Muss es immer ein Flaggschiff sein? Nicht jeder kann oder will einen vierstelligen Betrag für sein nächstes Smartphone ausgeben. Und das muss auch gar nicht sein. Bereits ab 300 Euro gibt es Smartphones, an denen man viele Jahre seine Freude haben kann. Etwa das Redmi Note 15 Pro+ von Xiaomi oder das Galaxy A56 von Samsung. Doch mein neuer Geheimtipp kommt von einem kleinen Hersteller aus Großbritannien: Das Nothing Phone (4a) sieht nicht nur schick aus, sondern bietet auch eine richtig gute Ausstattung für gerade einmal 349 Euro. Ich durfte das neue Smartphone zwei Wochen lang im Alltag testen.
Detailverliebtes Design – endlich auch in bunt
Wie bei Nothing üblich, überzeugt auch das Phone 4a mit einem futuristisch anmutenden Design. Kleine Details wie die symmetrischen Displayränder oder die durchdachte Platzierung der Buttons sind in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Das Nothing hier auf Kunststoff setzt, stört nicht und passt zur Ästhetik. Die Haptik ist gut und das Smartphone liegt hervorragend in der Hand. Wer Metall bevorzugt, kann zur Pro-Version des Smartphones greifen, welche auf einen Aluminium-Unibody setzt.

Erstmals wagt Nothing Mut zur Farbe und bietet das Phone 4a neben Schwarz und Weiß auch in Blau oder Pink an. Der bunte, transparente Kunststoff erinnert dabei an Design-Ikonen aus den 1990er-Jahren wie den ersten iMac oder den Gameboy.

Von den Leuchtstreifen hat man sich leider im vergangenen Jahr verabschiedet und sie im Flaggschiff durch ein Pixel-Display ersetzt. Im Nothing Phone 4a gibt es noch eine kleine Lightbar. Diese kann etwa Timer visualisieren oder bei Benachrichtigungen aufleuchten. Ein schönes Detail und gelegentlich auch ein Conversation Starter – auch wenn ich mir wünschen würde, dass Nothing irgendwann wieder zu den Leuchtstreifen zurückkehrt.

Nothing Phone 4a im Überblick
Im Nothing Phone 4a steckt die neueste Generation von Snapdragons Mittelklasse-Chip, der Snapdragon 7s Gen 4. Damit bietet das Smartphone eine ausgezeichnete Performance im Alltag auf einem Niveau mit den Mittelklasse-Smartphones von Samsung und Xiaomi, die zum Marktstart über hundert Euro teurer waren. Die Basisversion bietet 128 Gigabyte Speicherplatz und ist lediglich in Schwarz und Weiß erhältlich. Für einen fairen Aufpreis von 40 Euro gibt es 256 Gigabyte Speicherplatz sowie eine größere Farbauswahl.
Beim Display verbaut Nothing ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Panel. Dieses kann im Test mit einer scharfen Darstellung, guten Blickwinkeln und kräftigen Farben überzeugen. Auch die Helligkeit ist hoch genug, um das Smartphone mühelos draußen bei Sonne abzulesen. Im Test haben wir 1300 Nits gemessen. Ein ausgezeichneter Wert in dieser Preisklasse.

Der Akku ist 5080 mAh groß, ein durchschnittlicher Wert in dieser Preisklasse. Und auch die Akkulaufzeit selbst ist mit rund 22 Stunden in unserem Benchmark solider Durchschnitt. Im Alltag komme ich mit dem Nothing Phone 4a mühelos auch durch längere Tage. Aufgeladen wird mit bis zu 50 Watt und ein kompletter Ladevorgang nimmt rund 70 Minuten in Anspruch. Nothing setzt hier auf den offenen PD-Standard, wodurch du jedes passende Ladegerät nutzen und mit demselben Lader auch andere Smartphones, Tablets oder Notebooks aufladen kannst.
Nothing OS, Android und Updates
Beim Betriebssystem kommt aktuelles Android 16 zum Einsatz und auch der Sicherheitspatch ist auf dem neusten Stand. Die Nutzeroberfläche nennt sich Nothing OS 4.1 und orientiert sich bei der Nutzerführung an purem Android, verbessert jedoch einige Fehler, durch die Google die Bedienung unnötig kompliziert. Etwa in den Schnelleinstellungen, die bei Nothing deutlich nutzerfreundlicher gelöst sind.
Das Design überzeugt durch einen aufgeräumten, modernen Look und lässt einem viele Möglichkeiten zur Personalisierung. Etwa durch eine Reihe an Nothing-Widgets, mit welchen du das Aussehen deines Startbildschirms in einem einheitlichen Look gestalten kannst. Außerdem kann man beim Einrichten wählen, ob man das klassische, farbenfrohe Aussehen von Android bevorzugt, oder zu einem monochromen Look wechseln möchte.

