Im Juli hat Lidl einen Parkside-Akku-Rasenmäher für 90,23 Euro verkauft, den du selbst über den Rasen schiebst. Im neuen Angebot kostet der Lidl-Mähroboter ab dem 9. November keine zehn Euro mehr und mäht von allein. Auf dem Papier ist das ein Tausch, über den du nicht lange nachdenken musst. Zum Vergleich: Der Preistipp in unserer Mähroboter-Bestenliste kostet rund 500 Euro, unser Testsieger ab 1.399 Euro.
Was für 99,99 Euro im Parkside PAMRC 250 A1 City steckt
Der Roboter ist für bis zu 250 m² ausgelegt. Somit für einen typischen Reihenhaus- oder Stadtgarten. Er mäht mit drei Klingen und einer Breite von 16 cm. Die Schnitthöhe stellst du in 1-cm-Schritten von 2,5, bis 4,5 cm ein. Beim Navimow i210 Lidar Pro (Test) reicht die Spanne dagegen in 5-mm-Schritten von 2 bis 7 cm. Dazu kommen laut Hersteller ein Regensensor, Hebe- und Kippsensoren sowie eine PIN‑Sperre. Steigungen soll er bis 15 Grad schaffen, was 27 Prozent entspricht. Für eine leichte Böschung reicht das, für einen Hanggarten nicht.

Die Parkside-App funkt ausschließlich per Bluetooth. Verbunden sein darf laut Anleitung nur ein Smartphone. Zeitpläne stellst du in Reichweite ein. Bedeutet: Aus dem Büro kontrollierst du nichts. Ein echter Pluspunkt ist der 2-Ah-Akku der Serie X 20 V Team, der auch Parkside-Werkzeug antreibt. Andersherum empfiehlt Parkside nur bestimmte Akkus der Serie. Den Smart PAPS 2012 A1 schließt die Anleitung sogar aus. Und anders als bei vielen Discounter-Geräten ist die Ersatzteilfrage geklärt: Messer, Haken, Kabel und Ladeeinheit listet die Anleitung mit Bestellnummer beim Lidl-Partner Grizzly Tools, drei Ersatzmesser liegen bereits bei. Außerdem gibt es eine dreijährige Garantie.
Hier spart der Parkside PAMRC 250 A1 City
Im Karton liegen 100 m Begrenzungskabel und damit 100 Haken. Mit dem Kabel steckst du die Fläche ab. Daran erkennt der Roboter, wo er mähen darf und wie er zur Station findet. Laut Anleitung gehören die Haken höchstens einen Meter auseinander. Zu Beeten hältst du 30 cm Abstand, zu Wasser 70 cm. Kein Hexenwerk, aber ein Nachmittag auf Knien. Lidl verweist alternativ auf einen externen Installationsservice, dessen Preis du mitrechnen musst.
Schwerer wiegt, was danach passiert. Der Parkside fährt nach dem Zufallsprinzip. Hindernisse ab 10 cm Höhe soll er zudem erst erkennen, wenn er dagegenstößt. Den Gartenschlauch und das Spielzeug räumst du lieber vorher weg. Die Roboter, die ich zuletzt getestet habe, umfahren so etwas per Kamera oder Lidar. Selbst der 500 Euro teure RoboUp Raccoon 2 SE im Test erkennt die meisten Hindernisse berührungslos, nur am Gartenschlauch scheiterte er.
50 Minuten und 16 cm: Was die Zahlen im Alltag bedeuten
Pro Akkuladung mäht der Parkside laut Datenblatt rund 50 Minuten. Wie viel Fläche er dabei schafft, verrät Lidl nicht. Einen Anhaltspunkt liefert der Worx WR308E: Mit 18 cm Schnittbreite und systematischen Bahnen kam er nach meiner Messung auf rund 250 m² pro Ladung. Der Parkside schneidet schmaler und fährt kreuz und quer. Für dieselbe Fläche wird er wohl mehrere Ladezyklen benötigen. Werkseitig ist deshalb eine Arbeitszeit von acht Stunden eingestellt, in der sich Mähen und Laden abwechseln. Ob die 250 m² im Alltag halten, müsste ein Test zeigen.
Warum du mit dem Kauf bis zum 9. November warten solltest
Aktuell verlangt Lidl online 149 Euro und streicht dafür 199 Euro durch. Dieses Angebot läuft zwar noch bis zum 15. November, laut Prospekt sinkt der Preis aber schon ab dem 9. November auf 99,99 Euro. Kaufst du jetzt, zahlst du 49,01 Euro mehr als nötig. So günstig hat Lidl den Roboter bundesweit noch nie angeboten: Im April kostete er 169 Euro, im Juli 149 Euro.
Laut Prospekt gibt es das Angebot auch online, dann kommen 5,95 Euro Versand dazu. Ein weiterer Haken ist der Kalender. Bis der Rasen im Frühjahr wieder wächst, ist die 30-tägige Rückgabefrist im Onlineshop abgelaufen. Ob der Roboter mit deinem Garten klarkommt, merkst du erst, wenn nur noch die Garantie greift. Immerhin sieht Parkside vor, dass das Kabel über den Winter liegen bleibt: Du trennst nur die Station ab und isolierst die Kabelenden mit Klebeband. Den Akku lagerst du laut Anleitung mit 40 bis 60 Prozent Ladung bei 15 bis 25 Grad. Er gehört also ins Haus, nicht in die Gartenhütte.
Wenn du einen kleinen, eher flachen Rasen ohne viele Beete hast, bekommst du für sehr wenig Geld einen Roboter, der dir das wöchentliche Mähen abnimmt. Mit Parkside-Akkus im Keller profitierst du doppelt. Und wer Spielzeug auf dem Rasen liegen hat oder keinen Draht verlegen will, legt für den Preistipp unserer Bestenliste rund 400 Euro mehr an, spart sich aber das Abstecken und Aufräumen. Abseits dessen ist der RoboUp Raccoon 2 SE die günstigste kabellose Alternative, die wir getestet haben. Bei Amazon kostet er derzeit 499 Euro.
KI-generiertes Bild
