Tatsächlich gibt es Situationen, in denen du den Rasenschnitt einfach liegenlassen solltest. Dabei soll nicht deine Faulheit belohnt werden, sondern dein Rasen mit wertvollen Nährstoffen versorgt werden. Und das ganz ohne Kunstdünger.
Darum solltest du Rasen nach dem Mähen liegenlassen
Die Rede ist vom sogenannten Mulchen. Wenn du den Grasschnitt nach dem Mähen auf dem Rasen lässt, beginnen Mikroorganismen im Boden damit, die abgemähten Halme abzubauen. Bei diesem Zersetzungsprozess werden Nährstoffe freigesetzt, die direkt ins Erdreich gelangen und das Graswachstum fördern. Im Grunde kannst du dir das wie einen natürlichen Kompost direkt auf der Fläche vorstellen. Zusätzlich wirkt die Grasschicht wie eine dünne Schutzdecke, die verhindert, dass der Boden in trockenen Sommermonaten zu schnell austrocknet. Besonders in Hitzeperioden kann das einen großen Unterschied machen.
Allerdings gibt es auch einen Haken: Funktioniert Mulchen nicht richtig, kann das Schnittgut verklumpen, anfangen zu faulen und schließlich die Luft- und Lichtzufuhr zum Boden blockieren. Die Folge wäre ein feuchtes, moosanfälliges Milieu. Also das, was du verhindern solltest.
Wann du den Rasenschnitt liegenlassen kannst
Damit das Mulchen wirklich funktioniert, müssen ein paar Grundbedingungen stimmen. Achte darauf, dass das Gras beim Mähen nicht zu lang ist. Halme, die länger als etwa zwei Zentimeter sind, zersetzen sich zu langsam und klumpen eher zusammen, als dass sie nützen. Deshalb solltest du lieber regelmäßig und nicht zu selten mähen. Hier helfen dir Zeitpläne in den Apps der jeweiligen Mähroboter (Kaufberatung), um für einen stetigen Schnitt zu sorgen.

Außerdem sollte der Rasen beim Mähen trocken sein. Feuchtes Schnittgut klebt zusammen und bildet dichte Matten, unter denen sich Schimmel und Fäulnis entwickeln können. Das ist auch der Grund, warum die meisten Mähroboter Regensensoren an der Oberseite haben. Bei Regen sollten sie nicht arbeiten und stattdessen in der Station warten, bis der Schauer vorüber ist. Der Regensensor sorgt dafür, dass die Roboter automatisch zur Station zurückfahren und erst bei trockenen Bedingungen die Arbeit fortsetzen. Also keine weitere Aufgabe für dich. Die kleinen silbernen Punkte im unteren Bereich der Oberseite sind typische Regensensoren.

Mulchen: Simple und „kostenlose“ Versorgung deines Rasens
Prinzipiell ist Mulchen eine einfache und effektive Methode, damit du deinen Rasen auf natürliche Weise mit Nährstoffen versorgst und gleichzeitig weniger Aufwand beim Mähen hast. Natürlich noch weniger, wenn du einen Mähroboter nutzt. Wenn du deinen Rasenroboter nur bei trockenem Wetter laufen lässt, ihn dank erstellter Zeitpläne regelmäßig seine Runden drehen lässt, tust du deinem Garten dabei sogar etwas Gutes und sparst einige Kosten durch Dünger.
