Apple schmeißt Intel raus: Das ist der Plan

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Bereits im vergangenen Herbst begann Apple damit, sich von den altbekannten Intel-Chips zu verabschieden. Stattdessen kommen eigene Prozessoren – der Apple M1 – im Mac zum Einsatz. Nun gibt es neue Berichte, wie die technischen Details der zukünftigen Modelle aussehen sollen.
Person mit Apple MacBook Pro
Apples MacBook Pro mit M1-ChipBildquelle: Apple

Intel hat ausgedient, jedenfalls bei Apple. Statt der seit vielen Jahren zum Einsatz kommenden Prozessoren des Chip-Giganten setzt man auch im Mac seit vergangenem Herbst auf selbst designte Lösungen. Bislang wurden aber nur MacBook Air und einige Modelle des MacBook Pro, Mac mini und iMac aktualisiert. Wie es mit dem Rest der Produktpalette weitergehen sollen, berichtet nun der in der Regel gut informierte Mark Gurman von Bloomberg.

MacBook Pro: High-End-Modelle mit 14- und 16-Zoll-Display

So könnten etwa bereits im kommenden Sommer überarbeitete High-End-Modelle des MacBook Pro erscheinen. Diese neuen Macs sollen im 14- und 16-Zoll-Format erhältlich sein und von Apples Designern ein neues Äußeres spendiert bekommen. Wie sie aussehen könnten, zeigten interne Dokumente, die vor einigen Wochen den Weg ans Tageslicht fanden. Gurman wiederholt in seinem Bericht die Hinweise, laut denen MagSafe, HDMI und SD-Kartenleser ihren Weg zurück in den portablen Mac finden sollen.

Für das Innere des neuen MacBook Pro plant Apple angeblich zwei verschiedene Prozessoren mit den Codenamen „Jade C-Chop“ und „Jade C-Die“. Zur Erinnerung: Im aktuellen M1-Chip arbeiten acht Kerne, vier High-Performance-Kerne und vier stromsparende Kerne. Im neuen Chip sollen es acht beziehungsweise zwei dieser Kerne sein. Der Unterschied zwischen den neuen Varianten wird laut Gurman bei der Grafiklösung zu finden sein. Diese soll mit 16 oder 32 Kernen angeboten werden. Im M1-Chip, der in aktuellen Mac-Modellen von Apple zum Einsatz kommt, sind es nur 7 oder 8 Grafikkerne.

Gute Nachrichten hat Gurman auch zum Speicherausbau der neuen Chips in Erfahrung bringen können. So sollen in den neuen Macs von Apple statt der bislang maximal 16 GB RAM bis zu 64 GB möglich sein. Für den Anschluss externer Geräte soll der neue Prozessor auch mehr Thunderbolt-Ports anbieten; bislang sind es maximal zwei.

Neues für Mac mini, Mac Pro und iMac

Auch bei den Desktop-Macs hat Apple noch einige Modelle im Angebot, die bislang noch mit Intel-Chips ausgestattet sind. So verkauft Apple weiterhin ein High-End-Modell des Mac mini mit Intel-CPU. Dieser soll ebenfalls durch eine Variante mit dem oben beschriebenen Apple-Prozessor ersetzt werden. Statt zwei Thunderbolt-Anschlüssen beim aktuellen M1-Mac-mini sollen hier dann vier Ports zur Verfügung stehen. Angaben zum Zeitplan macht Gurman hier nicht.

Der Nachfolger des Mac Pro mit Intel-Chip sei hingegen für das nächste Jahr geplant. Hier sollen Kunden die Auswahl zwischen zwei CPUs („Jade 2C-Die“ und „Jade 4C-Die“) haben, die doppelt oder viermal so schnell sein sollen wie der neue Prozessor für das High-End-Modell des MacBook Pro.

Diese Prozessoren sollen über insgesamt 20 (16+4) oder 40 (32+8) Kerne verfügen. Die Grafiklösung soll 64 oder 128 Kerne bieten. Apple soll bereits seit einigen Monaten an diesem neuen Mac Pro arbeiten. Das Design soll dem aktuellen Tower-Modell ähneln, allerdings in geschrumpfter Form.

Der neue iMac kommt in 7 bunten Farben daher
Der neue iMac kommt in 7 bunten Farben daher

Des Weiteren arbeiten Apples Ingenieure auch an einem neuen iMac mit großem Display. Derzeit verkauft Apple den neue 24-Zoll-iMac mit M1-Chip und eine 27-Zoll-Variante mit Intel-Prozessor. Letzterer soll in Zukunft ebenfalls durch ein neues Modell ersetzt werden. Apple soll die Entwicklung aber vor einigen Monaten pausiert haben, um sich auf die Vorstellung des 24-Zöllers zu konzentrieren.

MacBook Air: Update möglicherweise bereits Ende 2021

Auf dem Zeitplan steht ebenfalls bereits ein weiteres Update des MacBook Air, welches derzeit für Ende 2021 geplant ist. Im Inneren soll der direkte Nachfolger des M1-Chip arbeiten. Die Zahl der CPU-Kerne soll sich nicht ändern, sie sollen aber performanter sein. Die Zahl der GPU-Kerne soll von sieben oder acht auf neun oder zehn steigen. Das Low-End-Modell des MacBook Pro soll denselben Chip erhalten.

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