sommer im Angebot 0,77 Euro pro Kilo, fünf abge­packte Scheiben aus der Cabrio-Theke 2,45 Euro. Wer Obst am Stück kauft und selbst schneidet, ist billiger dran. Hinzu kommt: Frisch aufgeschnittenes Obst schmeckt besser und ist gesünder.

An Kombiständen sind die Preise höher

Den Kombistand im Supermarkt kennt wohl jeder. Hier wird ein Rundumpaket angeboten. Wer hier den Wein entdeckt, der auf seinem Einkaufszettel steht, sollte aber nicht gleich zum Käse oder den Trauben direkt daneben greifen – auch wenn die Kombination passt. Der Tipp der Stiftung Warentest: „Kaufen Sie die benötigten Zutaten besser separat ein: Am Regal ist die Auswahl größer – und der Preis­vergleich leichter.“

Noch mehr Geld sparen lässt sich, wenn man im Supermarkt Lebens­mittel kauft, die nicht mehr lange halt­bar sind. Ob Joghurt oder Käse: Viele Lebens­mittel sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genieß­bar. Wer hier zu Produkten mit Aufklebern, wie „Ich bin noch gut“ oder auch „30 % billiger“ greift, kann ordentlich Geld sparen. Und wer dann noch seine eigene Einkaufstüte mitbringt, muss nicht jedes Mal einen neuen Beutel kaufen.

So tricksen Supermärkte

Um uns mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, haben Supermärkte im Laufe der Zeit so manchen Trick entwickelt. Wusstest du etwa, dass man mehr einkauft und Geld ausgibt, wenn man statt einem normalen einen der neuen Einkaufs­wagen mit Parallelgriffen vor sich her schiebt? Forscher der Uni Inns­bruck haben herausgefunden, dass Kunden dadurch 25 Prozent mehr Geld ausgeben. Der Grund: Beim Schieben des Stan­dard­wagens wirkt der Trizeps, er werde mit „von sich wegschiebender Abneigung“ assoziiert. Nun aber schiebt der Bizeps. Er stehe für „Annäherung und Konsum“.

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Zudem ist es kein Zufall, dass die Milch erst im letzten Gang im Einkaufswagen landet. Mit frisch gebackenen Brötchen am Eingang und anderen Tricks wollen Supermärkte es einem so gemütlich wie möglich machen. Du sollst dich wohlfühlen und schön langsam durch die Gänge gehen. Vorbei an allen Produkten, die der Supermarkt anbietet, bis man schließlich zur Milch kommt. So landen mehr und mehr Produkte im Einkaufswagen und Geld sparen lässt sich so freilich nicht.

Mit diesen einfachen Tricks lässt ich noch mehr Geld sparen

Die eigene Einkaufstasche statt der teuren Supertüte und die Einkaufsliste nannten wir bereits. Doch es lässt sich noch mehr Geld sparen. So sollte man möglich satt einkaufen gehen. Denn hungriges Einkaufen fördert Spontankäufe. Zudem solle man eher einmal viel statt täglich wenig einkaufen gehen. Denn: Ein größerer Wochen­einkauf ist oft güns­tiger als viele kleine Besorgungen. Schnäppchen lassen sich auch kurz vor Ladenschluss auf Wochenmärkten machen. Um die Waren nicht wieder mitnehmen zu müssen, wird Obst und Gemüse hier oft verschleudert.

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1 KOMMENTAR

  1. Karl

    Für mich nichts neues in dem Artikel, aber ich finde es gut, dass ihr darüber schreibt. Wer die Zeit hat, sollte schon im Vorfeld den Bedarf mit den Angebotsflyern vergleichen und dann gezielt das Gewünschte dort einkaufen, wo es im Angebot ist, aber Vorsicht, nicht immer ist das präsentierte Angebot wirklich günstig, es gibt dazu auch wunderbare Vergleichsseiten im Netz.

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