EC-Karte sperren: Viele machen diesen Fehler, den du unbedingt vermeiden solltest

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Wer seine EC- oder Kreditkarte verliert, sollte nicht in Panik geraten und die Karten sofort sperren. Wir zeigen dir, wie du das schnell und einfach erledigen kannst, bevor dir jemand dein Konto leerräumt.
EC-Karte sperren: Das musst du beachten
EC-Karte sperren: Viele machen diesen Fehler, den du unbedingt vermeiden solltestBildquelle: Unsplash/Eduardo Soares

Wer seinen Geldbeutel verliert, muss schnell handeln. Das wohl wichtigste ist, seine EC-Karte sowie die Kreditkarten sperren zu lassen. Es gibt dafür zwar einen kostenlosen Notruf, der 24 Stunden am Tag erreichbar ist. Dieser alleine genügt aber nicht. Denn Diebe können selbst mit einer beim Notruf gesperrten Karte das Konto leerräumen.

EC-Karte sperren: Das musst du beachten

Die Nummer des Sperr-Notrufs ist rund um die Uhr unter der 116 116 erreichbar und aus dem Inland kostenlos. Mit einem Anruf kannst du deine Girocard – egal welches Kreditinstitutes – sofort sperren lassen. Wer das lieber per App macht, dem bietet der Verein zur Förderung der Sicherheit in der Informationsgesellschaft auch die Sperr-App an. In der Anwendung (für Android und iPhone) lässt sich unter anderem die EC-Karte hinterlegen und bei Verlust sofort sperren.

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Das Problem dabei ist: Banken geben dem Einzelhandel zwar Auskunft über gesperrte Karten, aber nur noch im Rahmen der PIN-Zahlung. Hast du deine EC-Karte nur über den Sperr-Notruf gesperrt, gelangen Dritte also trotzdem an dein Geld. Sie können zwar keine Zahlungen mehr mit der Eingabe der PIN tätigen. Jedoch ist das SEPA-Lastschriftverfahren per Unterschrift immer noch möglich.

Trotz Sperre: Dritte kommen an Geld dran

Um Dritten auch diese Möglichkeit des Bezahlens zu nehmen, solltest du deine EC-Karte über das KUNO-System der Polizei sperren. „KUNO“ steht für „Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen“ und ist ein Zusammenschluss von Polizei und Handelsunternehmen. Sperrst du seine EC-Karte über das KUNO-System, meldet die Polizei alle relevanten Karteninformationen an eine zentrale Meldestelle. Von dort aus werden die Daten anschließend an die an KUNO angeschlossenen Handelsunternehmen weitergegeben. Sie lehnen dann Lastschrift-Zahlungen mit den gemeldeten Karten ab.

Der Vorteil dabei: Es wird nicht das ganze Konto gesperrt, sondern nur die verlorene Karte. Andere EC-Karten des Kontos, etwa die des Ehepartners, lassen sich weiterhin nutzen, ebenso das Online-Banking.

Das Girokonto im Handy: Smartphone-Banken im Vergleich

Sollte dein Portemonnaie samt EC-Karten, Führerschein und Ausweise gestohlen werden, solltest du darüber hinaus Anzeige bei der Polizei erstatten. Auch das geht heute online.

Girocard sperren bei der eigenen Bank: nur einer von zwei Schritten

Deine verlorene Kredit- oder EC-Karte kannst du auch über die Online-Banking-App, im Browser im Online-Banking oder mit einem Anruf beim Kundenservice deiner Bank sperren. Das funktioniert bei den meisten Anbietern zwar ebenfalls schnell und einfach. Doch wie oben bereits erwähnt, sperren Banken und Sparkassen nur die PIN-Zahlung, nicht aber das Lastschriftverfahren mit Unterschrift.

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