Dieser Stromanbieter erhöht keine Preise – sondern erstattet Geld zurück

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Strompreise steigen, Transparenz fehlt und ein Anbieter geht bewusst einen anderen Weg. Im Interview erklärt Tobias Hirt, warum Fairster Strom ohne Gewinn verkauft, Überschüsse zurückerstattet und warum vermeintliche Billigtarife oft trügen.
Dieser Stromanbieter erhöht keine Preise – sondern erstattet Geld zurück
Dieser Stromanbieter erhöht keine Preise – sondern erstattet Geld zurückBildquelle: Fairster

Steigende Strompreise, Lockangebote und undurchsichtige Tarifmodelle haben das Vertrauen vieler Verbraucher erschüttert. Tobias Hirt will genau damit brechen. Der Gründer von Fairster setzt auf ein gemeinnütziges Modell: Strom zum Selbstkostenpreis, volle Transparenz und Rückerstattungen statt Preiserhöhungen. Im Interview erklärt er, warum Fairness im Energiemarkt kein Idealismus sein muss, wie sein Modell funktioniert und für wen Fairster geeignet ist und für wen nicht.

Herr Hirt, erinnern Sie sich an den Moment, in dem aus Ärger über eine Stromrechnung die Idee entstand: „Ich gründe jetzt meinen eigenen Energieversorger“?

Der Auslöser war tatsächlich sehr konkret. Während meines Studiums bin ich auf Unstimmigkeiten in einer
Stromrechnung gestoßen. Das hat mich so beschäftigt, dass ich begonnen habe, hunderte Abrechnungen mit einem selbst entwickelten Algorithmus zu analysieren. Dabei wurde deutlich, wie systematisch Verbraucherinnen und Verbraucher durch intransparente und überhöhte Preisanpassungen benachteiligt werden. Diese Erfahrung hat mir die Augen geöffnet: Gerade während der Energiekrise 2021 bis 2023 wurde mir klar, wie künstlich hoch die Preise oft sind. Das war der Moment, in dem mir die Idee zu Deutschlands erstem gemeinnützigen Energieversorger – Fairster – als Antwort auf diese Missstände im Energiemarkt kam.

Viele Menschen ärgern sich über Energiepreise – die wenigsten gründen deshalb ein Unternehmen. Was hat Sie damals überzeugt, dass ein gemeinnütziger Stromanbieter wirklich funktionieren kann?

Für mich war die Erkenntnis aus der ersten Stromabrechnung, die ich während meines Studiums analysiert habe, der entscheidende Wendepunkt: Als ich mit meinem eigenen Algorithmus hunderte Abrechnungen untersucht habe, wurde sichtbar, wie systematisch Verbraucherinnen und Verbraucher benachteiligt werden – durch intransparente, teils künstlich überhöhte Preisanpassungen. Diese Analyse hat mir nicht nur gezeigt, wie groß das Problem ist, sondern auch, wie tief es im Markt verankert war.

Genau daraus entstand meine Überzeugung: Wenn ein Energieversorger nicht profitorientiert arbeitet, sondern Strom zum Selbstkostenpreis liefert, alle Preisbestandteile offenlegt und Überschüsse vollständig zurückgibt, dann schafft das automatisch Vertrauen. Ein gemeinnütziges Modell war daher für mich keine Risikoentscheidung, sondern die logische Konsequenz aus allem, was ich zuvor gesehen hatte. Fairster funktioniert, weil wir bewusst auf Gewinn verzichten und so ein echtes Korrektiv zu den gewohnten Marktmechanismen bieten. Unser Ansatz zwingt den Markt, fairer zu werden – und gibt den Menschen gleichzeitig das zurück, was sie verdienen: Transparenz, Kostenwahrheit und eine Energieversorgung, die sich endlich wieder an ihren Bedürfnissen orientiert.

Fairster bietet dir Strom zum Selbstkostenpreis an und erstattet Überzahlungen zurück
Fairster bietet dir Strom zum Selbstkostenpreis an und erstattet Überzahlungen zurück

Gab es einen Punkt, an dem Sie selbst gezweifelt haben, ob dieser Weg nicht zu idealistisch ist für einen knallharten Energiemarkt?

Sicher, der Energiemarkt ist hart umkämpft. Dennoch zeigte mir die positive Resonanz der Kundinnen und Kunden sowie die wachsende Nachfrage, dass Fairness und Transparenz im Markt einen realen Bedarf decken können – und kein unrealistisches Ideal bleiben müssen.

