Tragbare 5.000 Watt Leistung! Der Stromgenerator Bluetti AC500 im Härtetest

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Der Hersteller Bluetti hat im September die neue Powerstation AC500 vorgestellt, eine Weiterentwicklung der AC300 und das neue Flaggschiff in Sachen Stromquellen für Orte, wo sonst – permanent oder zeitweise – kein Strom fließt. Wir haben den Generator im Test an seine Grenze gebracht.
Bluetti Powerstation AC500 vor einem Feuerwehr-LKW
Bluetti Powerstation AC500 vor einem Feuerwehr-LKWBildquelle: Michael Stupp / inside digital

Der größte Unterschied zwischen der neuen Powerstation Bluetti AC500 und der im Sommer von uns als Solar-Kraftwerk getesteten AC300 in der maximalen Ausgangsleistung. Die neue Box des Herstellers Bluetti bietet hier ein klares Plus und verspricht ein Upgrade auf satte 5.000 Watt.

Das Setup: So haben wir die Bluetti AC500 getestet

Der neue Stromgenerator lässt sich zwar auch mittels Solar-Panels laden. Diesmal haben wir die Powerstation allerdings nur in Kombination mit einer Batterie, der ebenfalls neuen B300S getestet. Die bietet voll aufgeladen eine Kapazität von 3.072 Wattstunden und speist die AC500 mit der nötigen Energie.

Die Powerstation verwaltet und verteilt den Strom auf diverse Weise. So stehen in der EU-Variante fünf 240-V-Steckdosen, herkömmliche Haushaltsstecker mit 16 Ampere, zur Wahl. Hinzu kommt eine Industriesteckdose mit 32 Ampere. Außerdem gibt es diverse USB-Anschlüsse, Zigarettenanzünder und sogar zwei kabellose Ladeflächen für Qi-Charging von Handy, Smartwatch, Kopfhörern und Co. auf der Oberseite.

Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S
Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S

Unser Setup bestand also aus der Powerstation und einer Batterie. Theoretisch kannst du die AC500 sogar mit sechs Batterie-Packs zusammenschalten und damit eine Gesamtkapazität von 18.432 Wh erreichen. Der Hersteller stellt damit dann völlige Autarkie für bis zu 6 Tagen in Aussicht – für einen kompletten Haushalt. Mit mehr Batterien steigt auch die Aufnahmekapazität für Solarmodule. Hier kannst du dir also einen eigenen kleinen Solarpark aufbauen.

Die AC500 direkt bei Bluetti ansehen

Auf den Markt kommt das von uns getestete System für über 7.000 Euro. Das zeigt schon, dass es sich hierbei nicht um eine Hobby-Spielerei handelt, sondern wir bereits über mindestens Halb-Profi-Equipment reden. Über Indiegogo kannst du dir das Setup noch günstiger bestellen.

Der erste Eindruck: Hochwertig!

Batterie und Powerstation werden per Spedition geliefert. Beide Komponenten gehören nicht gerade zu den leicht transportablen Geräten der 5- bis 10-Kilo-Schiene. Über 30 Kilogramm legen die Geräte auf die Waage. Tragegriffe erleichtern den Transport, am besten stehen die Geräte aber fest an Ort und Stelle.

Der Eindruck aller Komponenten, der Geräte und des Kabelwerks ist vor allem: sehr hochwertig. Das bezieht sich auf die Materialwahl, die Verarbeitung und auch auf die Schutzelemente sowie die Verpackung im Allgemeinen. Das ist nicht selbstverständlich. Und gerade Laien fühlen sich angesichts hoher Spannungen und starkem Stromfluss deutlich sicherer, wenn alles gut versiegelt ist und die Hardware einen guten Eindruck macht.

Diese Beobachtung verfestigt sich auch bei der Inbetriebnahme. Eingerichtet ist die Powerstation im Nu. Einfach an die Batterie anschließen und los geht’s. Einen eigenen Stromspeicher hat die Powerstation nicht. Du musst sie also an eine Batterie anschließen oder zumindest an den Strom aus der Steckdose, damit sie sich einschalten lässt.

Die Bluetti-App auf einem Smartphone
Gute Visualisierung und schnelle Verbindung: Du kannst das System auch via App steuern.

Per App kannst du sie über Bluetooth ansteuern, mit einem WLAN-Netz verbinden und anschließend bequem per Smartphone steuern. Über das kleine Touch-Display an der Vorderseite geht es ebenfalls. Die Bedienelemente sind gut verständlich und die Menüführung ist intuitiv. Die Visualisierung der Funktionen in der App sind ebenfalls sehr gelungen.

Härtetest bei der Feuerwehr: 5.000 Watt Leistung – und danach?

