Alte FritzBox ohne Updates: Diese Nachfolger gibt's schon ab 150 Euro

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Zehn FritzBox-Modelle haben ihre Update-Zusage verloren, darunter der Dauerbrenner FritzBox 7490. Zeit, über einen neuen Router nachzudenken. Wir zeigen dir, welcher Nachfolger zu deinem Anschluss passt.
FRITZ!Box 4630 steht auf einem Tisch
FRITZ!Box 4630Bildquelle: Fritz!

Warum einen neuen Router kaufen, wenn der alte noch funktioniert? Grundsätzlich ist diese Überlegung richtig. Doch zwei Dinge sprechen dafür, insbesondere bei diesen alten Routern, einen Austausch vorzunehmen. Denn wenn sie keine Updates mehr bekommen und es gibt eine neue Sicherheitslücke, dann bleibt sie auf diesen Boxen irgendwann offen. Zudem hat die Technik gerade bei WLAN einen gewaltigen Sprung gemacht, seit die Router auf den Markt gekommen sind: Die 7490 funkt noch mit Wi-Fi 5, aktuelle Modelle mit Wi-Fi 7. Das ist schneller und stabiler.

Vier Fragen vor dem Kauf

Welcher Anschluss liegt bei dir? Danach richtet sich das Modem in der Box. DSL, Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk. Eine Ausnahme gibt es: Hängt an der Wand schon ein eigenes Glasfaser-Modem, ein sogenanntes ONT, brauchst du keine Glasfaser-FritzBox. Dann reicht ein günstigeres Modell ohne Modem. Alternativ nimmst du eine DSL-FritzBox und versorgst sie über ihren WAN-Port mit Internet. Praktisch, wenn du heute noch DSL hast und die Box beim Umstieg auf Glasfaser behalten willst.

Wi-Fi 6 oder Wi-Fi 7? Wi-Fi 7 ist der neueste WLAN-Standard. Es nutzt mehrere Funkbänder gleichzeitig und bleibt stabiler, wenn viele Geräte funken. Davon hast du aber nur etwas mit passenden Smartphones und Laptops. Kommst du von einer 7490, ist schon Wi-Fi 6 ein großer Sprung. Unsere Empfehlung: Wi-Fi 7 ja, aber nicht um jeden Preis. Ist das Wi-Fi-6-Modell deutlich günstiger, reicht es für viele völlig.

Wie groß ist dein Zuhause? Wichtiger als die WLAN-Generation ist oft die Zahl der Antennen. Modelle mit vier Antennen auf 5 GHz (4 x 4) liefern mehr Tempo, auch ein paar Räume weiter. Das 6-GHz-Band der Pro-Modelle ist schnell, kommt aber schlechter durch Wände. Für große Häuser ist ein Mesh-Repeater meist die bessere Investition.

Wie lange gibt es Updates? Fritz nennt jetzt für jedes Gerät eine Mindestfrist. Neue Modelle sollen nach übereinstimmenden Berichten mindestens sechs Jahre ab Marktstart versorgt werden. Bei der 7690 und der 6670 Cable steht 2033 in der Liste.

DSL: Große Auswahl an Routern

FritzBox 7690: unsere Empfehlung

  • ab rund 279 Euro
  • Wi-Fi 7 mit vier Antennen auf 5 GHz, bis 7,1 GBit/s
  • DSL bis 300 MBit/s (Supervectoring)
  • 2,5-Gigabit-WAN und ein 2,5-Gigabit-LAN
  • Telefonanlage mit DECT, Smart Home per DECT und Zigbee
  • Updates bis mindestens 2033

Die 7690 ist die Box, die wir den meisten DSL-Kunden empfehlen. Sie hat Reserven. Und kommt später Glasfaser ins Haus, arbeitet sie hinter dem Glasfaser-Modem einfach weiter. Was fehlt, ist das 6-GHz-Band. Verschmerzbar.

FritzBox 7630: Wi-Fi 7 für weniger Geld

  • ab rund 239 Euro
  • Wi-Fi 7 mit zwei Antennen, bis 3,5 GBit/s
  • DSL bis 300 MBit/s
  • 2,5-Gigabit-WAN, drei Gigabit-LAN
  • DECT, aber kein Zigbee

Fritz bewirbt die 7630 als Nachfolger der 75er-Serie, also etwa der 7530. Doch der Abstand zur 7690 beträgt gerade einmal 30 Euro. Dafür bekommst du dort doppelt so viele Antennen. Die 7630 lohnt sich deshalb nur, wenn sie im Angebot deutlich günstiger wird.

