Am Geldautomaten: In diesen 3 Situationen sollte man den Abbruch-Knopf drücken

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Rund 50.000 Geldautomaten, Millionen Abhebungen – und fast niemand denkt an die wichtigste Taste. Wann sollte man plötzlich abbrechen, obwohl man nur Geld wollte? Die kleine rote Abbruch-Taste entscheidet über mehr, als man glaubt.
Am Geldautomaten: In diesen 3 Situationen sollte man den Abbruch-Knopf drücken
Am Geldautomaten: In diesen 3 Situationen sollte man den Abbruch-Knopf drückenBildquelle: Hans / Pixabay

In Deutschland stehen rund 50.000 Geldautomaten. Sie sind überall: vor Supermärkten, in Bankfilialen, an Bahnhöfen. Die meisten Menschen nutzen sie regelmäßig. Im Schnitt hebt jede Person etwa hundertmal im Jahr Bargeld ab. Also ungefähr zweimal pro Woche. Karte rein, PIN tippen, Geld raus. Fertig. So einfach ist das. Und genau deshalb denkt kaum jemand darüber nach, dass dieser Moment auch schiefgehen kann. Denn: Geldautomaten sind ein Ort, an dem man sehr offen zeigt, was man hat: Karte, Code, Geld. Drei Dinge, die man eigentlich niemandem schenken möchte. Hier kommt eine der unterschätztesten Tasten der Republik ins Spiel: der rote Abbrechen-Knopf.

Wann der rote Knopf am Geldautomaten hilft

Viele drücken ihn nur, wenn sie sich vertippt haben oder der Automat zu langsam ist. Dabei ist er eher eine Notbremse für schlechte Situationen. Und davon gibt es mehr, als man denkt. Etwa wenn das Umfeld sich plötzlich falsch anfühlt. Jemand rückt ungewöhnlich nah auf, schaut auffällig auf die Tastatur des Geldautomaten oder beginnt genau dann ein Gespräch, wenn man die PIN eingeben will. „Na, klappt’s?“ ist kein freundlicher Smalltalk, sondern ein Warnsignal. Abbrechen heißt hier: sofort stoppen, Karte zurück, kein Geld draußen.

Der zweite Fall: Plötzlich tauchen „helfende“ Fremde auf. Menschen, die ungefragt erklären wollen, wo man am Geldautomaten drücken muss. Oder die mit auf das Display schauen, als wäre es ein gemeinsames Projekt. Das ist kein Service, das ist Risiko. Betrüger leben davon, dass man in solchen Momenten höflich bleibt. Der Abbruch ist unhöflich, aber sicher. Und Sicherheit ist in diesem Fall die bessere Umgangsform.

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Dritter Fall: Der Automat wirkt komisch. Der Kartenschlitz wackelt, am Ausgabefach klebt etwas, es gibt Fehlermeldungen, die keinen Sinn ergeben. Technik darf alt aussehen, aber nicht improvisiert. Wenn etwas wie Bastelarbeit aussieht, sollte man es auch so behandeln: Abstand halten, abbrechen, anderen Geldautomaten suchen und die Bank informieren.

Besser einmal zu viel gedrückt, als einmal zu wenig

Der rote Abbruch-Knopf an Geldautomaten ist kein Zeichen von Nervosität, sondern wie der Sicherheitsgurt im Auto. Man hofft, ihn nicht zu brauchen. Aber wenn doch, ist man froh, dass er da ist. Übrigens: Kanntest du schon die 30-Sekunden-Regel? Sie ist vor allem dann hilfreich, wenn man Geld im Ausgabefach sieht, das herausgezogen werden will. Man macht sich schneller strafbar, als so mancher annimmt.

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