Im Jahr 2025 wechselten 6,7 Mio. Haushalte ihren Strom- und 2,1 Mio. ihren Gaslieferanten. Laut Bundesnetzagentur sparten sie auf diese Weise rund 406 Mio. Euro ein. Das mag nach viel klingen, doch in Deutschland gibt es insgesamt 41,1 Mio. Hauptwohnsitzhaushalte. Heißt: Die meisten Bürger bleiben bei ihren Strom- und Gaslieferanten. Dabei wäre das der vermutlich größte Hebel, wenn es um das Sparen von Energiekosten geht. Einen Fehler dürfen Wechsler dabei allerdings nicht machen.
Treue lohnt sich oft nicht mehr
Wer glaubt, als Bestandskunde einen besseren Stand bei großen Energieversorgern zu haben, der täuscht sich. Während Neukunden mit überzeugenden Rabatten und Boni rechnen können, werden Bestandskunden in aller Regel stiefmütterlich behandelt. Der Grund hierfür ist simpel: Natürlich wissen die Anbieter von der Trägheit ihrer Kunden. Und so gehen sie stillschweigend davon aus, dass ein Großteil einfach aus Bequemlichkeit oder eben aus Treue bei ihnen verbleiben wird. Selbst dann, wenn die Kosten von Jahr zu Jahr steigen.
Aus diesem Grund empfehlen nicht nur Organisationen wie Finanztip, sondern auch Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, regelmäßig zu wechseln: „Der Wechsel des Energielieferanten ist für Kundinnen und Kunden eine attraktive Möglichkeit, um ihre Kosten zu senken.“ Dabei gilt es jedoch, einige Aspekte zu beachten und Fallstricke zu umschiffen.
So wechselt man richtig
Der Wechsel von Strom- und Gastarifen läuft grundsätzlich schneller und leichter ab, als viele denken. Wir empfehlen, dazu eines von vielen Vergleichsportalen wie etwa Check24 oder Verivox zu nutzen. Hier trägt man dann bestenfalls seinen tatsächlichen Strom- oder Gasverbrauch ein – und schon bekommt man einen Überblick über die monatlichen oder jährlichen Kosten und kann nach den beliebtesten oder günstigsten Anbietern sortieren.
Einen Aspekt darf man dabei jedoch nicht aus den Augen lassen: die Boni. Denn durch den Wegfall der Boni können die Kosten im zweiten Jahr deutlich ansteigen. Stiftung Warentest ging 2021 von einem Preissprung um bis zu 40 Prozent aus. Ein weiterer Grund also, wieso man die Strom- und Gaslieferanten regelmäßig wechseln sollte. Wer sich absichern möchte, sollte zudem nur Tarife mit einem Sofortbonus in Betracht ziehen. Diese werden als Einmalzahlung oder anteilig auf den Arbeitspreis verrechnet. Deshalb entfällt das Risiko, dass man nach Ablauf von 12 Monaten um seinen Bonus kämpfen muss.
Ein großer Fehler, den viele machen
Die sogenannte Preisgarantie stellt einen wesentlichen Aspekt bei der Wahl eines Strom- oder Gastarifs dar. Denn getreu ihrem Namen garantiert sie, dass der Preis oder Teile davon für einen bestimmten Zeitraum (meist 12 Monate) unverändert bleiben. Leider wird dieser Aspekt oftmals übersehen. Dann haben Betroffene die Wahl: Entweder sie akzeptieren einen teils deutlich höheren Preis. Oder aber sie machen von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und müssen sich schon wieder um einen Wechsel bemühen. Deshalb empfiehlt es sich, die Preisgarantie im Wechselportal auszuwählen. Bleibt nur die Frage: welche?
Preisgarantie ist nicht gleich Preisgarantie. Es gibt sie in verschiedenen Ausprägungsstufen. Eine vollständige Preisgarantie deckt in der Regel den Energiepreis, die Netzentgelte und Abgaben sowie Umlagen ab. Lediglich die Steuern können den Preis hier in die Höhe treiben lassen. Bei einer eingeschränkten Preisgarantie können neben den Steuern auch Abgaben und Umlagen den Preis beeinflussen. Während die schwächste Form der Preisgarantie lediglich den Energiepreis einfriert.
Wer keine negativen Überraschungen erleben möchte, dem empfehlen wir, zumindest die Energiepreisgarantie, besser die maximale Preisgarantie, im Preisvergleichsportal auszuwählen. Mit einer Laufzeit, die der Vertragslaufzeit entspricht. Möchtest du deine Energiekosten zudem auch abseits vom Tarifwechsel weiter optimieren, so bietet folgender Artikel einen weiteren praktischen Tipp:
Du möchtest herausfinden, wie viel du mit einem neuen Strom- oder Gasvertrag sparen könntest? Über diese Preisevergleiche kannst du verschieden Anbieter vergleichen und nach alternativen Angeboten umsehen:
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