Elektroauto bei Rewe und Penny laden: Jetzt nimmt der Ausbau Fahrt auf

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An Filialen von Rewe und Penny sollen in den kommenden Jahren Tausende zusätzliche Ladesäulen für Elektroautos entstehen. Teilweise sogar Schnellladesäulen mit einer Leistung von mehr als 300 kW. Sowohl EnBW als auch Shell arbeiten mit der Rewe Group zusammen.
Schnellladesäule von EnBW steht auf einem Parkplatz von Rewe.
EnBW errichtet Tausende Ladepunkte bei Rewe und Penny.Bildquelle: EnBW

Von kaum einem Anbieter werden so umfangreiche Ausbaupläne zu neuen Schnellladesäulen für Elektroautos bekannt wie von EnBW. Das Energieversorgungsunternehmen aus Karlsruhe baut nicht nur in Eigenregie entlang von Autobahnen hochmoderne Schnellladeparks (etwa am Kamener Kreuz), sondern sucht sich auch namhafte Partner in Innenstadtlagen. Erst im September wurde bekannt, dass bis 2023 an bundesweit 106 Standorten der Baumarkt-Kette Bauhaus auf den angeschlossenen Parkflächen eine moderne Schnellladeinfrastruktur entstehen soll. Und jetzt konnte EnBW auch den Lebensmitteleinzelhändler Rewe für sich gewinnen. Allerdings nicht exklusiv. Denn auch Shell mischt fleißig mit.

Rewe Group baut E-Ladepunkte an Penny- und Rewe-Märkten

Bis Ende 2024 sollen insgesamt an mindestens 400 ausgewählten Eigenobjekten (Rewe und Penny) und zusätzlichen Mietobjekten bis zu 2.000 Schnellladepunkte entstehen. Im gleichen Zeitraum strebt die Rewe Group an, bestehende Mietobjekte sowie Neubauten mit bis zu 4.000 weiteren Ladepunkten auszustatten. Dabei wird es sich dann nach aktuellem Stand der Dinge aber um langsamere AC-Ladesäulen handeln. Aktuell sind bereits an 130 Märkten der Rewe Group in Deutschland Ladepunkte für Elektroautos zu finden. Mit den bestehenden Ladepunkten würde das Unternehmen aus Köln bis Ende 2024 nach aktuellem Stand der Dinge weit mehr als 6.000 Ladepunkte in Deutschland anbieten können.

EnBW-Manager Timo Sillover sagt: „Wir wollen Elektromobilität einfach in den Alltag unserer Kunden integrieren. Nirgendwo zeigt sich das besser als beim Einkaufen. Ich fahre auf den Supermarktparkplatz und schließe mein Auto am Schnelllader an. Nach einem kurzen Einkauf von 20 bis 30 Minuten komme ich zurück zu meinem aufgeladenen Fahrzeug.“ Das Laden auf Parkplätzen des Einzelhandels ist hauptsächlich für Menschen interessant, dir ihr E-Auto nicht zu Hause an einer Wallbox oder bei der Arbeit mit neuer Energie versorgen können.

EnBW will noch in diesem Jahr mit der Planung für die Errichtung von Schnellladesäulen an rund 100 Standorten von Rewe und Penny beginnen. Dadurch werden diese Standorte schon im Jahr 2022 an das Ladenetz von EnBW angeschlossen. Ziel ist es, die jeweiligen Standorte mit bis zu zwölf Schnellladepunkten auszustatten. Dazu gehören auch sogenannte High-Power-Charger (HPC). Sie bieten eine Leistung von bis zu 300 Kilowatt (kW).

Auch Shell errichtet Ladesäulen

Sogar noch etwas leistungsfähiger sind jene Schnellladepunkte, die in den kommenden Jahren Shell an einzelnen Märkten von Rewe und Penny errichtet. Sie bringen eine Ladeleistung von bis zu 360 kW mit, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Der Plan von Rewe Group und Shell sieht vor, an rund 400 Märkten bis zu sechs Schnellladepunkte zu errichten. Sowohl Shell als auch EnBW setzen dabei auf eine Aufladung mit Ökostrom.

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