Neue Android-Versionen erscheinen bei Nothing erfahrungsgemäß zeitnah und auch die versprochenen Update-Garantien wurden bisher stets eingehalten. Das Nothing Phone 4a bekommt 3 Jahre Android-Updates sowie 6 Jahre quartalsweise Sicherheitspatches.
Essential Space
Vor einem Jahr hat Nothing den sogenannten Essential Space eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine App als zentralen Sammelort für deine Notizen. Dabei kannst du Screenshots, Skizzen, Audionachrichten und mehr dort ablegen. Über eine separate Taste, den Essential Key, kannst du durch kurzes Drücken einen Screenshot dort speichern oder beim Gedrückt-Halten eine Sprachnachricht aufzeichnen.
Im Alltag ist der Essential Space durchaus ein praktischer Mehrwert. Jedoch würde ich mir wünschen, dass es die App auch für andere Smartphones, Tablets und Computer gibt, damit man von überall auf seine dort abgelegten Daten zugreifen kann. Eine Kritik hat sich Nothing vom Phone 3 und Phone 3a zu Herzen genommen und die Position des Buttons verändert. Statt direkt unter dem Powerbutton befindet sich der Essential Key nun auf der linken Seite, was Verwechslungen vermeidet. Für mehr Flexibilität wäre es jedoch schön, diesen Button auch mit anderen Funktionen belegen zu können.
Kamera im Test
Die Kamera-Ausstattung des Nothing Phone 4a ist ungewöhnlich: So bietet das Smartphone für 349 Euro eine vollwertige Telefoto-Kamera mit 3,5-fach optischem Zoom. Das findet man sonst nur bei teureren Smartphones! Insgesamt stehen drei Sensoren zur Verfügung: eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine 50-Megapixel-Telefoto-Kamera und eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkel-Kamera.
Die Ergebnisse von Haupt- und Telefoto-Kamera können sich sehen lassen. Klar, kann ein Smartphone für 349 Euro nicht ansatzweise mit Flaggschiffen jenseits der tausend Euro mithalten, doch für den Preis macht das Smartphone wirklich gute Fotos. Mit meinen Testfotos kannst du dir ein Bild von der Fotoqualität machen.
Nothing Phone 4a: Mein Fazit

Das Nothing Phone 4a weiß bereits optisch aus der Masse der Mittelklasse-Smartphones hervorzustechen. Doch im Test kann es nicht nur mit einem schicken Äußeren, sondern auch mit der restlichen Ausstattung überzeugen. Der leistungsstarke Snapdragon-Chip sorgt für genug Performance im Alltag, der Akku hält lange durch und die Kamera macht für die Preisklasse hervorragende Fotos. Mit dem 3,5-fachen optischen Zoom hat diese zudem ein weiteres Highlight zu bieten, welches in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

Der Preis ist mit 349 Euro fair bemessen und auch der Aufpreis für die Speicherverdopplung von 40 Euro ist absolut fair. Wer auf der Suche nach einem preiswerten Smartphone ist, findet beim Nothing Phone 4a ein überzeugendes Gesamtpaket.
→ Nothing Phone 4a für 349 Euro bei MediaMarkt kaufen
Pros des Nothing Phone 4a
- fairer Preis
- außergewöhnliches Design
- helles Display
- gute Performance
- schlanke Software
- solide Akkulaufzeit
- gute Kamera
- 3,5-fach optischer Zoom
Contras des Nothing Phone 4a
- nur nach IP64 wasserdicht
- kein eSIM-Support
Über unsere Links
Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank! Preisangaben basieren auf dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels und können Schwankungen unterliegen.





























