Die besten Bücher-Apps für Leseratten und Liebhaber

8 Minuten
Menschen lesen heutzutage den ganzen Tag: SMS, Nachrichten, Feeds und Co. Und was ist mit Büchern? Die werden von einem Großteil der Gesellschaft verdrängt. Doch die Digitalisierung bietet einen Anreiz, doch mal wieder zu schmökern: Denn Romane, Krimis und Co. lassen sich auch über das Smartphone und Tablet lesen. Wir haben die besten Bücher-Apps für dein Lesevergnügen.
Buch auf einem Tisch
Bildquelle: Unsplash

Auch wenn du und deine Mitmenschen durch den Alltag mit Smartphones und mobilen Gerätschaften immer mehr lesen, muss man das Verb „lesen“ in einem neuen Sinn deuten. Auf dem Handy liest du vor allem Texte auf Social-Media-Plattformen oder Nachrichten von Freunden und Bekannten.

Bücher lesen allerdings nur noch wenige Menschen – zu schwer sind sie, zu teuer oder zu analog. In allen drei Fällen kann die Digitalisierung Abhilfe schaffen: Wie so oft lässt sich eine Situation nicht nur Schwarz, sondern auch Weiß sehen. Dass sich das Lesevergnügen  mithilfe von Bücher-Apps erweitern und ergänzen lassen, zeigen dir folgende Apps für Android und iOS.

Diese eBooks empfiehlt die Autorin:

Die besten Apps für Leseratten und Buchliebhaber

Hilfreich: Eigene Bücher verwalten

Kannst du in den heimischen vier Wänden eine kleine oder auch große Bibliothek dein Eigen nennen, stehen die Chancen gut, dass die Suche nach einem bestimmten Buch länger dauert. Wenn sich deine Bücherregale über deine gesamte Wohnung verteilen und du nicht mehr weißt, wo welches Buch steht, kannst du mittels Apps ein digitales Ordnungssystem schaffen.

Meine Bibliothek
Meine Bibliothek
Entwickler: Julien Keith
Preis: Kostenlos

Hier hilft beispielsweise die Anwendung „Meine Bibliothek“, die es aktuell nur für Android gibt. Installiert man sich die App auf dem Smartphone, kannst du deine Sammlung digitalisieren. „Meine Bibliothek“ bietet einen integrierten Barcode-Scanner, mit dem man sämtliche Bücher einscannen kann. Hat ein Exemplar aus Altersgründen oder Ähnliches keinen Barcode, lässt es sich ebenfalls manuell der eigenen Bibliothek hinzufügen. Um Genres oder Reihen einfacher wiederzufinden, können Schlagworte vergeben werden. Diese verwendet man dann für die Büchersuche. Alternativ lassen sich auch der Titel oder Autor als Suchwort benutzen. Darüber hinaus kannst du deine Bibliothek in eine Exel-Datei umwandeln und eine Statistik erstellen.

‎Scanolino Pro
‎Scanolino Pro
Entwickler: K - IT Service GmbH
Preis: 10,99 €+

Für iPhones gibt es ein wenig mehr Angebote. „BookBuddy“ und „Scanolino“ funktionieren im Prinzip wie „Meine Bibliothek“. Die Privatsammlung kann mit der App eingescannt und somit im Smartphone oder Tablet digitalisiert werden. Beide Apps ermöglichen es, Bücher in Listen oder virtuelle Regale zu unterteilen, sodass sich Themengebiete leichter wiederfinden lassen. „Scanolino“ warnt außerdem, wenn ein Buch doppelt gekauft wird oder gibt an, wann man ein Buch das letzte Mal gelesen hat. „BookBuddy“ erlaubt es, ein eigenes Ordnungssystem zu erstellen und Bücher über eine Schnellsuche bequemer zu finden. Beide Apps zeigen zudem auf einen Blick das Buchcover, Titel oder Autor an. Auch Hinweise darauf, ob das Buch an jemanden ausgeliehen ist, sind mit von der Partie.

‎BookBuddy
‎BookBuddy
Entwickler: Kimico, Ltd.
Preis: Kostenlos+

Während es „Meine Bibliothek“ und „BookBuddy“ gratis zum Download gibt, verlangen die Entwickler von Scanolino 7,99 Euro für ihr Ordnungsexemplar.

