OLED-TV: Das sind die 5 günstigsten Modelle

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OLED-TVs bestechen durch ihr hohes Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Damit wird ein viel intensiveres Filmerlebnis möglich als mit QLED- oder anderen LED-Fernsehen. Wir zeigen dir, welche Modelle für einen erschwinglichen Preis Einzug in euer Wohnzimmer halten können.
Bildquelle: Andrey_Popov/Shutterstock.com

In der großen Leserwahl von inside digital haben OLED-TVs gegen QLED-Fernseher als bei der Technologie in der Umfrage verloren. Doch das heißt noch lange nicht, dass die Technik abgelöst wurde. Vielmehr ist sie für viele immer noch das Maß aller Dinge auf dem TV-Markt. Doch was sind die Unterschiede und wie günstig gibt es einen OLED-TV eigentlich? Diese Fragen klären wir für dich hier. Die Liste der günstigsten OLED-Modelle gibt es direkt hier, die Details liest du weiter unten im Text:

  • LG OLED55A19LA
  • Hisense 55A85G OLED
  • Hisense 55A81G OLED
  • LG OLED55C17LB
  • Hisense 55A9G OLED
  • Sony KE-55A8/P Bravia

OLED-TV und QLED-TV – Wo liegen eigentlich die Unterschiede?

Der größte Unterschied zwischen einem OLED-TV und einem QLED-TV liegt in der Form der Displaybeleuchtung. Ein OLED-Fernseher setzt im Gegensatz zur Konkurrenz nicht auf LED-Backlight, sondern besitzt selbstleuchtende Dioden. Diese sogenannten organischen Leuchtdioden sind imstande einzeln abzuschalten, weshalb es dem OLED-Fernseher als einzigem Modell möglich ist, ein wirklich „echtes“ Schwarz darzustellen.

Eigenleuchtkraft bei OLED-TVs gegen LED-Backlight

Die Pixel in LED-TVs werden durch LED-Backlight permanent bestrahlt, weshalb auch schwarze Bildbereiche unabwendbar beleuchtet werden. Ein OLED-TV-Display hingegen dimmt Pixel für Schwarzwerte auf null. Das sorgt dafür, dass fabelhafte Kontrastwerte und Farben auf diesen Fernsehern möglich werden. Sogar QLED-Darstellungen werden dabei übertroffen, da auch direkt benachbarte Pixel sehr unterschiedlich aufleuchten können. Eine weitere Stärke der OLED-Bildschirme liegt in ihren sehr breiten Betrachtungswinkeln sowie der gleichmäßigen Helligkeitsverteilung auf der Displayfläche.

Lebenserwartung der QLED- und OLED-TVs

So viele Vorteile diese Bildschirmtechnologie auch mit sich bringt, es gibt auch gewisse Nachteile. So ist die Lebensdauer eines OLED-Displays begrenzter als die eines QLED-Bildschirms. Die maximale Leuchtkraft sinkt je nach Modell und Nutzungsweise zwischen ca. 50.000 und 100.000 Stunden auf fünfzig Prozent herab.
Bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von acht Stunden täglich halten selbst die anfälligen Modelle ca. siebzehn Jahre lang, bevor ein Austausch nötig wird. Die meisten Anwender werden also den OLED-Fernseher wohl eher wegen neu benötigter Funktionen ersetzen als durch das Lebensende des Displays.

Burn-In beim OLED-TV-Display – reale Gefahr oder Mythos?

Tatsächlich kam es vor allem bei den ersten erschienenen OLED-Displays zu dem befürchteten Einbrennen-Effekt, bei dem Bildrückstände auf dem Display anhafteten. Diese Gefahr mag nicht völlig gebannt sein, Hersteller haben jedoch in der Zwischenzeit diverse Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr zu reduzieren.

So wird jeder Anwender bei der Benutzung eines OLED-TVs darauf hingewiesen, keine statischen Bilder über längere Zeit zu nutzen. Damit Fernseh-Logos sich nicht in das Display einbrennen können, haben Hersteller intelligente Funktionen eingefügt, die automatisch solche Logos erkennen und die Helligkeit der Dioden dimmen. Ebenso wurden geringe Variationsmuster in die Pixel einprogrammiert, sodass das System die Helligkeitswerte nach einer bestimmten Zeitspanne um eine bestimmte Anzahl an Pixeln verschiebt. Das passiert in einem so kleinen Maßstab, dass es dem Endbenutzer beim Film anschauen nicht auffällt, vermeidet Einbrenn-Effekte aber zuverlässig.

Nachbild oder Burn-In-Effekt?

