Schlechte Nachrichten: Elektroautos werden deutlich teurer

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Elektroautos sind alles andere als günstig. Insbesondere, da sie entsprechende Gebrauchtfahrzeuge aktuell noch Mangelware sind. Künftig wird der Preis jedoch weiter steigen – und zwar um mehrere tausend Euro. Plug-In-Hybride werden derweil noch teurer. Das ist der Grund.
E-Autos Subventionen
Der Kaufpreis von Elektroautos steigtBildquelle: nepool / Shutterstock.com

E-Autos werden immer populärer. Ihre Reichweite steigt und die Ladeinfrastruktur wird kontinuierlich ausgebaut. Dennoch nehmen Verbrenner nach wie vor einen Großteil des Markts ein. Um elektrische Fahrzeuge für Verbraucher attraktiver zu machen, wurden diese bisher mit einem Umweltbonus und einer Innovationsprämie gefördert. Daraus ergab sich eine Subventionssumme von bis zu 9.000 Euro für vollelektrische Fahrzeuge und bis zu 6.750 Euro für sogenannte Plug-In-Hybride. Bei letzteren handelt es sich um teilelektrische Automobile, die sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch über einen elektrischen Antrieb verfügen. Doch nun sollen die Kaufprämien gesenkt oder gar komplett gestrichen werden.

Ampel-Parteien haben sich geeinigt – das erwartet E-Auto-Käufer

Dass die Kaufprämie nicht ewig bleiben wird, war von Anfang an klar. Doch wie mit dieser künftig zu verfahren ist, stellte in der Koalition bisher eine Streitfrage in der Ampel-Koalition dar. Während Finanzminister Christian Lindner (FDP) die Förderung für Elektroautos komplett streichen wollte, hielten die Grünen stoisch dagegen. Nun wurde eine Einigung erzielt, wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfahren haben will. Demnach soll die Förderung für ein E-Auto mit einem Kaufpreis von bis zu 40.000 Euro von derzeit 6.000 Euro (Bundesanteil) auf künftig 4.500 Euro sinken. Elektrofahrzeuge, die bis zu 65.000 Euro kosten, wurden bisher mit 5.000 Euro gefördert, werden künftig jedoch mit 3.000 Euro subventioniert. Forderungen für Fahrzeuge jenseits der 65.000 Euro-Marke sind nach wie vor nicht vorgesehen.

Im Laufe des Jahres 2023 soll die Förderschwelle auf den Nettolistenpreis von 45.000 Euro sinken. Preisgünstige Fahrzeuge werden dann mit 3.000 Euro subventioniert, während die Subventionierung für Dienst- oder Handwerkerfahrzeuge gänzlich wegfällt; lediglich die Steuervorteile bleiben. Und das Gleiche gilt auch für die Förderung von Plug-In-Hybriden. Zu guter Letzt wurde die Fördersumme nun auf insgesamt 2,5 Milliarden Euro gedeckelt. Ist diese Grenze erreicht, werden die Zuschüsse eingestellt.

Bildquellen

  • E-Auto ist dem Untergang geweiht: Einer der größten Autobauer warnt vor Zusammenbruch: Jacek Dylag / Unsplash
  • Der Kaufpreis von Elektroautos steigt: nepool / Shutterstock.com

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