GoodReads: Willkommen im (Buch-) Club

Möchtest du dich gerne mit anderen Buchliebhabern über gelesene Geschichten unterhalten und austauschen, ist die App „GoodReads“ empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um eine Art Buchclub, der erlaubt, Bücher zu rezensieren und zu bewerten. Außerdem lassen sie sich in spezifischen Regalen ablegen und mit einem Marker versehen – beispielsweise dann, wenn bestimmte Bücher noch gelesen werden müssen. Die zugehörige Community von „GoodReads“ kann im Anschluss über Chats und Gruppen über Bücher diskutieren, Empfehlungen aussprechen und mehr.

„GoodReads“ ist als App sowohl im Google Play Store als auch Apple App Store zu finden. Kosten fallen für die Installation nicht an.

Wattpad: Die App für Kreative und Schreiberlinge

Nur lesen reicht nicht? Dann führt kein Weg daran vorbei, eigene Geschichten und Figuren zu Papier zu bringen. Eine Plattform für kreative Köpfe bietet die App „Wattpad“. Sie beherbergt eine Fülle von Büchern, die jedoch nicht von etablierten Autoren, sondern von den dort angemeldeten Mitgliedern stammen. Über welches Thema geschrieben wird oder für welches Genre sich der künftige Autor entscheidet, ist zweitrangig. Im Vordergrund steht, dass den eigenen Ideen ein Raum geboten wird, in dem sie wachsen können und Gehör finden.

Wattpad - Wo Geschichten leben
Wattpad - Wo Geschichten leben
Entwickler: Wattpad.com
Preis: Kostenlos+
‎Wattpad
‎Wattpad
Entwickler: Wattpad Corp
Preis: Kostenlos+

Die Geschichten können dabei in regelmäßigen Abständen als einzelne Kapitel oder als eine Einheit auf „Wattpad“ hochgeladen werden. Auf Wunsch lassen sie sich mit Tags bestimmten Genres oder Themengebieten zuweisen. Anderen „Wattpad“-Nutzern wird die Geschichte kostenlos zum Lesen zur Verfügung gestellt. Diese können sich mittels Push-Benachrichtigungen über neue Kapitel oder Fortsetzungen informieren lassen.

Die Entwickler von „Wattpad“ locken Nutzer damit, sich eine Fangemeinde aufzubauen und möglicherweise einen eigens konzipierten Award für die Geschichte zu gewinnen. Am Ende wartet zudem die Chance, vom Verlag Wattpad Books offiziell verlegt zu werden – mit weiteren Möglichkeiten in Aussicht. Wattpad ist kostenlos und steht für Android, iOS und Microsoft bereit.

Apps für eReader

eReader gelten wohl nach wie vor als Schreckgespenst eines jeden gedruckten Buches. Trotzdem sprechen sie eine Verbrauchergruppe an, die sich eher digital als analog mit Büchern identifizieren kann. Mittlerweile bieten zahllose Händler eigene eReader an – ähnliches Spiel gilt für die dazugehörigen Apps.

Ganz vorn mit dabei ist Amazon und sein Kindle sowie dessen eReader-App. Die App kann auf sämtlichen Android- wie iOS-Geräten gespeichert wie auch synchronisiert werden. Hat man ein Buch bei Kindle gekauft und möchte es in der eigenen Bibliothek einfügen, muss man es an seine Kindle-Mail-Adresse senden. Danach synchronisiert es automatisch mit allen Geräten. Amazon bietet mehr als eine Millionen eBooks an und kann somit eine der größten Bibliotheken sein Eigen nennen.

‎Kindle
‎Kindle
Entwickler: AMZN Mobile LLC
Preis: Kostenlos
Kindle
Kindle
Entwickler: Amazon Mobile LLC
Preis: Kostenlos

Auch Apple hat mit der Plattform iBooks eine eBook-App parat, die mit einer Cloud verbunden ist. Das bedeutet, dass sich ein Buch nach dem Kauf direkt in das persönliche Bücherregal einreiht. Die App synchronisiert über die Apple Cloud automatisch mit allen Geräten, auf denen die Anwendung installiert ist. Google hat mit den Play Books ein eigenes Pendant.

