Kreditkarten und Girocards (früher EC-Karten) gehören heute zum Alltag dazu. Natürlich gibt es auch noch das Bargeld und weitere Formen des kontaktlosen Bezahlens, dennoch verlässt kaum jemand das Haus ohne eine Geldkarte im Portemonnaie. Leider können die Vorteile der nützlichen Plastikkarten schnell ins Gegenteil umschlagen. Und zwar immer dann, wenn man seine Geldbörse verliert. Oder noch schlimmer, wenn Kriminelle diese entwenden. Es sei denn, man trickst die Täter aus.
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Geldkarte beschriften – Warum ist das sinnvoll?
Viele wissen es nicht, doch wie die Gewerkschaft der Polizei unterstreicht, sind Banken oft zu einer Wiedergutschrift eines gestohlenen Vertrags verpflichtet. Etwa dann, wenn Kriminelle die Eingabe der PIN-Nummer am Automaten ausspähen und anschließend Geld abheben. Ganz anders verhält es sich jedoch, wenn der Bankkunde grob fahrlässig handelt und sowohl die Geldkarte als auch die dazugehörige PIN im gleichen Geldbeutel aufbewahrt. In so einem Fall bleibt das Opfer auf dem Schaden sitzen. Und dennoch kann es sich dank einer weiteren Regelung lohnen, die PIN direkt auf die Kreditkarte oder Girocard zu schreiben.
„Um Missbrauch zu vermeiden, wird Ihre Karte in der Regel nach drei Fehleingaben gesperrt“, heißt es vonseiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Sperrung erfolge dabei auch dann, wenn die Fehleingaben an verschiedenen Geldautomaten oder Terminals erfolgt seien. Diesen Umstand können sich Bankkunden zunutze machen, indem sie eine falsche PIN auf die Geldkarte schreiben. Möglicherweise sogar etwas unleserlich, damit beispielsweise eine 1 auch eine 7 darstellen könnte. Sollten Betrüger die Geldkarte entwenden, besteht die Möglichkeit, dass sie auf die falsche PIN hereinfallen und diese dreimal eingeben. So, dass die Karte automatisch eingezogen wird.
Zusätzlich dazu könnte man auch einen Zettel mit einer vierstelligen, jedoch anderen PIN in seinem Geldbeutel deponieren. In diesem Fall hätten die Täter gleich zwei falsche PINs, die sie ausprobieren müssten. Nur eine Fehleingabe mehr, schon ist die Karte in Sicherheit.
Aufgepasst am Geldautomaten
Leider ist es oftmals so, dass die Täter die richtige PIN genau kennen. Und das teilweise noch bevor sie die Geldkarte entwenden. Das Kunststück gelingt ihnen mithilfe des sogenannten Skimming. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Apparaturen wie Miniaturkameras und Lesegeräte am Geldautomaten befestigt werden. Mit ihrer Hilfe gelangen die Verbrecher nicht nur an die vierstelligen PINs, sondern entwenden die Bankkarten gelegentlich gleich mit – oder klonen sie. Daher empfiehlt es sich, beim Abheben von Bargeld genau auf mögliche externe Aufbauten und versteckte Kameras zu achten. Und natürlich auch darauf, dass einem niemand banal über die Schulter schaut.
Im Fall der Fälle sollten Betroffene ihre Geldkarte sofort über den Sperr-Notruf (116 116) sperren lassen. Zudem ist es ratsam, zeitnah eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten und auch das eigene Kreditinstitut zu kontaktieren.
