Dell Inspiron 15 7000 2in1: Was kann die Mittelklasse fürs Home­of­fice?

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Dells Inspiron-Serie gehört zu den Klassikern. Seit mehr als zwei Jahrzehnten werden unter diesem Label Notebooks für den häuslichen Gebrauch angeboten. Das gilt auch für das Inspiron 15 7000 2in1, das, in der Mittelklasse platziert, überzeugen soll.
Scharnier des Dell Inspiron 15 7000 2in1
Scharnier des Dell Inspiron 15 7000 2in1Bildquelle:

Design = silbergrau

Mittelklasse ist eine Einordnung, die keine große Euphorie auslöst. Irgendwo im Niemandsland zwischen billig und teuer wird auf die große Masse gezielt. Das zeigt sich beim Inspiron 7506 2n1 schon beim Äußeren. Abgesehen vom Rahmen um den Bildschirm ist alles (metallic-)grau, auf optische Highlights wurde in Gänze verzichtet, wenn von dem feinen Kantenschliff um Tasten und Handballenauflage abgesehen wird. Doch der ist in der Welt der silbergrauen Alu-Notebooks ebenfalls bei allen anderen Usus. Auffallen wirst du mit der grauen Maus unter den vielen ähnlichen grauen Mäuschen nicht.

Immerhin: Hinter dem metallischen Glanz steckt kein falscher Hase. Aus einem Stück wird zwar nichts gefräst, aber der Alu-Korpus mit einem Umfang von 35,6 x 24 x 1,8 cm macht rundherum einen soliden Eindruck. Nichts knarzt oder verwindet sich unverhofft. Der Display-Deckel bietet trotz der Bildschirmgröße einen sehr guten Schutz vor Verwindungen, allerdings lässt er sich von hinten auf das Panel durchdrücken, was sich in einer minimalen Wellenbildung ausdrückt. Die Scharniere vereinen dagegen einen Widerspruch: Bei gewollten Winkeländerungen zeigen sie sich teils schwergängig, bei ungewollten reagieren sie direkt. Schon nur beim Anheben klappt der Bildschirm nach hinten weg.

Das Display des Dell Inspiron 15 7000 2in1

Mittelprächtig ist auch das Display selbst. Das glänzende IPS-Panel liefert eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln bei einer Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll. Höhere Auflösungen sind in dieser Klasse (noch) nicht üblich. Die Farben könnten etwas kräftiger strahlen, während die Hintergrundbeleuchtung etwas mehr Leistung vertragen könnte.

Display des Dell Inspiron 15 7000 2in1
Display des Dell Inspiron 15 7000 2in1

Ein kleines Highlight des Notebooks, es lässt sich schon am Namen erkennen, ist die Option den berührungsempfindlichen Bildschirm um 360 Grad drehen zu können. Dies bietet nicht nur eine große Variabilität beim Aufstellen des Displays selbst, sondern erweitert die Möglichkeiten beim Anschauen von Filmen genauso wie bei Präsentationen. Selbst ein digitaler Stift wird unterstützt, allerdings muss dieser separat gekauft werden.

Der Prozessor des Dell Inspiron 15 7000 2in1 reicht für das Homeoffice

Die in dem Dell-Notebook verbaute Hardware ist nicht spektakulär. Als Prozessor zieht Intel Core i5-1135G7 ins Gehäuse, der über vier CPU-Kerne verfügt. Sie können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 4,2 GHz zu Werke gehen; per HyperThreading können vier weitere virtuelle Kerne im Bedarfsfall genutzt werden. Die Einzelkern-Leistung ist nicht weit weg von ihren Pendants im Core i7, lediglich bei Mehrkernanwendungen lässt sich ein signifikanter Unterschied von rund 15 Prozent erkennen. Deutlicher fällt der Leistungsunterschied hinsichtlich der GPU aus. Zwar handelt es sich grundsätzlich um den gleichen Xe-Grafikchip, allerdings mit 80 statt 96 Ausführungseinheiten. Und das führt etwa im GFX-Benchmark zu einem satten Minus von 50 Prozent.

Dennoch ist das Inspiron kein langsames Notebook. Den im heimischen Umfeld üblichen Anwendungen, bis hin zu einfachen Bild und Video-Bearbeitungen ist der Prozessor, der von einem 12 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt wird, mehr als gewachsen. Auf große Gaming-Fähigkeiten solltest du jedoch nicht hoffen.

Tastatur des Dell Inspiron 15 7000 2in1
Tastatur des Dell Inspiron 15 7000 2in1

Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte der Hersteller dem Kühlkonzept schenken dürfen. Der Lüfter dreht schon bei vergleichsweise niedriger Last gut hörbar auf.