Fairster ist als gGmbH organisiert. Was bedeutet das konkret für Kundinnen und Kunden im Alltag?

Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet die Gemeinnützigkeit ganz konkret eine Energieversorgung ohne Gewinnmaximierung. Strom ist für uns ein Grundbedürfnis – vergleichbar mit Wasser – und sollte nicht dazu dienen, möglichst hohe Margen zu erzielen. Deshalb steht bei Fairster der Verbraucherschutz im Mittelpunkt: Wir arbeiten nicht profitorientiert, es gibt keine versteckten Kosten und sämtliche Überschüsse fließen am Jahresende direkt an die Kundinnen und Kunden zurück. Gemeinnützigkeit heißt für uns aber auch, dass wir Verantwortung für mehr Transparenz im gesamten Energiemarkt übernehmen. Deshalb arbeiten wir eng mit der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Institut für Energie- und Wettbewerbsrecht (eWerk) zusammen und veröffentlichen aktuell eine weitere Studie zur Preisgestaltung im Energiemarkt.

Auf dieser Basis entwickeln wir einen öffentlich zugänglichen Preisindex, der unfaire Dumpingpreise sichtbar macht. Damit geben wir Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Tool an die Hand, mit dem sie Angebote – auch von Vergleichsportalen – erstmals unabhängig überprüfen können. So schaffen wir eine verlässliche Grundlage für faire Entscheidungen und machen den Energiemarkt Schritt für Schritt transparenter und fairer.

Sie sprechen von „Strom zum Selbstkostenpreis“. Welche Kosten stecken tatsächlich in einer Kilowattstunde Strom bei Fairster und welche bewusst nicht?

Richtig, bei Fairster zahlen unsere Kundinnen und Kunden tatsächlich nur das, was Strom wirklich kostet. Der Tarif setzt sich transparent zusammen: Als Basis steht der Preis der Produzenten, welche direkt an Fairster angebunden sind und auch direkt die Vergütung für die produzierte Energie von uns erhalten. Zu den Produzenten gehören größtenteils kleine bis mittelgroße Windparks und einzelne Solarparks. Um Residuallasten auszugleichen, bspw. wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, erheben wir ein Strukturierungsbudget, welches diese Kosten puffert und als Risikozulage dient für produktionsschwache Monate.

Auf diese Beschaffungskosten werden 5% für alle versorgerseitigen Kosten erhoben, sowie ein Servicefee von 4,99 € pro Monat pro Zähler. Alles weitere sind die hoheitlichen Preisbestandteile wie Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen, die alle Netznutzer bezahlen müssen. Nicht enthalten sind Kosten, die nichts mit der Stromversorgung zu tun haben – etwa Marketing, Verwaltung, große Teams oder Bürostrukturen. Fairster hat keine Angestellten und kein Büro. Deshalb können wir Strom tatsächlich zum Selbstkostenpreis anbieten.

Fairster-Gründer Tobias Hirt - „Mit uns wechselst du deinen Stromanbieter zum letzten Mal“
Fairster-Gründer Tobias Hirt – „Mit uns wechselst du deinen Stromanbieter zum letzten Mal“

Wie genau funktioniert die Rückerstattung von Überschüssen und wie entscheiden Sie, wie viel Geld in Wachstum oder Rücklagen fließt?

Die Rückerstattung funktioniert bei Fairster nach einem einfachen Prinzip: Alles, was im laufenden Lieferjahr nicht für die tatsächliche Strombeschaffung benötigt wird, geht am Ende direkt an unsere Kundinnen und Kunden zurück. Vor Beginn eines jeden Jahres planen wir den voraussichtlichen Energiebedarf und kaufen den Strom vorausschauend ein. Gleichzeitig legen wir ein Strukturierungsbudget an – eine Reserve, die Schwankungen im Markt abfedert, etwa wenn weniger erneuerbare Energien zur Verfügung stehen und kurzfristig Strom am Spotmarkt zugekauft werden muss. Während des Jahres werden aus diesem Budget diese Residualkosten sowie Maßnahmen, die die Versorgungsund Produktionsvorgänge optimieren, wie genauere Prognosen bspw. bezahlt. In das Strukturierungsbudget fließen auch die Einnahmen aus den Energieverkäufen, bspw. alles, was unsere Endverbraucher nicht nutzen und erhöhen damit die Rückzahlung.

