Betrug mit Corona-Impfstoff: So schützt du dich

2 Minuten
Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer gilt derzeit als die große Hoffnung in der Pandemie. Doch Betrüger nutzen diesen Impfstoff und dessen Zulassung schon, um genau denjenigen zu schaden, die den Impfstoff am dringensten benötigen.
Spritzen
Bildquelle: Pixabay

Wie die Polizei aus Bonn mitteilt, haben Betrüger versucht, eine 64-Jährige um 6.000 Euro zu erleichtern. Sie boten der Seniorin ein „erstes Corona-Impfstoffpaket“ per Telefon an. Doch für die Betrüger ging die Aktion nach hinten los. Denn die Angerufene erkannte die Betrugsabsicht sofort. Doch sie ließ sich auf das Angebot zum Schein ein und alarmierte die Polizei. Die Polizisten trafen kurze Zeit später ein und warteten nun gemeinsam mit der 64-Jährigen auf den von den Betrügern angekündigten „Geldabholer“. Den Impfstoff sollte sie zu einem späteren Zeitpunkt mit der Post bekommen.

–> Alle Informationen zur Pandemie

Als der Geldabholer bei der Seniorin klingelte, bat sie ihn in die Wohnung. Dort wurde der überraschte Betrüger dann nach Darstellung der Polizei von den Polizisten empfangen und vorläufig festgenommen. Der 51-Jährige wurde in Gewahrsam genommen. Der Bonner Polizei wurden seit Wochenbeginn insgesamt acht gleichgelagerte Betrugsversuche bekannt.

Schutz vor Betrug am Telefon

Es ist zu erwarten, dass in der nächsten Zeit noch mehr ähnlich gelagerte Betrugsversuche unternommen werden. Du solltest daher insbesondere deine Eltern und Großeltern dafür sensibilisieren. Dabei ist denkbar, dass nicht nur mit dem Impfstoff, sondern später auch mit möglichen Terminen Schindluder getrieben wird.

  • Den Corona-Impfstoff kannst du nicht kaufen. Weder per Telefon, noch an der Haustür oder im Internet. Erst recht nicht für mehrere tausend Euro.
  • Die echte Impfung wird für die Bürger kostenlos sein. Weder für das Impfen noch für den Impfstoff musst du bezahlen.
  • In den nächsten Tagen werden zunächst ausschließlich ältere Menschen in Altenheimen geimpft. Erst später gehen Impfzentren in Betrieb, für die du Termine ausmachen musst. Auch diese Termine und die Terminvereinbarung wird kostenlos sein.
  • Telefonnummern für diese Termine werden nicht mit 0900, 0137 oder 00 beginnen, sondern vermutlich eine lokale Festnetznummer, möglicherweise aber auch die 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung sein. Details stehen noch nicht fest.
  • Wird dir oder deiner Familie Impfstoff per Telefon angeboten, so ruf die Polizei.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen

VERWANDTE ARTIKEL