Um die Powerstation Bluetti AC500 an ihre Leistungsgrenze zu bringen, muss einiges her. Für den privaten Gebrauch lässt sich sagen: Die Möglichkeiten sind schier endlos. Kaum eine Belastung aus Alltagszwecken dürfte die 5.000-Watt-Anlage wirklich an ihre Grenzen bringen. Die ist schon für höheres bestimmt.

Wir haben uns kurzzeitig bei einer Feuerwehr breit gemacht und diverse Großverbraucher mit Industriecharakter an die Powerstation angeschlossen. Und die hält, was sie verspricht. Schluss ist erst deutlich über 5.000 Watt. Ein bisschen Puffer bietet der Generator also. Diese Volllast hält auch einige Zeit konstant. Abbrüche gibt es keine. Allerdings kannst du an dem Display förmlich sehen, wie die Ladekapazität so schnell in die Knie geht. Getestet wurde unter anderem mit einer Tauchpumpe, einem Nass-Trocken-Sauger, einem Hochleistungslüfter und einem Trennschleifer – die meisten mit Spitzenverbräuchen jenseits der 1.000 und bis zu 3.000 Watt. Daneben macht ein 60-W-Netzteil eines Laptops eine eher mickrige Figur.

Powerstation Bluetti AC500 mit vielen Steckdosen
Powerstation Bluetti AC500 mit vielen Steckdosen
Ventilator, Hochleistungs-Sauger, Trennschneider und mehr an der mobilen Powerstation
Ventilator, Hochleistungs-Sauger, Trennschneider und mehr an der mobilen Powerstation
Display zeigt mehr als 5.000 Watt Leistung
Erst bei deutlich über 5.000 Watt ist Schluss.

Aufgeladen haben wir die Powerstation ebenfalls. Die Eingangsleistung der Powerstation – welche die Energie dann in die B300S Batterie weiterspeist – endet bei rund 2.400 Watt. Schließt du parallel die Batterie auch noch ans Netz an, erhöht sich die kombinierte Eingangsleistung und das Paket wird noch schneller wieder voll.

Wann lohnt sich eine solche Powerstation?

Ein Stromgenerator wie die Bluetti AC500 lohnt sich in Kombination vorwiegend dort, wo sonst kein Strom liegt. Für Schrebergärtner und Baustellen-Bastler bietet sie mannigfaltige Möglichkeiten zur Stromversorgung. Völlig autark wird sie mit genügend Akku-Kapazität und Solarpaneelen. Aber auch am Netz kannst du die Akkus voll aufladen und die Energie dann dorthin transportieren, wo du sie benötigst.

Die AC300 aus unserem Solarkraftwerk-Test im Sommer ist der Allround-Tipp für alle, die einen Grundbedarf decken möchten. Die AC500 ist die Empfehlung für Spezialisten, die nicht nur Bedarf an grundsätzlicher Energie haben, sondern auch Leistungsspitzen nachfragen.

Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S eingesteckt
Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S eingesteckt

Als Übergangslösung für befürchtete Blackouts eignen sich beide Kraftwerke – wenn denn die angeschlossenen Akkus voll sind. Die AC500 ist hier die Powerstation der Wahl, wenn du mehr Leistungspuffer benötigst oder wenn du einige wirkliche Großverbraucher im Haus hast. Zur Einordnung: Ein moderner Kühlschrank zieht zwischen 80 und 180 Watt. Kurzfristige Hochverbraucher sind etwa Toaster, Haartrockner oder Wasserkocher, die in ihrem kurzen Ein-Aus-Intervall auch mal bis zu 2.000 Watt anfordern. Ähnliche Werte wie bei den Bau- und Industriegeräten im Test.

Übrigens: Per entsprechendem Zubehör lässt sich auch die AC500 ans Hausnetz anschließen und sorgt mit dem Speicher dann für ein intelligentes und vor allem fortdauerndes Strommanagement im Falle eines Ausfalls.

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Bildquellen

  • Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S: Michael Stupp / inside digital
  • Die Bluetti-App auf einem Smartphone: Michael Stupp / inside digital
  • Powerstation Bluetti AC500 mit vielen Steckdosen: Michael Stupp / inside digital
  • Ventilator, Hochleistungs-Sauger, Trennschneider und mehr an der mobilen Powerstation: Michael Stupp / inside digital
  • Display zeigt mehr als 5.000 Watt Leistung: Michael Stupp / inside digital
  • Powerstation Bluetti AC500 + Batterie B300S eingesteckt: Michael Stupp / inside digital
  • Bluetti PV350 Solarpanele aufgestellt: Michael Stupp / inside digital
  • Bluetti Powerstation AC500 vor einem Feuerwehr-LKW: Michael Stupp / inside digital

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