Erst wenn die Netzbetreiber am Ende der Lieferperiode ihre Abrechnungen abgeschlossen haben, steht fest, wie hoch der tatsächliche Bedarf war. Dann berechnen wir den finalen Stand des Strukturierungsbudgets. Was davon übrig bleibt, wird vollständig und anteilig nach individuellem Verbrauch an die Kundinnen und Kunden zurückerstattet. Für das Lieferjahr 2024 lag dieser Rückerstattungsanteil bei 78 Prozent. Da Fairster nicht gewinnorientiert arbeitet, fließen Überschüsse in die Rücklage für das laufende Lieferjahr – also das Strukturierungsbudget und damit in die Rückerstattung der Kunden. Da Wachstumskosten nicht Teil der Energieversorgung sind fallen Sie bei Fairster nicht an. Die Firma VENEKO GmbH, die bspw. die Kundenverwaltung und –Service für Fairster durchführt, neben der Haupttätigkeit Legal Tech und Energieberatung, führt die bisherigen Marketingrollen durch. So stellen wir sicher, dass jeder nicht für die Energieversorgung verwendete Euro direkt den Kundinnen und Kunden zugutekommt.

Wer kann aktuell einen Tarif von Fairster beziehen? Gibt es regionale Einschränkungen oder technische Voraussetzungen?

Fairster kann grundsätzlich von allen Kundinnen und Kunden in Deutschland bezogen werden – wir sind bundesweit verfügbar, sowohl für private Haushalte als auch für Gewerbe- und Großkunden. Unser Portfolio reicht vom 1- Personen-Haushalt bis hin zu großen, produzierenden Unternehmen wie einem Schokoladenhersteller. Regionale Einschränkungen gibt es nicht. Technische Voraussetzungen bestehen nur für bestimmte Tarifmodelle: Für dynamische Tarife ist ein moderner, intelligenter Messstellenzähler (iMSys) erforderlich. Und bei der Weitergabe von Wärmeprofil-Endpreisen müssen die entsprechenden technischen Voraussetzungen beim jeweiligen Netzbetreiber gegeben sein. Ansonsten können Kundinnen und Kunden in ganz Deutschland ohne besondere Anforderungen zu Fairster wechseln.

Was kostet eine Kilowattstunde Strom bei Fairster derzeit und warum verzichten Sie bewusst auf feste Lockpreise oder Neukundenboni?

Bei Fairster kostet eine Kilowattstunde Strom vor der Rückerstattung für das Lieferjahr 2026 9,9 ct/kWh für Haushaltskunden und 9,99 ct/kWh für kleine Gewerbekunden, bei großen Gewerbekunden liegt der Preis zwischen 8 und 10 ct/kWh – zuzüglich aller Netzentgelte, Abgaben und Umlagen. Als anschauliches Beispiel für den Endpreis variieren unsere Brutto-Tarifpreise für Haushalte mit ein Jahresverbrauch in Höhe von 2.500 kWh zwischen 24,06 Cent und 39 Cent, basierend auf den niedrigsten bzw. höchsten netzseitigen Kosten im bundesweiten Vergleich. Damit Boni oder Lockpreise realisierbar sind müssen diese von Bestandskunden oder Marketingbudgets finanziert werden.

Bei Fairster gibt es keine Altverträge: Alle Kundinnen und Kunden zahlen im laufenden Jahr denselben Preis, aus demselben Portfolio. Dadurch können wir keine Sondertarife, Lockangebote oder Boni anbieten, ohne dass wir unser Grundprinzip der fairen Preisgestaltung verletzen. Wenn wir alle Kunden gleich bepreisen wollen, sind weder Lockangebot noch Boni realisierbar. Wir verfolgen das Konzept, dass unsere Kunden den letzten Wechsel zu uns machen, da wir auf einem Preisniveau fahren, welches unserer Ansicht nach nicht günstiger möglich ist. Einen ständigen Wechsel, um den nächsten Bonus oder Dumpingtarif mitzunehmen, halten wir weder für den Markt noch für die Gesamtheit aller Stromverbrauchenden für ein nachhaltiges Konzept.

Für wen ist Fairster eher nicht geeignet?

