Neuer Handytarif? Das musst du beim Vertragsabschluss unbedingt beachten

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Du hast vor, dir bald einen neuen Handytarif zu holen? Dann solltest du bestimmte Dinge unbedingt vorher wissen und beim Vertragsabschluss beachten. Denn es gibt durchaus einige Stolpersteine und sogar gewisse Kostenfallen.
Frau schaut gestresst auf einen Laptop
Bildquelle: Poramapixs / Shutterstock.com

Die Suche nach dem richtigen Handytarif beinhaltet deutlich mehr, als nur die Wahl nach dem Netz und dem Datenvolumen. Mehr noch: Es schlummern teilweise sogar echte Kostenfallen. Damit du nicht die falsche Wahl triffst, klären wir dich hier über die wichtigsten Dinge auf.

Nicht nur die GB sind entscheidend

Na klar: Das monatliche Datenvolumen ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn man sich nach einem neuen Handytarif umschaut. Reicht ein kleiner Tarif mit 10 GB zum Sparpreis, oder soll es doch eine 100-GB- oder gar Unlimited-Option sein?

Neben dem Datenvolumen sollte aber auch die Surfgeschwindigkeit nicht vernachlässigt werden. Standardmäßig bekommt man mittlerweile mindestens 50 MBit/s im Download, was für den Alltag absolut ausreicht. Hin und wieder tauchen aber durchaus noch Tarife mit geringerer Surfgeschwindigkeit auf, die man eventuell meiden sollte (außer man nutzt den Tarif nur für WhatsApp und Co.). Insbesondere direkt bei Netzbetreibern wie O2, Vodafone und der Telekom profitierst du hingegen vom Top-Speed. Bis zu 300 MBit/s garantieren ruckelfreies Streamen und flottes Surfen. Wer viel unterwegs in HD streamt, ist hiermit gut bedient. Alle anderen brauchen das aber wahrscheinlich eher nicht.

Was allerdings fast jeder noch braucht: eine Telefon-Flat. Insbesondere junge Menschen verzichten mittlerweile auf einen Festnetzanschluss, wodurch der Handytarif ebenso mal für Telefonate benutzt werden muss. Und da du Ämter, Ärzte und Co. selten via WhatsApp anrufen kannst, sollte eine Telefon-Flat wirklich in jedem Tarif inklusive sein. Das ist sie in der Regel auch, es lohnt sich aber, zumindest kurz hiedrauf zu achten.

Gegeizt wird hingegen teilweise bei der SMS-Flat. Zugegebenermaßen braucht die heute vielleicht nicht mehr jeder. Solltest du aber ab und zu noch SMS verschicken – und dafür nicht direkt extra zahlen wollen –, solltest du hier beim Vertragsabschluss unbedingt ein Auge draufwerfen. Kurz checken sollte man zudem, ob man einen 5G-Tarif abschließt. Eigentlich ist der moderne Funkstandard mittlerweile in so ziemlich jedem Mobilfunkvertrag inklusive – es soll aber wohl noch vereinzelt Anbieter geben, die nur LTE anbieten, und die solltest du wahrscheinlich vermeiden.

Mindestlaufzeit und eventueller Preisanstieg

Ein wichtiger Faktor beim Handytarif ist ebenso die Laufzeit. Standardmäßig schließt man Mobilfunkverträge für 24 Monate, also zwei Jahre, ab. Bei Tarif-Bundles sind teilweise auch 36 Monate möglich (dazu gleich mehr), oftmals handelt es sich hierbei dann aber nur um die Laufzeit für das Abbezahlen des Smartphones. Der Tarif kann gegebenenfalls schon nach 24 Monaten gewechselt werden.

Wer aber wirklich flexibel sein möchte, sollte einen sogenannten Flex-Tarif abschließen. Diese kommen ohne lästige Mindestlaufzeit daher und können jederzeit monatlich gekündigt werden. Diese Flexibilität lassen sich Anbieter teilweise aber bezahlen, etwa durch erhöhte Anschluss- oder Grundgebühren. Es gibt aber auch monatlich kündbare Handytarife, die ohne Extrakosten auskommen. Anbieter wie SIMon Mobile machen das Ganze sogar zu einem Kernversprechen.

Falls du einen möglichst günstigen flexiblen Handytarif suchst, findest du hier stets die günstigsten: 

Noch ein kleiner Tipp: Bei manchen Anbietern kannst du den Vertragsstart nach hinten schieben. Das lohnt sich beispielsweise, wenn du derzeit noch anderweitig an einen Vertrag gebunden bist, um nicht doppelt zahlen zu müssen.

