Google Pixel 6a: Diese drei Eigenschaften werden unterschätzt

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Mit dem Pixel 6a hat Google im Sommer 2022 ein neues Smartphone auf den Markt gebracht, das sich preislich in die gehobene Mittelklasse einordnen lässt. Wir zeigen, was das Smartphone im Detail ausmacht.
Google Pixel 6a im Test
Google Pixel 6a im TestBildquelle: Blasius Kawalkowski / inside digital

Das Pixel 6a ist Googles Konkurrent zum Samsung Galaxy A53. Beide gehören zu den gefragtesten Smartphones unter 400 Euro und richten sich an ähnliche Zielgruppen. Im Test beantworten wir die Frage, ob es sich bei dem Pixel 6a um das beste Handy seiner Klasse handelt, ausführlich.

Wir schauen uns das Pixel 6a jetzt genauer an und entdecken die „Hidden Champions“ des Google Phones und zeigen auch, wie schwer die Abstriche wiegen, die du für den im Flaggschiff-Vergleich günstigeren Preis machen musst.

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Das Pixel 6a: Endlich handlich!

Das absolute Kaufargument für das Pixel 6a ist nicht im technischen Datenblatt und auch nicht in der Software zu suchen – auch wenn es dort noch genügend Pro-Argumente gibt. Es sind profan die Dimensionen, die viele Käufer zum Pixel 6a greifen lassen könnten.

Mit gerade einmal 6,1 Zoll Displaydiagonale im schmalen 20:9-Format. Mit den daraus resultierenden 152 × 72 Millimetern Größe ist es bei 8,9 Millimetern ein echter Handschmeichler. Das Gerät sticht aus dem Gros der Riesen-Display-Smartphones hervor, beziehungsweise geht darin angenehm unter.

Google Pixel 6a in einer Hand
Handlich: Das recht kleine Google Pixel 6a.

Wer sich vor dem Handykauf sagt „klein und handlich soll es sein“, der sollte das Pixel 6a zumindest mal in die nähere Auswahl nehmen. Schon in den Generationen der vergangenen Jahre hatte Google kleine Smartphones hergestellt. Das Handlich-Prädikat traf insbesondere auf das Pixel 4 und auch noch auf das Pixel 5 zu. Mit der 6er-Reihe wurden aber große Displays wieder eingeführt. Mit dem 6a erweitert Google die Bandbreite damit sinnvollerweise. Ebenfalls bemerkenswert an dieser Stelle: Trotz kleiner Bauweise setzt Google auch im 6a auf ein OLED-Panel. Ein zusätzlicher Pluspunkt.

Der größte Display-Kompromiss, den du machen musst: Google setzt nur auf eine Bildwiederholrate von 60 Hertz. Üblich sind selbst in dieser Preisklasse mittlerweile 90 oder in seltenen Fällen 120 Hz. Die höheren Werte sorgen für eine flüssiger wahrgenommene Bedienung auf dem Touchscreen. Wirklich auffällig ist das aber nur im Direktvergleich. Ohne Kontext fallen die 60 Hertz des Pixel 6a nicht ins Gewicht. Zeitgemäß sind sie aber nicht mehr. Kleines Plus im Malus: Das weniger flotte Display dürfte damit auch weniger energiehungrig sein und Akku sparen.

Bessere Akkulaufzeit als die Flaggschiffe – trotz gleichem Prozessor

Damit sind wir schon beim nächsten Vorteil, in dem das Pixel 6a durchaus punkten kann. Das Gerät merzt einen klassischen Pixel-Nachteil, die allzu kurze Akkulaufzeit, aus. Mit 4.410 mAh Ladevolumen liegt der fest verbaute Akku im Durchschnitt. Allerdings ist es – wohl auch dank des sparsameren Displays – deutlich konditionsstärker als die Flaggschiffe Pixel 6 und Pixel 6 Pro und auch Hersteller-übergreifend punktet das Pixel 6a mit einer guten Akkuleistung. Obwohl es einen Flaggschiff-Prozessor, den Google Tensor, in sich arbeiten lässt.

Nachgeladen wird nicht mit den 60-Watt-und-mehr-Rekorden vieler chinesischer Hersteller, sondern mit maximal 18 Watt. Das ist im Vergleich lächerlich wenig, aber auf lange Sicht nachhaltiger, weil weniger verschleißend. Mit diesem Weg der moderaten Ladeleistungen orientiert sich Google also mehr an Samsung und Apple denn an Oppo, Vivo und Xiaomi. Obacht: Ein Ladekabel ist nicht mit im Lieferumfang enthalten – ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren ausgebreitet hat.

Das Budget Google Phone ohne Software-Kompromiss

Das Pixel 6a ist das günstigste Google Phone seiner Generation. Abstriche machst du in Sachen Arbeitsspeicher und Kamera. Zumindest laut den Angaben auf dem Datenblatt. In der Praxis sind die 6 GB RAM auch dank der hervorragend aufeinander abgestimmten Hardware-Software-Harmonie völlig ausreichend. Und auch mit „nur“ zwei Kamera-Objektiven reicht es laut Testurteil zur besten Kamera seiner Klasse.

Ein Google Pixel lebt aber vor allem von seiner Software. Und hier gibt der Hersteller auch in seinem „unterklassigen“ Modell die volle Breitseite mit. Du hast direkten Zugriff auf Pixel-eigene Features wie die Simultan-Übersetzung im Chat, sinnvolle KI-Funktionen und eine äußerst fortschrittliche Bildbearbeitungs-Automatik. Oberflächlich sind die großen Software-Vorteile in Googles Update-Politik zu suchen.

Das Pixel 6a erscheint mit Android 12, erhält sofort ein Upgrade auf Android 13 und wird auch noch mindestens drei weitere Jahre lang auf dem neuesten Stand gehalten. Dazu kommen monatliche Sicherheitspatches, die sogar fünf Jahre lang garantiert werden. In dieser Frequenz schafft das trotz vollmundiger Versprechen kein anderer Hersteller abseits von Apple. Nebeneffekt für Nerds: Mit einem Pixel siehst du dank der „Feature Drop“-Updates dazwischen in Echtzeit, wie sich Android als Betriebssystem weiterentwickelt. Die schlechte Nachricht: Bei den Features ist manchmal auch noch ein faules Ei mit dabei. In der Regel repariert Google solche fehlerhaften Features aber sehr schnell.

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