Fairster ist weniger geeignet für Kundinnen und Kunden, die den am Anfang augenscheinlich billigsten Tarif, ungeachtet aller Risiken, haben möchten. Unseren „Bonus“ gibt es quasi am Ende der Lieferperiode – mit unserer Rückerstattung. Auch für Menschen, die keinen festen, planbaren Preis möchten oder bewusst stark schwankende Spotmarktpreise nutzen wollen, ist Fairster weniger passend. Unser Konzept basiert darauf, Strommengen langfristig direkt von Produzenten einzukaufen – nicht auf einer Beschaffung über den Spotmarkt. Dynamische Tarife sind daher nicht unser Fokus.

Sie kritisieren versteckte Preisbestandteile in der Branche. Wo werden Verbraucher aus Ihrer Sicht heute am häufigsten getäuscht?

Kein Versorger legt alle Kosten, insbesondere die internen Kosten, offen sowie auch kein Versorger offenlegt, wie viel alle seine Kunden bezahlen. Wir sehen in den Vergleichsportalen nur die Angebote, die der Versorger für Neukunden anbietet, welche mitunter unserer Ansicht nach größtenteils Dumpingpreise sind. Sprich bei jedem Versorger werden Kosten und Quersubventionierungen versteckt, die unserer Ansicht nach viele benachteiligen, wenige bevorteilen und im Stillen massive Gewinne für die Unternehmen bedeuten. Die direkten Täuschungen finden hauptsächlich bei Preisanpassungen, Vertragsabschlüssen und -verlängerungen statt.

Viele Anbieter verstecken Kosten in ihren Tarifen, erhöhen Preise kurzfristig oder arbeiten mit undurchsichtigen Vertragsklauseln. Verbraucherinnen und Verbraucher werden vor allem durch fehlende Transparenz getäuscht: Lockpreise gelten oft nur kurzfristig, während tatsächliche Kosten, Boni-Bedingungen oder spätere Preisanpassungen erst im Kleingedruckten sichtbar werden. Häufig merkt man erst nach Ablauf von Bonuszeiträumen oder Preisgarantien, wie teuer der Strom wirklich ist. Diese Mechanismen führen dazu, dass vermeintlich günstige Tarife langfristig deutlich teurer werden, als es auf den ersten Blick erscheint.

Fairster arbeitet an einem eigenen Strom- und Gaspreisindex. Was soll dieser Index leisten und warum unabhängig von bisherigen Vergleichsportalen sein?

Der Preisindex soll für die Verbraucherinnen und Verbraucher eine objektive, kostenbasierte Vergleichsgrundlage schaffen, um Strom- und Gastarife realistisch bewerten zu können. Er bildet die minimale Kostenbasis eines typischen Stromvertrages ab – basierend auf Terminmarktpreisen sowie allen regulierten Kostenbestandteilen wie Netzentgelten, Umlagen und Steuern. Gewinnmargen und unternehmensspezifische Kosten bleiben bewusst außen vor, jedoch werden Provisionen mitberücksichtigt, um ein realistisches Bild auf die tatsächlichen Kosten des Tarifs zu schließen. So lässt sich erkennen, ob ein Tarif kostendeckend ist oder unterhalb der realen Kosten liegt – also ein Dumping- oder Lockangebot darstellt.

Der Verbraucher hat damit ein Tool, um ein Marktgefühl zu erhalten, aber hauptsächlich, um vorweg gewarnt zu sein, dass es sich um ein Risikoangebot hält. Das schützt Verbraucher vor späteren Preissprüngen und sorgt für mehr Fairness, Transparenz und Stabilität im Markt. Generell hat ein Letztverbraucher, der sich im Energiemarkt nicht auskennt und kein Zugang zur Strombörse hat, keine Möglichkeit die Plausibilität von Angeboten zu prüfen. Wir wollen hier diesem Manko mit dem Preisindex entgegentreten. Das Tool kann auch den marktregulierenden Behörden dienen, um ein Verdrängungswettbewerb zu erkennen und Maßnahmen gegen Preisdumping zu unternehmen.

Statt nur neue Anlagen zu bauen, setzen Sie auf alte, abgeschriebene Windräder. Warum ist gerade dieser Ansatz aus Ihrer Sicht so unterschätzt?