FritzBox 7530 AX: der Preistipp

  • ab rund 150 Euro
  • Wi-Fi 6
  • DSL bis 300 MBit/s
  • DECT und Mesh wie bei den großen Modellen
  • Updates bis mindestens 2032

Nutzt du vor allem ältere Smartphones und Laptops, ist die 7530 AX die vernünftige Wahl. Rund 100 Euro günstiger als die 7630. Gegenüber einer 7490 trotzdem ein echtes Upgrade.

  • UVP 179,90 Euro
  • Wi-Fi 7 ohne 6 GHz, DSL bis 300 MBit/s
  • DECT für bis zu sechs Telefone
  • 2,5-Gigabit-Anschlüsse
  • Sicherheitsupdates bis 31. Dezember 2031

TP-Link hat diese DSL-Box eigens für Deutschland gebaut und greift Fritz direkt an. Wi-Fi 7 für unter 200 Euro gibt es am DSL-Anschluss sonst nicht. Der Haken: Die Einstellungen deiner alten FritzBox kannst du nicht übernehmen, und das Mesh funktioniert nicht mit Fritz-Repeatern.

Kabel: Die 6670 ist gesetzt

  • ab rund 260 Euro
  • DOCSIS 3.1
  • Wi-Fi 7 bis 3,5 GBit/s
  • ein 2,5-Gigabit-LAN plus vier Gigabit-LAN
  • DECT und Zigbee
  • Updates bis mindestens 2033

Kurioser Fall: Die 6670 mit Wi-Fi 7 kostet weniger als die ältere 6690 Cable mit Wi-Fi 6. Die Entscheidung ist also schnell getroffen. Denk daran: Am Kabelanschluss musst du eine eigene Box beim Anbieter freischalten lassen. Das geht aber problemlos.

FritzBox 6690 Pro: für große Häuser

Das Topmodell lohnt sich nur, wenn du viel Fläche und viele Wi-Fi-7-Geräte hast. Für alle anderen ist es zu viel Box fürs Geld.

Glasfaser: Erst an die Wand schauen

Bei vielen Glasfaseranschlüssen hängt schon ein eigenes Glasfaser-Modem an der Wand. Dann sparst du dir das teure Glasfaser-Modell.

Mit Glasfaser-Modem: FritzBox 4630

  • etwa 170 Euro
  • Wi-Fi 7 bis 3,5 GBit/s
  • 2,5-Gigabit-WAN und 2,5-Gigabit-LAN
  • Telefonanlage mit DECT

Die günstigste FritzBox mit Wi-Fi 7. Sie arbeitet hinter jedem Glasfaser-, Kabel- oder DSL-Modem und ersetzt auch die alte 4020.

Direkt an der Glasfaserdose: FritzBox 5630 oder 5690

Beide ersetzen die 5490 und 5491 direkt. Liegen die Preise nah beieinander, nimm die 5690. Die zusätzlichen Antennen merkst du in größeren Wohnungen.

Noch DSL, bald Glasfaser: FritzBox 5690 Pro

Teuer, aber du kaufst nur einmal. Interessant, wenn der Glasfaser-Ausbau bei dir schon beschlossen ist.

Fazit: Nicht das teuerste Modell kaufen

Für die meisten DSL-Haushalte ist die FritzBox 7690 die richtige Box. Wer sparen will und noch ältere Geräte nutzt, ist mit der 7530 AX gut bedient. Am Kabel führt kein Weg an der 6670 vorbei. Und bei Glasfaser lohnt zuerst der Blick an die Wand. Die Pro-Modelle mit 6 GHz brauchen nur wenige.

Der Umzug ist einfach. Sichere die Einstellungen der alten Box und spiel sie auf die neue. Danach setzt du die alte auf Werkseinstellungen zurück, damit keine Zugangsdaten in falsche Hände geraten. Als Mesh-Repeater solltest du sie nur weiternutzen, solange sie Updates bekommt. Bei den betroffenen Modellen ist das vorbei.

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