Deutsche Telekom überrascht mit fettem Kundenplus

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Wachstum (fast) ohne Ende bei der Deutschen Telekom. Das Mobilfunkgeschäft floriert nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Es gibt aber auch Schattenseiten, die den aktuellen Quartalszahlen zu entnehmen sind. Wir zeigen sie dir.
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Die Deutsche Telekom wächst weiter.Bildquelle: ShutterStock.com / Alexander Fedosov

Während Telefónica O2 in Deutschland den Verlust von Millionen Kunden verkraften muss und Vodafone hierzulande nur auf kleiner Flamme wachsen konnte, darf sich die Deutsche Telekom über einen starken Zulauf freuen. Allein im vierten Quartal vergangenen Jahres legte die Zahl der in Deutschland betreuten Mobilfunkkunden um satte 1,68 Millionen zu. Zum Stichtag Ende vergangenen Jahres standen somit 74,49 Millionen aktive SIM-Karten in den Bilanzen des Konzerns. Die Zahl der Vertragskunden legte um 326.000 auf 27,74 Millionen zu, jene der Prepaid-Kunden um 1,35 Millionen auf 46,75 Millionen. Im gesamten vergangenen Jahr legte der Bestand an Vertragskunden um 1,21 Millionen zu, während sich die Zahl der aktiven SIM-Karten im Prepaid-Segment um 4,73 Millionen erhöhte. Das lag primär an M2M-Karten, die in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen.

Deutsche Telekom: Weniger Festnetz- und DSL-Kunden

Weniger erfolgreich: das Festnetzgeschäft in Deutschland. Hier verlor die Deutsche Telekom im vergangenen Quartal 83.000 Kunden, auf Jahresbasis sogar 359.000 Anschlüsse. Zuletzt standen entsprechend noch 16,80 Millionen Festnetzzugänge in den Bilanzen. Dazu kommen 15,10 Millionen Breitbandanschlüsse, von denen rund 55 Prozent einen Tarif mit 100 Mbit/s und mehr nutzen. Die Zahl der Breitbandzugänge kletterte zwar im Weihnachtsquartal um 2.000, verringerte sich aber im Gesamtjahr 2025 um 49.000. Auch die Zahl der sogenannten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL), die Telekom-Wettbewerber für die Schaltung von klassischen DSL-Leitungen anmieten können, verringerte sich weiter. Im gesamten vergangenen Jahr um 346.000 auf nur noch 1,54 Millionen. Deutlich besser lief es mit der Vermarktung von IPTV-Anschlüssen (Magenta TV), deren Zahl im vergangenen Jahr um 109.000 auf 4,75 Millionen zulegte. Immer mehr Menschen nutzen also das Internet, um darüber ihr TV-Signal zu empfangen.

Abseits der hiesigen Landesgrenzen sticht besonders das Geschäft in den USA heraus. Bei T-Mobile US konnte die Telekom ein Wachstum auf 142,39 Millionen Kunden verzeichnen. Auf Jahresbasis legte die Kundenzahl um beachtliche 12,86 Millionen zu. Ganz anders in Europa. Abseits des deutschen Heimatmarktes verlor die Telekom viele Kunden. Der Bestand sackte im Mobilfunk um 2,55 Millionen auf 47,17 Millionen ab. Das lag primär am Verkauf des rumänischen Mobilfunkgeschäfts zum 1. Oktober vergangenen Jahres. Ohne diesen Effekt wäre ein Wachstum um 2,1 Prozent zu verzeichnen gewesen, so die Telekom. Auch im Festnetz war die Kundenentwicklung aber mit einem Minus von 53.000 auf 8,02 Millionen negativ. Besser lief es mit Breitbandzugängen (+222.000 auf 7,40 Millionen) und TV-Anschlüssen (+59.000 auf 4,47 Millionen).

Mehr Umsatz, weniger Mitarbeiter

Finanziell hat die Telekom das vierte Quartal mit einem Umsatzanstieg in Höhe von 2,5 Prozent auf 31,72 Milliarden Euro abgeschlossen. Auf Jahresbasis war sogar ein Wachstum von 2,9 Prozent auf 119,08 Milliarden Euro zu verzeichnen. Davon entfielen 78 Prozent auf Umsätze, die im Ausland in die Kassen flossen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (EBITDA AL) verbesserte sich um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro. Der Gewinn brach hingegen um 14,3 Prozent auf 9,61 Milliarden Euro ein.

„Wir haben unsere Netzführerschaft ausgebaut, verbessern unser Geschäft in allen Bereichen durch den konsequenten Einsatz künstlicher Intelligenz und setzen so unseren Erfolgskurs fort“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.“ Während die Zahl der Mitarbeiter auf Konzernbasis im vergangenen Jahr weitestgehend unverändert blieb (-0,1 Prozent), ging sie in Deutschland um 5,1 Prozent auf 70.751 zurück. Für das laufende Jahr erwartet die Telekom weiteres Wachstum. Das EBITDA AL soll um rund 7 Prozent auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen.

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