Viele ältere Windräder sind weiterhin leistungsfähig, aber im heutigen Energiesystem schlicht nicht mehr „im Fokus“. Moderne Anlagen lassen sich sekundengenau steuern und flexibel hoch- und runterfahren – ein Takt, den ältere Anlagen technisch nicht mitgehen sollten, ohne darunter zu leiden oder schneller auszufallen. Genau deshalb geraten sie im Markt zunehmend ins Abseits, obwohl sie zuverlässig Strom liefern. Wir geben diesen Anlagen bewusst wieder eine Rolle, weil sie ein wertvoller Teil der Energiewende bleiben sollten. Sie produzieren sauberen Strom, auch wenn sie nicht in die kurzfristigen Steuerlogiken vieler virtueller Kraftwerke passen.

Unser Ansatz ist deshalb unterschätzt, weil er ein Problem adressiert, über das kaum gesprochen wird: Der Markt bevorzugt technische Perfektion und kurzfristige Optimierung – wir setzen stattdessen auf nachhaltige Nutzung bestehender Ressourcen. Indem wir ältere, funktionierende Anlagen wieder ins Netz holen, verlängern wir ihre Lebenszeit sinnvoll, reduzieren Neubaudruck und nutzen vorhandene Infrastruktur effizient weiter. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein Beitrag dazu, die Energiewende stabiler und unabhängiger zu gestalten. Dieser Ansatz ist doppelt nachhaltig: ökologisch, weil vorhandene Infrastruktur genutzt wird, und ökonomisch, weil er bezahlbare, saubere Energie ermöglicht.

Fairster wächst stark. Wie verhindern Sie, dass mit zunehmender Größe die Probleme entstehen, die Sie heute kritisieren?

Unser Konzept ist fest definiert und unabhängig von der Größe und Anzahl der Kunden. Da wir keine Investoren oder externe Entscheidungsträger haben, wird unser Vorgehen nicht von Erfolg verändert, sondern bleibt genauso wie es ist. Wir erhoffen durch mehr Erfahrung, dass wir langfristig konstant hohe Rückerstattungen wie im ersten Jahr weiter ermöglichen können und damit den nachhaltig ökologisch günstigsten Tarif am Markt anbieten können.

Was ist die häufigste Kritik, die Sie an Ihrem Modell hören?

Die häufigste Kritik an unserem Modell kommt von Kundinnen und Kunden, die von den Preisniveaus auf Vergleichsportalen geblendet sind und diese als realistisch ansehen. Dort wirken unsere Preise zunächst höher, was insbesondere Dauerwechselkundinnen und -kunden nicht nachvollziehen können. Außerdem konzentrieren wir uns bewusst auf stabile Festpreise. Kritik kommt daher vor allem von risikoaffinen Verbraucherinnen und Verbrauchern, die einen großen Teil ihres Verbrauchs über den Spotmarkt abbilden wollen. Unser Modell ist hier also nicht auf kurzfristige Spekulation, sondern auf Planbarkeit und günstige Preise für alle ausgelegt.

Wo soll Fairster in fünf Jahren stehen und woran würden Sie persönlich den Erfolg Ihres Unternehmens messen?

Wir wollen mit Fairster als Vorreiter für faire Energieversorgung gelten und den Standard für Transparenz, Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz im Energiemarkt setzen. Wir wollen unser Kundenstamm weiter erweitern sowie unser Portfolio um Solar- und Windenergie (Produzenten). Unsere Organisation ist nicht auf Wachstum um jeden Preis ausgerichtet, sondern auf Vertrauen, Transparenz und eine faire Teilhabe aller Akteure im Energiemarkt. Erfolg bedeutet für uns: eine niedrige Kündigungsquote, eine solide Wachstumsrate, hohe Kundenzufriedenheit und spürbare Rückerstattungen.

Wenn Sie einem durchschnittlichen Haushalt in einem Satz erklären müssten, warum er seinen Stromanbieter wechseln sollte, was würden Sie sagen?

Mit Fairster wechselst du zum letzten Mal, um günstige Preise für Ökostrom aus Deutschland dauerhaft bei einem Versorger zu bekommen und unterstützt zugleich noch Verbraucherschutz.

Quellen:

Bildquellen

  • fairster-bietet-dir-strom-zum-selbstkostenpreis-an-und-erstattet-ueberzahlungen-zurueck: Fairster
  • fairster-gruender-tobias-hirt-„mit-uns-wechselst-du-deinen-stromanbieter-zum-letzten-mal“: Fairster
  • angriff-auf-die-stromriesen-ikea-mischt-jetzt-den-energiemarkt-auf: KI-generiert
  • dieser-stromanbieter-erhoeht-keine-preise-–-sondern-erstattet-geld-zurueck: Fairster

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