In den meisten Fällen verbirgt sich hinter einem befürchteten „Einbrenn-Effekt“ nur ein sogenanntes Nachbild. Schaltet man den OLED-Fernseher in den Standby-Modus, führt das Gerät selbst eine Reinigung seiner Pixel durch, um solche Effekte auszuräumen. Diese verschwinden somit bis zum nächsten Betrieb und sollten keinen Grund zur Sorge darstellen. Damit diese Reinigung des Geräts im Standby-Modus jedoch erfolgen kann, darf man OLED-Fernseher im Gegensatz zu anderen Geräten nicht vollständig vom Strom nehmen oder sollte ihnen zumindest ausreichend Zeit einräumen, um diese Reinigung durchzuführen. Mittlerweile sind die Verbrauchswerte der Modelle in Standby-Modi jedoch so gut, dass Fernseher darin längst nicht mehr so viel Energie verschwenden, wie das vor zwanzig Jahren noch der Fall war.

Damit die Dioden langfristig genutzt werden können, sollte in den vom Hersteller vorgeschlagenen Zeiträumen auch die längerfristige Reinigung des OLED-Displays durchgeführt werden. Diese findet sich unter verschiedenen Namen in den jeweiligen Einstellungsmenüs und wird für bestimmte Anzahlen an Betriebsstunden oder Monaten empfohlen. Es stiftet jedoch wenig Sinn, diese Option häufiger als vorgeschlagen zu verwenden, da sie das OLED-Panel belastet: Ein übermäßiger Gebrauch würde die Lebenserwartung des Geräts unnötig reduzieren.

Da QLED-Displays nicht aus eigener Kraft heraus leuchten, sind sie von solchen Effekten nicht betroffen.

Die sechs günstigsten OLED-TVs

LG OLED55A19LA

Dieser OLED-TV liefert dir eine 4K-Auflösung auf einem 55-Zoll-Display für circa 1.000 Euro. Seine Bildaktualisierungsrate von 60 Hz sorgt für flüssige Darstellungen bei Serien und Filmen. Dank Dolby Vision IQ kann das Fernsehmodell die dargestellten HDR-Inhalte automatisch an Veränderungen in den Umgebungslichtverhältnissen anpassen. Zusätzliche Bildmodi wie der Filmmaker Mode ermöglichen dir, Filme genau so zu sehen, wie von Regisseuren beabsichtigt. Dank des Dolby Atmos-fähigem 2.0-Kanal-Soundsystem des Fernsehers wird auch für passenden Ton zum Filmgeschehen gesorgt. Mit kompatiblen Lautsprechern lässt sich das Soundsystem jederzeit zu einer Surround-Soundanlage erweitern. Sowohl WLAN, Bluetooth als auch LAN können mit dem Smart TV genutzt werden. Das web0S 6.0 Betriebssystems bietet Zugang zu bekannten Streamingdiensten. Auch eine Sprachsteuerung ist in Form von Unterstützung für Alexa, den Google Assistant und Apple Airplay 2 verfügbar.

LG OLED55A19LA
LG OLED55A19LA

Hisense 55A85G OLED

Für unter 1.200 Euro erhältst du bei diesem OLED-TV einige Vorzüge. Neben einer 4K-Auflösung wartet das Modell mit einer Bildaktualisierungsrate von 120 Hz auf, die sich auch für Videospiele eignet. Ergänzt wird das durch den optionalen Game-Modus, der die Wiedergabe von Videospieltiteln optimiert. Das bekannte Kontrastverhältnis von OLEDs kommt dank Dolby Vision mit dynamischen HDR-Inhalten gut zur Geltung. Das Dolby Atmos-fähige Soundsystem liefert den passenden Ton und Aufrüstungsmöglichkeiten bis hin zu einem vollständigen Surround-Soundsystem. Das integrierte VIDAA U5 Betriebssystems bietet dir Zugang zu gängigen Streaming-Anbietern wie Prime Video, Netflix, YouTube, DAZN, Maxdome oder Rakuten TV. Auch weitere Apps sind für das TV-Gerät verfügbar. Die Spitzenhelligkeit von 800 Nits des OLEDs sorgt für intensive Farbdarstellungen mit ausdrucksstarken Kontrasten. Wer Sprachsteuerungen bevorzugt, kann hier auf Alexa sowie Google Assistant zurückgreifen.

