Nokia Streaming Stick 800 im Test: So schlägt sich der neue Fire TV-Konkurrent

4 Minuten
Der Fire TV Stick von Amazon und dessen Alternativen genießen eine hohe Popularität. Nun wurde die Riege der Smart TV-Sticks um ein weiteres Modell erweitert: den Nokia Streaming Stick 800. Wir haben uns den Neuankömmling genauer angesehen und verraten, wie smart das Gerät wirklich ist.
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Nokia Streaming Stick 800 im TestBildquelle: Artem Sandler / inside digital

Der Fire TV Stick-Gegenspieler Nokia Streaming Stick 800 ist ab sofort in Deutschland erhältlich. Dabei stammt der Stick von der Streamview GmbH, einem Lizenznehmer der Marke Nokia für Smart TVs und Set-Top-Boxen in Europa. Zum Lieferumfang gehört neben dem eigentlichen Stick auch ein Netzteil, ein HDMI zu HDMI-Adapter sowie eine praktische Fernbedienung und zwei handelsübliche AAA-Batterien. Der Installationsprozess verläuft überaus simpel und intuitiv – Stick in einen HDMI-Port stecken, Netzteil anschließen, mit dem Google-Konto anmelden und fertig. Stichwort Google-Konto: Dieses ist erforderlich, da die in Eigenregie entwickelte Hardware softwareseitig auf Android TV aus dem Hause Google zurückgreift. Diese ist ebenfalls einfach zu bedienen und bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz: einen Zugang zu über 7.000 Google Play-Apps.

Nokia Streaming Stick 800 im Test

In puncto Hardware setzt Streamview auf den Chip Amlogic S805X2 mit 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Hauptspeicher (eMMC). Ferner bietet der Stick die WLAN-Übertragungsstandards 802.11 a, b, g, n und ac im 2.4 GHz- und 5 GHz-Bereich. Der neueste Standard, Wi-Fi 6, wird allerdings nicht unterstützt. So viel zum (technischen) Hintergrund. Doch wie schlägt sich der Nokia Streaming Stick 800 im Test?

Ein häufiges Problem bei smarten TV-Sticks ist, dass diese nicht sonderlich leistungsstark sind und während der Nutzung „stottern“. Die Gründe hierfür sind elementar: Einerseits muss die Hardware in ein ziemlich kleines Gehäuse passen. Andererseits darf diese nicht zu viel kosten. Und der Nokia-Stick, der stellt leider keine Ausnahme dar. Darüber lässt sich jedoch hinwegsehen, denn die Leistung ist hoch genug, als dass diese im Alltag nicht allzu störend sind – wie es bei den ersten Fire TV-Sticks der Fall war. Zudem ist die Benutzeroberfläche mit einem praktischen Tab-System wohldurchdacht. Es bedarf nur weniger Augenblicke, bis eine App, ein YouTube-Video oder ein Film gestartet wird. Allerdings nur in Full HD, denn die 4K respektive UHD-Auflösung unterstützt der Nokia Streaming Stick 800 nicht.

Stärken und Schwächen des Nokia Streaming Stick 800

Abseits der zwar intuitiven, jedoch wenig innovativen Benutzeroberfläche mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten sowie der App-Vielfalt bietet der Nokia Streaming Stick 800 ein größeres Highlight: eine ergonomische Fernbedienung mit nützlichen Direktwahltasten. Diese führen – genauso wie beim Fire TV-Stick-Pendant – direkt zu den beliebtesten Streaming-Diensten, als da wären: Netflix, Prime Video und Disney +. Weiterhin lassen sich dank der Nokia-Fernbedienung jedoch auch YouTube und Google Play mit nur einem Tastendruck öffnen.

Praktisch ist auch, dass der Streamview-Handsender über eine Einstellungen-Taste verfügt. Dennoch sticht ein anderes Feature deutlich stärker hervor: beleuchtete Tasten. Ist die Funktion eingeschaltet, bedarf es lediglich eines Tastendrucks auf eine beliebige Taste und schon erstrahlen die Knöpfe in hellem Weiß. Wobei „erstrahlen“ in diesem Zusammenhang etwas übertrieben ist, denn ein wenig mehr Leuchtkraft hätte der Fernbedienung sicherlich gutgetan. Zumal die rote Taste „Google Play“ selbst bei dem relativ schwachen Licht des Fernsehers kaum zu sehen ist.

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Die Fernbedienung des Nokia Streaming Stick 800 bietet beleuchtete Tasten.

Eine weitere mögliche Schwäche der Fernbedienung stellt die Platzierung der Lautstärke-Taste dar. Diese wurde nämlich nicht vertikal, sondern horizontal angeordnet und bedarf daher einer gewissen Gewöhnungsphase. Zudem wären da noch die bereits aufgeführten Schwächen in Form einer fehlenden 4K-Auflösung sowie einer nicht vorhandenen Wi-Fi 6-Unterstützung. Das war’s an dieser Stelle dann allerdings auch schon.

Fazit

Bei dem Nokia Streaming Stick 800 handelt es sich um einen ebenbürtigen Gegenspieler des Amazon Fire TV Sticks. Insbesondere die praktische Fernbedienung mit beleuchteten Tasten stellt ein wahres Highlight dar – in mehrfacher Hinsicht. Dafür unterstützt der Nokia-Stick keine 4K-Auflösung und der Kaufpreis ist mit knapp 60 Euro ebenfalls relativ hoch angesetzt worden.

Pros des Nokia Streaming Stick 800:

  • Fernbedienung mit beleuchteten Tasten
  • intuitives Android TV-Betriebssystem
  • zahlreiche Apps

Contras des Nokia Streaming Stick 800:

  • keine 4K-Auflösung
  • kein Wi-Fi 6
  • recht teuer

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1 KOMMENTAR

  1. Karsten Frei

    Beleuchtete Tasten sind absolutes Unnütz.
    Wer FireTv Stick hat, kann Fernbedienung blind benutzen.
    Der Steuerring, Home, Back und Lautstärketasten, mehr ist auch nicht nötig.
    Ich hätte gerne gewusst, ob sich Kodi oder auch andere Apps, nicht aus Google Store, installieren lassen?
    Wie gut schlägt sich der Stick, als Home Mediaplayer?
    Lässt sich der Stick auch ohne Internet starten?
    Aber mit 60€ Verkaufspreis ist der Stick sowieso eine Totgeburt.
    Für das Geld kriegt man bei Amazon im Angebot zwei Fire TV Stick 4K Max oder ein Fire TV Cube.
    Das Positive an dem Stick ist, die Konkurrenz belebt das Geschäft.

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