Yeedi Vac Max im Test: Flacher Saugroboter mit optionaler Absaugstation

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Der Saugroboter-Hersteller Yeedi ist ein echter Geheimtipp, wenn du auf der Suche nach einem preiswerten, aber dennoch gut ausgestatteten, Saugroboter bist. Der Yeedi Vac Max ist hier keine Ausnahme und kommt erstmals mit einer optionalen Absaugstation daher. Wir haben den Saugroboter getestet.
Yeedi Vac Max Saugroboter im Test: Preis-Tipp mit Auto-Entleerung
Yeedi Vac Max Saugroboter im Test: Preis-Tipp mit Auto-EntleerungBildquelle: Timo Brauer / inside digital

Die Saugroboter von Yeedi haben große Ähnlichkeiten mit den Modellen von Ecovacs. So sind Ladestation, Staubbehälter und Bürsten identisch mit dem Ecovacs Deebot Ozmo T8. Auch wirkt die Yeedi-App wie eine abgespeckte Version der Ecovacs-Home App mit einem etwas simpleren Design.

Größter Unterschied zu den meisten anderen höherwertigen Saugrobotern ist der Verzicht auf eine Lidar-Navigation mit dem markanten „Turm“. Stattdessen setzt Yeedi auf eine optische Navigation mittels einer sogenannten vSlam-Kamera. Bei der Genauigkeit unterscheiden sich die beiden Systeme nicht. Vorteil der Navigation mittels Kamera ist eine flachere Bauweise, sodass der Yeedi Vac Max besser unter Möbel fahren kann. Nachteil ist, dass keine Verwendung bei absoluter Dunkelheit möglich ist. Bei wenig Licht hatte der Roboter im Test hingegen kein Problem sich zurechtzufinden. Auch iRobot nutzt diese Art der Navigation in seinen Saugrobotern.

Der Yeedi Vac Max im Test
Der Yeedi Vac Max im Test

Yeedi Vac Max im Test: Ausgepackt und angeschlossen

Der Saugroboter ist mangellos verarbeitet und erinnert optisch stark an die Modelle von Ecovacs. Unter einem Deckel findet sich an Slider, um den Roboter erstmalig anzuschalten, sowie ein Staubbehälter mit einer Kapazität von 400 Millilitern. Das ist eher unterdurchschnittlich, bei Verwendung mit der automatischen Absaugstation jedoch irrelevant. Sobald der Behälter voll sein sollte, kann der Roboter ihn schließlich selbstständig entleeren und die Reinigung fortsetzen. Auf der Rückseite des Saugroboters ist ein abnehmbarer Wassertank befestigt. An diesem befindet sich auch die Befestigung für die Wischplatte.

Unter dem Deckel befindet sich der Staubbehälter
Unter dem Deckel befindet sich der Staubbehälter

Wir haben den Yeedi Vac Max zusammen mit der optional erhältlichen Absaugstation getestet. Neben dem „Yeedi Vac Max“ bietet der Hersteller auch den beinahe baugleichen Saugroboter „Yeedi 2 Hybrid“ an. Die auf dem Datenblatt 500 Pascal höhere Saugstärke des Max-Modells macht im Alltag keinen Unterschied. Jedoch kann nur der Yeedi Vac Max mit der automatischen Absaugstation betrieben werden. Wenn du die Station benötigst, oder eventuell zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten willst, musst du also zwangsläufig zum Max-Modell greifen.

Der Aufbau ist simpel: Die Station ist bereits mit einem Staubsaugerbeutel ausgestattet und muss nur mit einer Steckdose verbunden werden. Anschließend stellt man den Roboter darauf, schaltet ihn ein und folgt der bebilderten Anleitung in der Yeedi-App. Neue Staubsaugerbeutel für die Station haben wir bei Yeedi keine gefunden. Da die Station jedoch baugleich mit der von Ecovacs ist, kannst du deren Beutel für rund 2 Euro pro Stück kaufen.