Ähnliche Anwendungen gibt es außerdem vom Buchhändler Thalia oder auch Weltbild.

Skoobe: Virtuelle Bücherei

Wenn du nicht kaufen, sondern leihen willst, musst dazu nicht mehr zur nächstgelegenen Bücherei laufen. Die App „Skoobe“ entspricht einem Bücherverleih für eBooks. Leseratten können auf Wunsch mehrere Bücher gleichzeitig aus dem Angebot ausleihen. „Skoobe“ bietet dafür drei Modelle an.

Der Basistarif kostet 11,99 Euro im Monat. Nutzer können bis zu drei Bücher zeitgleich ausleihen und für 24 Stunden auf ihrem eReader speichern. Danach muss man sich erneut in der App anmelden und die Ausleihe erneuern. Für 14,99 Euro können bis zu fünf Bücher parallel heruntergeladen und für einen gesamten Monat gespeichert werden. Der teuerste Tarif verlangt 19,99 Euro monatliche Grundgebühr. Dafür bekommen Vielleser aber auch bis zu 15 Bücher an die Hand, die ebenfalls einen Monat temporär gespeichert werden. Die App als solche ist kostenlos.

‎Skoobe: Bücher als eBook lesen
‎Skoobe: Bücher als eBook lesen
Entwickler: Skoobe GmbH
Preis: Kostenlos+

„Skoobe“ bietet mehr als 300.000 Bücher verschiedenster Genres und funktioniert nicht nur auf Smartphones und Tablets, sondern auch auf eReadern. Auf Wunsch können Nutzer die gelesenen Bücher kommentieren und bewerten, ehe sie sie zurückgeben. Bevor man ein Buch ausleiht, stellt „Skoobe“ außerdem Leseproben zur Verfügung.

Hörbücher: Hören anstatt Lesen

Viele Buchliebhaber greifen immer öfter zum gesprochenen Wort. Zu den populärsten Hörbuch- beziehungsweise Hörspiel-Anbietern gehört zweifellos „Audible“. Die App bietet über 200.000 Titel Querbeet aus allen denkbaren Gattungen. Dazu gesellen sich auch Podcats aus Eigenproduktion.

Nutzer können aus allen verfügbaren Titeln auswählen und, falls die gewählte Geschichte nicht den Geschmack trifft, auch wieder zurückgeben. Ist ein Hörbuch jedoch gehört, reiht es sich in die eigene Bibliothek ein und kann jederzeit wieder hervorgeholt werden. Audible ermöglicht es außerdem, Geschichten on- wie auch offline anzuhören, Kapitel auszuwählen, Lesezeichen zu setzen oder einen Schlafmodus zu aktivieren. Die App ist kompatibel mit Smartphones, Tablets, PCs und dem Amazon Echo.

Während die App kostenlos im Google Play Store und App Store zu finden ist, gibt es Hörbücher mittlerweile als Abonnement. Für 9,95 Euro steht jeden Monat eine Geschichte nach Wahl zur Verfügung. Für Einsteiger gibt es das Angebot, Audible für knapp 5 Euro monatlich zu testen. Nutzer können jederzeit kündigen.

Recht populär ist auch „BookBeat“. Dort kannst du zwischen zehntausenden Hörbüchern und -spielen auswählen. „BookBeat“ bietet zwei Modelle: Für rund 10 Euro im Monat bekommst du bis zu 25 Hörstunden monatlich, für 19,99 Euro kannst du unbegrenzt Büchern anhören. Die App gibt es für Android und iOS.

Affiliate-Link: inside digital erhält eine kleine Provision, wenn du über den markierten Link einkaufst. Den Preis für das Produkt beeinflusst dies nicht. Die Einnahmen tragen dazu bei, dir unseren hochwertigen Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Und was sagst du?

Bitte gib Dein Kommentar ein!
Bitte gibt deinen Namen hier ein

geschützt durch reCAPTCHA Datenschutzerklärung - Nutzungsbedingungen