Tarif-Bundles: Das musst du wissen

Tarif-Bundles hatten wir ja bereits kurz erwähnt. Hierbei handelt es sich um die Kombination von Handytarif und einem Gerät, meistens einem Smartphone. Neben Handys packen Anbieter mittlerweile aber auch allerlei andere Produkte zum Vertrag dazu: Fernseher, Tablets, Smartwatches und sogar E-Scooter und vieles mehr ist möglich.

iPhone 17e bei O2 im Tarif-Bundle
Beispiel-Bundle von O2: Einmalig zahlt man hier nur 1 Euro für das iPhone 17e, monatlich kommen aber noch 19,50 Euro dazu Image source: Screenshot / O2

Für das Extra fällt in der Regel direkt schon mal ein einmaliger Gerätepreis an. Wichtig: Bei diesem Aufpreis bleibt es in der Regel aber nicht. So erhöhen die Anbieter auch die monatliche Grundgebühr bei Bundles entsprechend, sodass du Smartphone, Tablet und Co. mit der Monatsrechnung mit abbezahlst.

In Summe kann es dadurch sein, dass du für die Kombi aus Tarif und Gerät nach Ablauf der Mindestlaufzeit mehr gezahlt hast, als die beiden Komponenten einzeln gekostet hätten. Doch es gibt tatsächlich auch immer wieder echt starke Tarif-Bundles, die sich rechnen. So landen die Gesamtkosten vielleicht sogar unter dem Einzelpreis für das gewünschte Smartphone. Genau solche Bundles sind absolute No-Brainer, da du hier nicht nur hohe Einmalkosten umgehst, sondern das gewünschte Gerät sogar günstiger als beim Einzelkauf bekommst. Und den Handytarif gibt’s dabei dann ja ebenfalls quasi geschenkt dazu.

Tarif-Bundles sind also nicht per se gut oder schlecht. Man sollte immer auf die einzelnen Angebote und Preise schauen und das Ganze vorm Vertragsabschluss durchrechnen. Wenn wir dir Tarif-Bundles bei inside digital empfehlen, rechnen wir daher in der Regel alles einmal zusammen und vergleichen die Kosten mit den Einzelpreisen.

Versteckte Kosten bei Handytarifen

Monatliche Grundgebühr und eventuellen Gerätepreis bei Bundles hatten wir also bereits. Es gibt aber noch mehr Kosten, die bei einem Handytarif auf dich zukommen können. Und nicht alle davon sind offensichtlich.

Den Anschlusspreis kennen sicherlich die meisten. Dieser liegt oft bei 39,99 Euro, kann – je nach Angebot und Anbieter – aber auch reduziert oder gar ganz gestrichen werden. Was aber oft nicht direkt ersichtlich ist: Versandkosten. Denn auch die können anfallen, etwa damit die SIM-Karte zu dir nach Hause geschickt wird oder für das Smartphone, welches du dir zum Tarif dazu schnappst.

Deutlich versteckter sind hingegen die Kosten, die durch die sogenannte Datenautomatik entstehen können. Hierbei handelt es sich um einen automatischen “Service”, der nach dem Verbrauchen des Datenvolumens weiteres hinzubucht. Dies ist jedoch mit Kosten verbunden, die sich – wenn man das Ganze nicht weiß oder übersieht – ganz schön läppern können. Insbesondere Mobilfunk-Discounter setzen auf diese Kostenfalle. Sie lässt sich aber immer im Kundenportal oder via Anruf/SMS deaktivieren.

eSIM oder klassische SIM-Karte?

Um dir die Versandkosten für die SIM-Karte zu sparen, kannst du bei vielen Anbietern übrigens eine eSIM wählen. Hierbei handelt es sich um eine elektronische SIM-Karte – du bekommst also keine physische, die du ins Handy einlegen musst. Der Vorteil: Du bekommst sie nach Vertragsabschluss flott per E-Mail, sparst dir also die Versandkosten und die Wartezeit. Der Nachteil: Nicht jedes Smartphone ist eSIM-fähig.

Ebenfalls praktisch: Rufnummernmitnahme

Einen Faktor, den wir bisher unerwähnt gelassen haben, ist die Rufnummernmitnahme. Viele wollen ihre bestehende Rufnummer natürlich beim neuen Handytarif mitnehmen, damit Freunde und Familie einen weiterhin erreichen können. In der Regel bieten auch so ziemlich alle Anbieter eine kostenlose Rufnummernmitnahme an. Teilweise kann man hierfür sogar noch einen Bonus abgreifen, der die Kosten senkt.

Fazit

Wie du siehst, gibt es durchaus einige Dinge, die man beim Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrags beachten sollte. Folgst du unseren Tipps und Hinweisen, solltest du aber alles Wichtige im Blick haben und keinen Fehlkauf machen. Bei inside digital berichten wir zudem regelmäßig über aktuelle Tarif-Angebote, sodass du dich nicht selbst durch die Vielzahl an möglichen Tarif-Optionen suchen musst. Alle News, Deals und Ratgeber rund um Handytarife findest du auf dieser Seite.

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