Yeedi-App: So steuerst du den Yeedi Vac Max

Die App des Yeedi 2 Hybrid ist sehr simpel aufgebaut und bietet alle wichtigen Funktionen auf einer Seite. Dadurch verzichtet man zwar auf Zusatzfunktionen, macht den Saugroboter jedoch sehr einfach und unkompliziert bedienbar. Zuerst sollte eine Karte der Wohnung erstellt werden. Für eine präzise Karte empfiehlt Yeedi den Roboter dreimal die komplette Wohnung reinigen zu lassen. Auf Wunsch kannst du auch nach nur einem Durchgang die Karte nutzen. Anschließend ist die Karte bereit und kann mit einem Tipp auf „Kartenverwaltung“ angepasst werden. Dabei kannst du virtuelle Grenzen setzen, Räume trennen oder zusammenführen und Räumen ein Icon zuweisen, um sie leichter zu erkennen.

Die Yeedi-App im Überblick
Die Yeedi-App ist übersichtlich und lässt sich einfach bedienen

In der App stehen drei Reinigungsmodi zur Auswahl: Eine Komplettreinigung, die Reinigung von einzelnen Räumen oder die Reinigung von benutzerdefinierten Bereichen. In der Raum-Reinigung reinigt der Saugroboter, in der Reihenfolge wie man sie angetippt hat, einen Raum nach dem anderen. Das ist praktisch, da man so die Reihenfolge der Räume ohne ein zusätzliches Menü auswählen kann. Bei der benutzerdefinierten Reinigung kann man leider nur eine Zone festlegen. Soll der Saugroboter an zwei oder mehr individuellen Bereichen saugen, ist das nicht möglich.

Außer bei der Komplettreinigung kannst du jeweils wählen, ob der Roboter einfach oder gleich zweifach reinigen soll. Wenn du deinen Saugroboter nicht täglich fahren lässt, solltest du hier auf jeden Fall den zweifachen Modus wählen.

Reinigung und Navigation: Basic & gut

Der Yeedi Vac Max bietet eine sehr hohe Saugkraft von 3000 Pascal, welche in drei Stufen reguliert werden kann. Eine hohe Saugkraft ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem guten Reinigungsergebnis. Sie sorgt vor allem für eine relativ hohe Lautstärke von rund 64 Dezibel im mittleren Modus gemessen auf Kopfhöhe über dem Roboter.

Für einen Saugroboter deutlich unter 300 Euro kann sich das Reinigungsergebnis jedoch sehen lassen. Ein Problem ist uns jedoch im einfachen Reinigungsmodus aufgefallen. Da der Yeedi Vac Max als erster Saugroboter des Herstellers mit nur einer Seitenbürste ausgestattet ist, „vergisst“ er gerne mal den ein oder anderen Krümel. Stellt man in der App jedoch zwei Reinigungsdurchgänge ein, kann das Reinigungsergebnis überzeugen.

Funktioniert nicht im Dunklen

Zur Orientierung im Raum setzt der Yeedi Vac Max auf eine optische Navigation. Diese vSLAM-Technologie wird relativ selten verwendet, arbeitet jedoch ähnlich zuverlässig wie eine Navigation per Laser. Ein großer Vorteil ist, dass sich der Saugroboter schnell orientieren kann, wenn du ihn per Hand in einen anderen Raum trägst. Außerdem entfällt der typische Buckel für den Lasersensor, wodurch der Saugroboter besser unter Sofas und Ähnliches fahren kann. Ein Nachteil ist jedoch, dass optische Navigation Licht benötigt. Schlechte Lichtbedingungen sind kein Problem, aber in kompletter Dunkelheit verweigert der Saugroboter den Dienst und kehrt zur Ladestation zurück.

Die VSLAM-Kamera
Die verbaute Kamera dient der Navigation

Da sich die optische Navigation mehr auf die Form von Wänden im Raum verlässt, sind Veränderungen im Raum weniger problematisch. Vorübergehende Hindernisse wie ein Umzugskarton stören den Roboter daher nicht und die erstellte Karte der Wohnung zeigt die wahren Grundrisse der Wohnung und nicht die freie Bodenfläche.

