Stiftung Warentest: Diese E-Bikes überzeugen - Mängel gibt es trotzdem

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Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt, ein E-Bike zu kaufen, muss viele Dinge beachten. Denn die Ausstattung fällt von Rad zu Rad unterschiedlich aus. Die Stiftung Warentest hat neun E-Bikes aus dem Crossover-Segment getestet.
Man fährt mit einem Crossover-E-Bike im Gelände.
Crossover-E-Bikes kannst du auch im Gelände gut nutzen. Neun Modelle hat die Stiftung Warentest getestet.Bildquelle: KBO Bike / Unsplash

Ein neues E-Bike zu kaufen, muss nicht teuer sein. Regelmäßig ist es möglich, bei Aldi, Lidl oder im Baumarkt um die Ecke ein elektrifiziertes Fahrrad zum Spottpreis zu ergattern. Teilweise sogar für unter 1.000 Euro. Es geht aber auch hochwertiger. Wenn du dich über ein SUV-E-Bike entscheidest, musst du in der Regel mit einem Preis von mindestens 2.000 Euro rechnen – oft auch mit deutlich mehr. Die Stiftung Warentest hat jetzt neun hochwertige E-Bikes für den Alltag getestet – und kommt in der neuen Juni-Ausgabe zu einem deutlichen Ergebnis.

Zwei E-Bikes durch Schadstoffe belastet

Denn: Keines der von den Warentestern auf die Probe gestellten SUB-E-Bikes fällt im Test durch. Zwei Modelle erreichen allerdings nur ein „befriedigend“, also eine eher mäßige Bewertung. Neben dem Corratec MTC 12S (durchschnittlicher Ladenpreis laut Stiftung Warentest: 3.600 Euro, Endnote 2,6) auch das Kalkhoff Entice 5.B Advance+ (4.550 Euro, 2,7).

Beide Fahrräder hätten eigentlich etwas besser abgeschnitten, jedoch fanden die Tester Schadstoffe im Sattel beider Räder, was zu einer Abwertung führte. Zudem kritisiert die Stiftung Warentest beim Corratex-Modell eine ungleichmäßige und schwache Ausleuchtung der Fahrbahn, wenn das Licht eingeschaltet ist. Das Kalkhoff-Fahrrad erwies sich zudem als einziges Fahrrad im Test als instabil bei Fahrten mit Gepäck. Auch das führte zu einer Abwertung.

Diese SUV-E-Bikes schneiden im Test am besten ab

Die sieben weiteren Crossover-E-Bikes erreichten im Test die Endnote „gut“; was im Umkehrschluss gleichbedeutend mit der Erkenntnis ist, dass keines der getesteten Räder rundum überzeugen konnte. Testsieger wurde laut Einschätzung der Stiftung Warentest das KTM Macina Aera 671 LFC (4.200 Euro, Endnote 1,8). Es überzeugt mit sehr guten Parametern hinsichtlich der Sicherheit und einer hohen Haltbarkeit. Fahreigenschaften, Antrieb und Handhabung stuften die Warentester durchweg als „gut“ ein.

Auf den weiteren Plätzen landeten das Simplon Kagu Bosch CX 275 TR (5.250 Euro, 2,1) und das Specialized Turbo Tero 4.0 Step-Through EQ (5.100 Euro, 2,1). Gute Fahreigenschaften, guter Antrieb, sehr gute Sicherheit kombinieren sich bei beiden Rädern mit einer nur durchschnittlichen Handhabung. Das Specialized-Modell erntete aber Abzüge beim Akku, der sich nur schwer entnehmen und wieder einsetzen lässt. Eine fast identische Gesamtbewertung erhielten das Stevens E-Universe 6.5 FEQ (3.800 Euro, 2,1), das Centurion Country R960i (3.800 Euro, 2,2) und das Flyer Goroc2 2.10 (5.350 Euro, 2,2).

Tipps und Tricks zum E-Bike-Kauf

Wenn auch du dir ein E-Bike kaufen möchtest, haben wir zahlreiche Tipps für dich zusammengetragen, die du beachten solltest. Gleiches gilt, wenn du dich für den Kauf eines gebrauchten E-Bikes entscheiden möchtest. Allein bist du mit deiner Entscheidung, ein elektrifiziertes Rad zu kaufen, übrigens nicht. Fast jedes zweite in Deutschland verkaufte Fahrrad ist mittlerweile ein Pedelec, wie E-Bikes im Fachhandel eigentlich heißen.

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1 KOMMENTAR

  1. Frei

    E-Bikes in D sind extrem überteuert. WUCHER- Priese!
    Grund ist der Zoll mit über 70 % auf günstigere Pedelecs aus China.
    Diesen Omnipoll- Vorteil missbrauchen die Anbieter.
    Und der Staat bereichert sich an den MwSt für die Wucher- Priese!

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