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Was dieser Mähroboter mit seinen Messern macht, habe ich so noch nie gesehen

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Kein Draht, Navigation per Satellit, Hindernisse werden umfahren: Mähroboter erledigen heute fast alles allein. Bei einer Aufgabe musst du aber weiter selbst ran. Ein Hersteller, den du eher aus der Gastronomie kennst, will das jetzt ändern.
PUDU TOMO S Mähroboter
Mähroboter PUDU TOMO SBildquelle: Thomas Kern / inside digital

Du kennst das Ritual vielleicht: Roboter auf den Rücken drehen, Handschuhe an, die kleinen Klingen prüfen und stumpfe Exemplare abschrauben. Lässt du das schleifen, sieht man es am Rasen. Stumpfe Messer schneiden die Halme nicht sauber ab, sie reißen sie. Die ausgefransten Spitzen werden braun, und der Rasen wirkt trotz regelmäßigen Schnitts matt.

Ändern will das der chinesische Hersteller Pudu. Vom Hersteller stammt unter anderem der BellaBot, ein Kellnerroboter mit Katzengesicht, der in Restaurants Teller an den Tisch bringt. Nach eigenen Angaben hat Pudu mehr als 130.000 Roboter in über 85 Länder und Regionen ausgeliefert. Mit dem Pudu TOMO S kommt jetzt der erste Mähroboter für Privatgärten.

Der Pudu TOMO S hat eine geniale Funktion für seine Messer

Die Antwort heißt „SharpLoop“ und steckt in der Ladestation. Ist eine Schärfung fällig, fährt der TOMO S dorthin und lässt seine Rotationsmesser automatisch nachschleifen. Laut Hersteller entfällt damit der routinemäßige Klingenwechsel. Der Schärfvorgang erfolgt in der Station mit Hilfe von Schleifsteinen und ist leicht hörbar. Für dich hieße das: kein Hantieren mehr mit scharfen Klingen und ein gleichbleibend sauberer Schnitt.

Schleifsteine des PUDU TOMO S Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Wie lange die Messer das mitmachen, dazu macht Pudu zwei Angaben. Auf der Präsentation nannte der Hersteller für alle Modelle einen manuellen Messerwechsel frühestens nach drei Jahren. Auf der eigenen Website zeigt Pudu dazu einen Laborvergleich: Die TOMO-Messer sollen nach drei Jahren noch scharf sein, die kleinen Klingen anderer Mähroboter schon nach einem Monat stumpf.

Kantenschnitt und Verarbeitung: Mein erster Eindruck vom TOMO S

Insgesamt wirkt der Roboter hochwertig. Man merkt ihm an, dass hier kein Newcomer baut, sondern jemand, der weiß, was er tut. Das überrascht mich nicht: Im Restaurant muss ein Roboter zwischen Stuhlbeinen, Taschen und Kindern navigieren, die plötzlich vor die Räder laufen. Auf dem Event stellte Pudu seine Technik als gemeinsame Basis für alle Roboter vor, vom Kellnerroboter bis zum Humanoiden, mit geteilten Navigationsalgorithmen und geteilter Bewegungssteuerung. Der Garten bringt zwar eigene Probleme mit, von Steigungen bis zum Satellitenempfang unter Bäumen. Aber: Bei null fängt Pudu nicht an.

Rückseite des PUDU TOMO S Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Auch der Kantenschnitt hat mich bei der Vorführung überzeugt. Möglich machen soll das ein seitlich versetztes Mähdeck mit Seitensensoren und seitlichem Stoßfänger. Ein ähnliches Prinzip nutzt der Worx WR308E, der im Test den besten Kantenschnitt geliefert hat, den ich bislang gesehen habe. Der Mammotion Luba 3 AWD im Test lässt dagegen 2 cm stehen.

Allrad und bis zu 5.000 m²: Für wen der Pudu TOMO S gedacht ist

Für hohes, dichtes und nasses Gras setzt Pudu auf zwei Rotationsmesser und zwei Motoren, für die der Hersteller eine Leistung von 636 W angibt. Die Messer sollen sich mit bis zu 6.000 Umdrehungen pro Minute drehen. Ein Auswurfkanal am Heck leitet das Schnittgut nach hinten ab, damit nichts verstopft. Mähroboter arbeiten sonst üblicherweise als Mulcher und lassen feines Schnittgut als Dünger liegen. Ob der TOMO S bei längerem Gras Streifen hinterlässt, ist offen.

PUDU TOMO S in der Station Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Alle Modelle fahren mit Allrad über vier einzeln angetriebene Radnabenmotoren. Laut Pudu schaffen sie Steigungen bis 45 Grad, das 100 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Der Navimow X420, im Test der beste Mähroboter für große Gärten, ist für 84 Prozent ausgelegt.

Zur Orientierung kombiniert Pudu Netzwerk-RTK, eine KI-Kamera und zwei LiDAR-Sensoren, einer davon mit 96 Zeilen. Mit einfachen Worten: Der Sensor tastet die Umgebung in 96 übereinanderliegenden Ebenen ab, wodurch das Bild entsprechend fein wird. Eine Antenne im Garten brauchst du dank Netzwerk-RTK nicht. Die Kombination aus LiDAR, Kamera und RTK ist Oberklasse-Standard. Auch unser Mähroboter-Testsieger Navimow i210 Lidar Pro setzt darauf.

Die Serie umfasst sechs Modelle. Drei sind laut Präsentation für den Onlineverkauf gedacht: der S115 für bis zu 1.500 m², der S130 für 3.000 m² und der S150 für 5.000 m². Dazu kommen drei Modelle für den Handel mit einem P im Namen: S120P, S140P und S160P für 2.000, 4.000 und 6.000 m². Die Handelsmodelle haben jeweils denselben Akku wie ihr Online-Pendant, sollen aber mehr Fläche schaffen. Gemeinsam haben alle sechs 40 cm Schnittbreite und eine Schnitthöhe von 1,5 bis 10 cm.

Preis und Marktstart: Die wichtigste Frage bleibt offen

Einen Preis nennt Pudu noch nicht. Der Verkauf soll im frühen Frühjahr 2027 starten. Zur Einordnung, nicht als Schätzung: Von der Ausstattung her zielen zumindest S150 und S160P auf die Klasse von Navimow X420 und Luba 3 AWD. Die beiden kosten im Handel 2.499 und 2.599 Euro.

Mein erster Eindruck des PUDU TOMO S fällt positiv aus Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Ein 4G-Modul ist eingebaut. Pudu legt dem S150 drei Jahre Mobilfunkdaten bei, dem S130 und S115 nur eines. Was danach fällig wird, sagt Pudu nicht. Bei Navimow kosten Fernzugriff und GPS-Ortung ab dem zweiten Jahr 29,90 Euro jährlich. Weil Netzwerk-RTK eine Internetverbindung braucht, ist das mehr als ein Detail.

Wenn du einen großen, hügeligen Garten hast und das Messertauschen leid bist, gehört der TOMO S auf deine Liste für 2027. Ganz ehrlich, ich kann es kaum erwarten, den PUDU TOMO S in 2027 zu testen.

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Bildquellen

  • Schleifsteine des PUDU TOMO S: Thomas Kern / inside digital
  • Rückseite des PUDU TOMO S: Thomas Kern / inside digital
  • PUDU TOMO S von der Seite: Thomas Kern / inside digital
  • PUDU TOMO S: Thomas Kern / inside digital
  • PUDU TOMO S Mähroboter: Thomas Kern / inside digital

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