Nicht auf die Wischfunktion verlassen

Der Yeedi Vac Max ist mit einem Wassertank ausgestattet. An diesen kannst du die mitgelieferten Wischplatte zusammen mit einem Einwegtuch montieren. Dadruch wird der Wischmodus automatisch aktiviert. Die Wasserabgabe kann dabei in der App in vier Stufen reguliert werden.

Verwendest du den Roboter ohne die automatische Absaugstation, solltest du das Wischmodul auf Holz- oder Teppichböden direkt nach der Reinigung entfernen. Der automatischen Absaugstation aus Kunststoff kann das nasse Wischtuch hingegen wenig anhaben.

Der Yeedi Vac Max mit Wischmodul von unten
Der Yeedi Vac Max mit Wischmodul von unten

Wie bei jedem anderen Saugroboter in dieser Preisklasse auch solltest du dir von der Wischfunktion jedoch nicht zu viel erhoffen. Der Saugroboter wirkt keinen Druck auf den Boden aus, sondern zieht die Platte nur über den Boden. Das Ergebnis ist dementsprechend: Feiner Staub, der nicht aufgesaugt werden kann, wird zuverlässig entfernt. Festsitzende Verschmutzungen kann der Saug- und Wischroboter jedoch nicht entfernen. Nur sehr wenige – und vor allem deutlich teurere – Modelle wie der Ecovacs Deebot Ozmo T8 oder der Roborock S7 bieten hier ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Yeedi Vac Max: Budget-Tipp mit Absaugstation

Bereits das Vorgängermodell „Yeedi 2 Hybrid“ ist ein echter Budget-Tipp und immer wieder für 210 bis 230 Euro erhältlich. Das neue Modell Yeedi Vac Max bietet eine höhere Saugleistung, muss dafür aber auf die zweite Seitenbürste verzichten. Mit einem Preis von rund 240 bis 260 Euro ist das neue Modell dabei nur unwesentlich teurer.

Der größte Vorteil des neuen Modells ist jedoch die optional erhältliche, automatische Absaugstation. Diese kostet einzeln gut 200 Euro – deutlich günstiger ist sie jedoch im Bundle zusammen mit dem Roboter für 350 Euro.

zum Bundle-Angebot

Auch wenn es sich bei Yeedi nicht um einen Markenhersteller handelt, ist der Saugroboter mit 24 Monaten Garantie bei Amazon erhältlich und bietet eine optisch ansprechende und einfach zu bedienende App. Die optische Navigation mit Kartenfunktion arbeitet zuverlässig und das Saug-Ergebnis überzeugt ebenfalls. Für den aufgerufenen Preis ist der Yeedi Vac Max auf jeden Fall einen Blick wert. Wenn die Absaugstation für dich ohnehin nicht infrage kommt, kannst du jedoch auch bedenkenlos zum Vorgänger-Modell greifen und ein paar Euro sparen.

Yeedi Vac Max bei Amazon kaufen

Yeedi Vac Max beim Hersteller über Ebay kaufen

Yeedi 2 Hybrid bei Amazon kaufen

Yeedi 2 Hybrid beim Hersteller über Ebay kaufen

Dank einer aktuellen Aktion von eBay gibt es mit dem Code „LAMETTA“ 10 Prozent Rabatt auf die Saugroboter von Yeedi. So bekommst du den neuen Yeedi Vac Max bereits für 216 Euro. Das Bundle aus Saugroboter und Absaugstation ist für 315 Euro erhältlich.

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Bildquellen

  • Yeedi Vac Max im Test: Timo Brauer
  • Yeedi Vac Max Staubbehälter: Timo Brauer
  • Yeedi Vac Max App: Timo Brauer
  • Yeedi Vac Max VSLAM-Kamera: Timo Brauer / inside digital
  • Yeedi Vac Max Unterseite: Timo Brauer
  • Yeedi Vac Max Absaugstation: Timo Brauer
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