Samsung Galaxy Z Flip vorgestellt: Razr lässt grüßen

4 Min. Lesezeit in Pocket speichern
Samsungs Galaxy Z Flip ist schon seit den Oscars kein echtes Geheimnis mehr. Jetzt wurde es auch offiziell vorgestellt. Wie erwartet klappt sich hier quasi ein Galaxy S20 mittig zusammen. So ist das Galaxy Z Flip der Gegenentwurf zum Samsung Galaxy Fold oder dem Huawei Mate X. Es wird nämlich beim Aufklappen nicht zum Tablet, sondern erst damit zum Smartphone. Das traute sich bisher nur das Motorola Razr.
Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

Samsung hat während des Unpacked-Events neben den drei neuen Galaxy-S-Modellen auch ein neues faltbares Smartphone, das Samsung Galaxy Z Flip, vorgestellt. Dabei wird Samsung nicht müde zu erwähnen, dass das neue Falthandy nicht der Nachfolger des Galaxy Fold ist, sondern eine eigene Modellreihe darstellt. Damit sind es nun also nicht nur zwei Flaggschiff-Reihen, sondern auch zwei Faltreihen der Südkoreaner.

Samsung Galaxy Z Flip vorgestellt: Das sind die wichtigsten Specs

Ein Smartphone, dessen Display sich um 180 Grad biegen lässt, wird vom High-End-Panel dominiert. Doch was steckt außer der Faltfähigkeit drin? Zuallererst ist das Samsung Galaxy Z Flip im ausgeklappten Zustand 6,7 Zoll. Was sich im ersten Moment riesig anhört, ist mittlerweile noch kein Standard, aber zumindest so groß wie das Galaxy S20+ und kleiner als das Galaxy S20 Ultra. Doch es kommt nicht nur auf die Größe an. Auf die Fläche verteilen sich nämlich 2.636 x 1.080 Pixel. Das ist eine Menge und das Galaxy Z Flip erreicht damit über 400 ppi. Verglichen mit herkömmlichen Flaggschiffen ist die Auflösung jedoch eher gering.

Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

Das Format des Panels macht das Falthandy recht lang. Mit 21,9:9 ist das Display-Verhältnis oberhalb der Norm. Dass das Ganze auf AMOLED-Technik basiert ist für Samsung mittlerweile Standard. Nicht vergessen darf man dabei, dass es auch ein zweites Display in der Außenhaut des Handys gibt. Das löst mit 112 x 300 Pixeln auf und ist 1,1 Zoll groß. Es soll vor allem für die Grundinformationen da sein und beim Fotografieren bei geschlossenem Gehäuse als Live-View dienen.

Snapdragon 855+ und eine eSIM

Die inneren Werte des Galaxy Z Flip können sich sehen lassen, wirken aber zum Teil etwas altbacken. Der Prozessor hört auf den Namen Snapdragon 855+ und stammt aus dem vergangenen Jahr. 5G ist ebenfalls nicht vorgesehen; der Akku ist mit 3.300 mAh vergleichsweise klein und lädt mit 15 Watt eher langsam. Apropos 5G: Das Galaxy Z Flip bietet Dual-SIM wie beim Note 10. Das heißt, es kommt eine herkömmliche SIM-Karte und eine eSIM zum Einsatz. Die restlichen Verbindungs-Spezifikationen sind von der Stange: Bluetooth 5 und Dual-Band-WLAN boten auch schon alle Spitzenmodelle aus dem vergangenen Jahr.

Die Kamerasektion ist ebenfalls eher unspektakulär. Eine Dual-Kamera mit zwei Mal 12 Megapixel Auflösung müssen dir reichen. Die Frontkamera bietet 10 Megapixel. Der Nachtmodus wird vom Klappgehäuse unterstützt. Die Hauptkamera kann, wenn das Galaxy Z Flip 90 Grad aufgeklappt genutzt wird, im Nachtmodus 15 Aufnahmen in 5 Sekunden schießen und diese zusammenrechnen. Einen ersten Eindruck der Kamera muss allerdings ein Test des Galaxy Z Flip zeigen.

Design und Gehäuse

Die Außenhaut des Galaxy Z Flip besteht aus Glas und Metall und ist mit 183 Gramm nicht übermäßig schwer. Dabei baut Samsung auf Gorilla Glass 6 auf den Außenseiten und auf Gorilla Glass 3 bei der Kameraabdeckung. Als Farben setzen die Südkoreaner auf Mirror Purple und Mirror Black, also auf Schwarz und Lila.

Das Design zeigt sich nahe an dem der Galaxy-Note-10-Familie. So ähnlich sehen auch das Galaxy S20 und seine Brüder aus. Große Unterschiede gibt es aber trotzdem. Neben dem nötigen Scharnier wurde auch die Kamerasektion angepasst. So ist sie viel zurückhaltender als der aktuelle Standard bei Samsung.

Klappen und Falten mit 200.000 Wiederholungen

Highlight des Äußeren ist jedoch der Klappmechanismus. Er besitzt zwei Scharniere, die durch eine innenliegende Faser geschützt werden. Sie sitzen zwischen Außengehäuse und dem integrierten Schutzklappe und verhindert Eindringen von Staub oder Schmutz. So zumindest die Theorie, die Samsung beim Galaxy Z Flip Vorstellung verrät.

Samsung Galaxy Z Flip Hands-On

Du kannst dir das wie Bürsten vorstellen, die die Fläche, die ins Gerät eintaucht, auskehrt. Samsung verspricht mindestens 200.000 Faltvorgänge bevor es kaputtgeht. Das macht bei 100 Faltvorgängen pro Tag eine Nutzungszeit von fünf Jahren. Unter anderem soll das auch durch eine Glasschicht auf dem Display klappen.

  • Das Drama ums Galaxy Fold

Doch was bringt das Klappen bei geöffnetem Smartphone? Dafür hat sich Samsung einiges überlegt. Halb offen kann unten die Bedienung eingeblendet werden, während oben Bilder, Videos oder anderere Inhalte der App stattfinden. Dazu gibt es wieder einen Multi-Window-Modus. Hier legst du zwei Apps nebeneinander und kannst beide gleichzeitig bedienen. Dafür muss jedoch die App angepackt werden. Ob das viele App-Hersteller machen, bleibt abzuwarten.

Samsung Galaxy Z Flip vorgestellt: Das ist der Preis und dann kannst du es bestellen

Samsung verlangt für das Galaxy Z Flip 1.480 Euro und bietet es ab dem Unpacked-Event zum Vorbestellen an. Der offizielle Marktstart erfolgt dann am 21. Februar.

Keine Kommentare

[-AMP Version-]