Coronavirus zwingt Deutsche Bahn zu drastischer Maßnahme

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Der verschärfte Lockdown in Deutschland hat wieder Auswirkungen auf das Angebot der Deutschen Bahn. Von Donnerstag an rollen weniger Züge als du es bisher gewohnt bist. Ein Grundtakt soll aber bestehen bleiben.
Bahn Abfahrt
ICE werden auch während des verschärften Lockdowns fahren - aber weniger als bisher.Bildquelle: Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann

Mehr als 1.000 neue CoVID-19-Todesfälle in Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut am heutigen Mittwoch. Das ist ein neuer, trauriger Rekord. Damit sind bereits mehr als 36.500 Menschen in Deutschland an oder mit dem Coronavirus gestorben. Noch mindestens bis Ende Januar gelten auch deswegen verschärfte Lockdown-Bedingungen. Private Zusammenkünfte sind im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands nur noch mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Personen gestattet. Das ist aber noch längst nicht alles.

Bahn schränkt ihr Angebot ein

Für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 – aktuell zum Beispiel in den Landkreisen Meißen, Leipzig, Passau und Gießen gemessen – wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt. Reisen über diese 15-km-Grenze sind nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Damit will die Bundesregierung vor allem touristische Reisen (in Schneegebiete) unterbinden. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe in Form einer Geldbuße rechnen. Auswirkungen haben die verschärften Auflagen der Bundesregierung jetzt aber auch auf den Bahnverkehr. Es rollen weniger Züge.

Ab Donnerstag (7. Januar) wird die Bahn ihren Fahrgästen bis auf Weiteres nur noch rund 85 Prozent des normalen Sitzplatzangebotes zur Verfügung stellten, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Bedeutet im Klartext, dass zum Beispiel Verstärkerzüge komplett ausfallen oder bei ICE-Zügen von einer Doppel- auf eine Einzel-Traktion umgestellt wird. Sie fahren dann also gegebenenfalls nur noch mit einem Zugteil statt mit zwei Teilen. Ein Grundtakt bleibe aber bestehen, heißt es von der Bahn. Denn Personen, die nach wie vor unterwegs sein müssen, sollen ein zuverlässiges Verkehrsangebot mit ausreichend Kapazität für Abstand an Bord der Züge nutzen können.

Ausfälle bei internationalen Verbindungen möglich

Mit Einschränkungen musst du auch im internationalen Zugverkehr rechnen. In Absprache mit den europäischen Partnerbahnen könne es jederzeit es zu einem reduzierten Angebot im grenzüberschreitenden Verkehr kommen. Hier solltest du stets die aktuellen Verkehrsmeldungen auf der Homepage der Deutschen Bahn im Blick behalten. Oder deine möglicherweise schon gebuchte Reiseverbindung in der App DB Navigator prüfen.

Im Nahverkehr sind zumindest für Pendler keine Einschränkungen zu befürchten. Der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, sagte am Dienstag: „Die ÖPNV-Unternehmen wollen auch bei eingeschränktem Bewegungsradius für Bürger das volle Angebot zumindest in Stoßzeiten aufrechterhalten. Vor allem für diejenigen, die mobil sein und zwingend zur Arbeit müssen.“ Morgens und nachmittags sollten alle Busse und Bahnen also so fahren wie gewohnt. Mittags und abends sind einzelne Ausfälle aber durchaus möglich.

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