Langsame, aber große SSD

Dell hat sich beim Speicher für einen praxisorientierten Weg entschieden: Größe vor Geschwindigkeit. Die Transferraten der NVMe-SSD, die von Intel stammt, sind etwa auf halbem Niveau im Vergleich zu schnellen Laufwerken.

Im Alltag ist die Geschwindigkeit des Datenträgers allerdings längst meist nicht so entscheidend. Hierauf weniger Wert zu legen und dafür auf viel Speicherplatz zu setzen, ist die sinnvollere Entscheidung. Mit 512 GB ist die Größe sehr ordentlich dimensioniert.

Die Tastatur-Beleuchtung des Dell Inspiron 15 7000 2in1 macht’s nicht besser

Ein Vorteil von Notebooks der 15,6-Zoll-Klasse ist das Tasten-Layout, das in vielen Fällen einen Nummernblock ermöglicht. Gerade, wenn du dich durch ellenlange Excel-Listen quälst, ist das ein echter Zugewinn. Allerdings ist dieser mit Abstrichen verbunden. Mit einer Breite von 1,5 cm sind die Tasten nicht gerade groß. Sie verfügen über einen spürbaren, aber nicht riesigen Tastenhub, am Druckpunkt gibt es nichts zu meckern.

Umso kritikwürdiger ist die Hintergrundbeleuchtung mit drei Verstellstufen. Auf der mittleren Helligkeit lassen sich die Buchstaben auf den grauen Tasten kaum noch erkennen. Selbst bei voller Leuchtkraft ist die Lesbarkeit alles andere als optimal. Das Touchpad ist mit 11,5 x 8 cm sehr üppig, reagiert präzise und überzeugt mit einem angenehmen Klickmodus.

Schnittstellen: Das Basis-Setup für den Schreibtisch

Zwei klassische USB-Steckplätze (3.2. Generation), ein dritter mit Typ-C-Interface (Thunderbolt 4) sowie HDMI 1.4b – die Zusammenstellung ist nicht außergewöhnlich. Sie ist auf die Standardgerätschaften – Maus, Tastatur und Monitor – ausgelegt. Immerhin wurde auch an einen SD-Kartenleser gedacht. Im Intel-Chipsatz stecken außerdem ein Modul für Bluetooth 5 und Wi-Fi 6, die für das kabellose Anbinden von Peripheriegeräten und den Netzwerkzugriff zuständig sind.

Seite des Dell Inspiron 15 7000 2in1
Seite des Dell Inspiron 15 7000 2in1

Akku: Weder Kurz- noch Langläufer

Auf der Couch noch schnell ein paar E-Mails beantworten, auf der Terrasse oder dem Balkon den Abend bei einem Video ausklingen zu lassen oder im Hobbyraum Anleitungen direkt im Blick haben – auch zu Hause nervt das Stromkabel schnell.

Mit einer Kapazität von 56 Wh, die sich auf drei Zellen verteilt, gehört der Energiespeicher nicht zu den kleinsten und auch nicht zu den größten Modellen. Im Betrieb mit gemischten Anwendungen ist die Ausdauer akzeptabel. Im Browser schöpft der Dell-Rechner innerhalb einer Stunde nur 15 Prozent des Potenzials ab, bei leistungshungrigeren Anwendungen kommen die Reserven jedoch schneller ans Ende. Selbst im noch nicht so anspruchsvollen Rennspiel Asphalt 9 sind gut anderthalb Stunden drin, dann schaltet sich der Rechner aus. Einen ganzen Arbeitstag ohne zusätzliches Nachladen, wirst du kaum schaffen, Sorgen vor einem zu schnellen Abschalten sind aber ebenfalls unbegründet.

Fazit zum Dell Inspiron 15 7000 2in1

Das Dell Inspiron 15 7000 2in1 ist ein mittelprächtiges Notebook im besten Sinne. Zugeschnitten auf private Nutzer, liefert es genau die Leistung, die bei einem Mittelklasse-Laptop erwartet werden kann. Verarbeitung und Hardware bieten wenig Grund für Klagen, wenngleich Details, etwa die Tastaturbeleuchtung, verbesserungswürdig sind. Die Ausstattung ist insgesamt gelungen

An den handwerklichen Fähigkeiten des Herstellers gibt es nichts Grundlegendes zu bemängeln. Die rund herum solide Kiste hält eine kostengerechte Hardware bereit und liefert auch darüber hinaus nur wenig Anlass für Kritik. Details zeigen sich dennoch verbesserungswürdig. Dies gilt etwa für die zu leichtgängigen Scharniere oder die Tastaturbeleuchtung.

Pro

  • solides Mittelklasse-Notebook, das hält, was es verspricht
  • Touch-Display (digitaler Stift optional erhältlich)
  • große SSD

Contra

  • wenig ambitioniertes Design
  • mäßige Tastaturbeleuchtung

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