Kommende Woche startet in Barcelona wieder der Mobile World Congress. Traditionell ein Termin, an dem Fritz! (ehemals AVM) neue Produkte vorstellt. So auch dieses Jahr: Dabei ist der FRITZ!Repeater 6700 Pro die auffälligste WLAN-Neuheit. Fritz spricht von einem Quadband-Repeater, der vier Funkbereiche parallel nutzen kann: 6 GHz, 2,4 GHz und gleich zweimal 5 GHz. Gerade die zwei separaten 5-GHz-Module sind ein Punkt, der im Alltag helfen kann, wenn viele Geräte gleichzeitig funken und ein einzelnes Band schnell überläuft.
18 GBit/s sind ein theoretischer Maximalwert
Dazu kommt die kabelgebundene Seite, die bei schnellen Repeatern oft der limitierende Faktor ist. Nicht so bei der Neuvorstellung. Der 6700 Pro hat einen 10-GBit/s-LAN-Port und zusätzlich einen 2,5-GBit/s-LAN-Port. Das ist vor allem dann relevant, wenn du den Repeater per LAN als Access Point betreiben willst oder wenn du Geräte per Kabel am Repeater anschließt. Fritz bewirbt ihn außerdem ausdrücklich als Mesh-Repeater, der sich auch an Routern anderer Hersteller nutzen lässt – etwa per WPS, inklusive Übernahme von WLAN-Name und Passwort.

Die bis zu 18 GBit/s ergeben sich aus der Summe der maximalen Datenraten über alle Funkbänder. Fritz nennt dafür bis zu 5.760 MBit/s auf 6 GHz, bis zu 5.760 MBit/s auf jedem der beiden 5-GHz-Bänder und bis zu 688 MBit/s auf 2,4 GHz. Das ist eine typische Marketingzahl: Sie beschreibt nicht, was ein einzelnes Smartphone „durchgehend“ bekommt, sondern was das System unter Idealbedingungen insgesamt abbilden könnte. Zudem ist es die Brutto-Datenrate. Der sogenannte Overhead ist bei WLAN sehr hoch. In der Praxis kannst du dennoch davon ausgehen, dass der Repeater unter Idealbedingungen nahezu 10 Gbit/s nutzbare Datenrate per WLAN übertragen kann.
Nur eine Fritz!Box mit 6 GHz!
Wirklich profitieren kannst du vor allem, wenn deine Endgeräte Wi-Fi 7 beherrschen – und wenn sie das 6-GHz-Band nutzen können. Das ist zwar bei noch nicht vielen Geräten der Fall, doch es werden mehr. Idealerweise unterstützt auch deine Fritz!Box bereits das neue Frequenzband. Das ist allerdings aktuell nur bei der Fritz!Box 5690 Pro der Fall, einer Fritz!Box für Glasfaser und DSL.
Gleichzeitig gilt: 6 GHz ist in Wohnungen oft empfindlicher bei Reichweite und Wänden als 2,4 GHz. Und selbst wenn das Funknetz sehr schnell ist, muss der Weg ins restliche Netzwerk passen: Ohne passende LAN-Anbindung oder wenn der Uplink nur per Funk weitergereicht wird, wird der Flaschenhals schnell woanders entstehen. Es bringt also wenig, sich diese Repeater zu kaufen, wenn die sonstige Technik nicht mitspielt. Es sei denn, du planst, auch diese mittelfristig auszutauschen.
Daten
| LAN-Anschlüsse (10 Gigabit/s) | 1 |
| LAN-Anschlüsse (2,5 Gigabit/s) | 1 |
| LAN-Anschlüsse (Gigabit/s) | nein |
| Frequenz |
|
| WLAN-Standard | IEEE 802.11be (WiFi 7) |
| WLAN-Datenrate (brutto) | 18.000 Mbit |
FRITZ!WLAN Stick 6700 bringt Wi-Fi 7 an Windows-PCs
Parallel zeigt Fritz den FRITZ!WLAN Stick 6700. Der Stick ist als einfaches Upgrade für Notebook und PC gedacht und unterstützt Wi-Fi 7 auf 6 GHz, 5 GHz und 2,4 GHz. Fritz nennt bis zu 2.880 MBit/s auf 5 und 6 GHz sowie bis zu 688 MBit/s auf 2,4 GHz. Laut Hersteller ist der Stick für Windows 11 und Windows 10 ausgelegt und soll sich per WPS schnell an praktisch jedem Router anmelden lassen.
Das ist eine pragmatische Lösung für PCs, die noch auf älterem WLAN hängen – aber auch hier gilt: Ein Stick macht aus einem schlechten WLAN kein gutes WLAN. Seine Stärke spielt er dann aus, wenn dein Router oder Access Point ohnehin ein schnelles, stabiles Wi-Fi-7-Netz anbietet und du am PC nur das passende Funkmodul nachrüstest.
Was Fritz noch offen lässt
Zu Preisen und einem konkreten Verkaufsstart nennt Fritz wie üblich bei Neuvorstellungen keine Details. Gerade beim FRITZ!Repeater 6700 Pro wird das aber entscheidend sein: Quadband-Wi-Fi-7 plus 10-GBit/s-LAN zielt klar auf Enthusiasten und anspruchsvolle Setups – und die landen erfahrungsgemäß nicht in der Budget-Schublade. Der Fritz!Repeater 6000 liegt als hochpreisigster Repeater aktuell bei 215 Euro UVP. Es ist nicht zu erwarten, dass der neue 6700 Pro günstiger sein wird.
Fritz! stellt auf dem MWC außerdem neue Fritz!Boxen vor. Über diese werden wir in Kürze in einer weiteren Meldung berichten.

Sehr gute Idee.