Hisense 55A85G OLED
Hisense 55A85G OLED

Hisense 55A81G OLED

Diesen OLED-TV kannst du bereits unter 1.200 Euro kaufen. Trotzdem wartet er mit einer 4K-Auflösung auf einem 55-Zoll-Display auf, das Unterstützung für hochkarätige HDR-Formate wie Dolby Vision bietet. Ergänzt wird das durch ein Dolby Atmos-fähiges Soundsystem des Fernsehers, das Aufrüstungsmöglichkeiten bis zu vollständigen Surround-Anlagen mit Dolby Atmos bietet. Hisense eigenes Betriebssystem VIDAA U5 unterstützt gängige Streaming-Dienste, zu denen auch bekannte Anbieter wie Prime Video oder Netflix zählen. Gamer dürfen sich über die Kombination aus einem integrierten Game Mode und einem integrierten Blaulichtfilter freuen, der die Augen auch bei langen Spielsessions vor Übermüdung schützt. Die Bildaktualisierungsrate von 60 Hz sorgt für flüssige Bildabläufe bei Filmen und Serien. Auch in helleren Umgebungen kann man das Fernsehbild noch immer gut erkennen, da das Modell über eine Spitzenhelligkeit von 800 Nits verfügt. Mit höheren Helligkeitswerten von hochwertigen QLED-Modellen kann er jedoch nicht konkurrieren.

Hisense 55A81G OLED
Hisense 55A81G OLED

Hisense 55A9G OLED

Bei diesem OLED-TV wird dir für unter 1.300 Euro eine 4K-Auflösung mit einem Dolby Vision IQ-fähigem 55-Zoll-Bildschirm geboten. Farben und Kontraste optimiert der TV somit nicht nur nach HDR-Standards, sondern das Modell passt sie dank integriertem Sensor automatisch an veränderte Umgebungsbedingungen an. Neben einem Dolby Atmos-fähigem Soundsystem setzt dieses Modell zusätzlich auf Front Firing Speaker, der über einen integrierten Back-Subwoofer verfügt. Den Fernseher kannst du damit bereits ohne eine zusätzliche Soundbar verwenden, bei Bedarf kann man ihn jedoch jederzeit um eine vollständige Surround-Soundanlage erweitert. Der integrierte Blaulichtfilter verhindert auch bei langen Filmabenden, dass es zu Ermüdungserscheinungen deiner Augen kommt. Dank des VIDAA U5 Betriebssystems des Smart TVs sind auch gängige Streaming-Services für dich verfügbar. Die Bildaktualisierungsrate von 120 Hz eignet sich nicht nur für Serien und Filme, sondern ebenso für Videospielliebhaber.

Hisense 65A9G OLED
Hisense 55A9G OLED

LG OLED55C17LB

Auch diesen OLED-TV kannst du bereits unter 1.300 kaufen. Neben einer 4K-Auflösung bietet er dir eine Bildaktualisierungsrate von 120 Hz, mit der auch der nächsten Gaming-Session nichts im Wege steht. Auch die verfügbaren HDMI 2.1-Anschlüsse können sich sehen lassen und eignen sich auch für die neuste Konsolengeneration. Dolby Vision IQ sorgt nicht nur für lebendige und kontrastreiche Darstellungen, sondern optimiert das dargestellte Bild automatisch bei Veränderungen in den Umgebungslichtverhältnissen. Das integrierte Dolby Atmos-fähige 2.2-Kanal-Soundsystem wartet mit einer Leistung von 40 Watt auf. Auf Wunsch kannst du den Fernseher mit passenden Lautsprechern um eine vollständige Surround-Soundanlage erweitern. LGs Betriebssystem webOS 6.0 bietet dir Zugang zu bekannten Streaming-Anbietern, zu denen auch Prime Video und Netflix gehören. Der integrierte Triple-Tuner bietet dir Zugang zu unterschiedlichen TV-Empfangsarten, ohne, dass du einen zusätzlichen Receiver benötigst. Auf Wunsch kannst du deinen Fernseher mit Alexa, Apple Airplay 2 oder dem Google Assistant per Sprachsteuerung bedienen.

LG OLED65C17LB
LG OLED55C17LB

Sony KE-55A8/P Bravia

Für unter 1.400 Euro bietet dieser OLED-TV dir kontraststarke und farbintensive Darstellungen dank Pixel Contrast Booster. Integriert in dem Modell befindet sich der Prozessor, den Sony auch für die Steuerung seiner 8K-Fernseher verwendet. Die 4K-Auflösung mit einer Bildaktualisierungsrate von 100 Hz bietet flüssige und scharfe Bilddarstellungen. Da der OLED-TV Android als Betriebssystem verwendet, kannst du nicht nur gängige Streaming-Anbieter nutzen, sondern eine Vielzahl weiterer Apps installieren. Dank Dolby Vision, HDR10 sowie HLG unterstützt das Modell unterschiedlichste HDR-Formate. Der integrierte Tuner ermöglicht den Zugriff auf unterschiedliche TV-Empfangsarten. Ein separater Receiver wird somit überflüssig. Der HDMI 2.1-Anschluss des Geräts ist auch für die neuste Konsolen-Generation geeignet.

Sony KE-55A8/P Bravia
Sony KE-55A8/P Bravia

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Bildquellen

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  • LG OLED65C17LB: LG
  • Sony KE-55A8P Bravia: Sony
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