Pinkbus: Der nächste Flixbus-Konkurrent startet - Das Konzept überrascht

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Kalenderwoche 26 hat es mit Blick auf den Fernbusmarkt in sich. Erst startet BlaBlaCar mit BlaBlaBus eine Alternative zu den grünen Flixbussen und jetzt schickt sich der nächste neue Fernbus-Anbieter an, in Deutschland durchzustarten - mit einem neuen, etwas anderen Konzept: Pinkbus. 
Pinkbus
Bildquelle: Pinkbus

Sie werden zweifelsohne für neue Farbakzente auf deutschen Autobahnen sorgen. Die magentafarbenen Busse (Neoplan Skyliner) des Kölner Unternehmens Pinkbus. Ab dem 1. Juli sollen sie zwischen deutschen Großstädten verkehren. Zum Start stehen Düsseldorf, Berlin und München auf dem Fahrplan. Das Besondere: Die Städte werden ohne Zwischenstopp miteinander verbunden.

Pinkbus verfolgt einen neuen Ansatz

Dieses Konzept ist auf dem Fernbusmarkt neu. Denn Konkurrenten wie Flixbus oder BlaBlaBus halten auf vergleichbaren Strecken in gleich mehreren Städten. Diese Zwischenstopps sollen dafür sorgen, die Busse besser auszulasten. Gleichzeitig verlängern sie aber die Reisezeit. Denn die Halte liegen in aller Regel nicht direkt an den Autobahn-Ausfahrten, sondern in den Innenstädten. Gerade in Großstädten können schon mal 15 Minuten vergehen, um von der Autobahn zum eigentlichen Halt zu gelangen.

Das will Pinkbus vermeiden. Und entsprechend müssen Reisende für die Strecke von Berlin nach Düsseldorf auch „nur“ 7 Stunden und 15 Minuten einplanen. Ohne Stau versteht sich. Zum Vergleich: Flixbus braucht auf der gleichen Strecke je nach gewählter Verbindung zwischen 8 Stunden und 35 Minuten und 12 Stunden und 20 Minuten. BlaBlaBus gibt auf seiner Homepage eine Reisezeit von 9 Stunden und 10 Minuten an. Der Flixtrain ist mit rund 5 Stunden deutlich schneller, die Deutsche Bahn braucht ähnlich lang, bietet aber auch Verbindungen an, die nur 4 Stunden und 16 Minuten unterwegs sind.

Was kostet eine Fahrt im Pinkbus?

Anders ist aber nicht nur das Verbindungskonzept, sondern auch die Preisgestaltung von Pinkbus. Denn alle Plätze in den modernen Doppeldecker-Bussen gibt es zum gleichen Preis. Egal zu welcher Zeit, egal an welchem Tag, egal auf welcher Verbindung. Grundsätzlich sind 25 Euro pro Verbindung zu zahlen – inklusive bis zu zwei Gepäckstücken und Handgepäck.

Und aktuell ist bei einer Buchung unter www.pinkbus.de nicht nur die Sitzplatzreservierung samt Wunschsitzplatz, sondern auch der Nachbarplatz inklusive. Er soll dazu dienen, dass der Reisende im Bus mehr Komfort hat. Eine zweite Person darf man nicht mitnehmen.

„Wir wollen, dass man sich auf unsere Preise verlassen kann, zu jeder Zeit. Deshalb bleiben unsere Ticketpreise immer gleich günstig.“ Pinkbus Homepage

Zu den weiteren Extras gehören die Möglichkeit, Fahrten kostenlos umbuchen zu können, extra viel Beinfreiheit und kostenloses WLAN. Auch USB-Anschlüsse sind in den klimatisierten Bussen verfügbar, um zum Beispiel das Smartphone laden zu können. Je Doppelsitz steht zudem eine 230-Volt-Steckdose zur Verfügung – zum Beispiel für den Notebook-Einsatz. Per App sind in den Bussen kostenlose Filme über das Smartphone oder Tablet abrufbar.

Gibt es bei Pinkbus ein Bonussystem?

Wer häufig mit den pinken Bussen fährt, darf sich ebenfalls freuen. Im Rahmen eines Bonus-Systems geht jede 10. Fahrt auf Kosten des Anbieters. Pinkbus-Geschäftsführer Tino Engelmann sagt: „Mobilität heißt für mich Freiheit und Flexibilität“ und ergänzt „Unser Weg fängt erst an und wir haben noch viele weitere Pläne, um die Mobilitätsbranche mit unserem Team und Netzwerk neu zu definieren.“

Die Pinkbus-Flotte wird übrigens nicht von dem Unternehmen selbst betrieben. Wie die Konkurrenz setzt Pinkbus auf Partnerunternehmen, die die Busse zur Verfügung stellen und gleichzeitig Gesellschafter der Pinkbus GmbH sind. „Wir beteiligen unsere Partner am Unternehmenserfolg. Im Gegenzug sorgen unsere Partner dafür, dass die Qualität der Busse in Sachen Komfort, Ausstattung und Modernität flotten-übergreifend hoch bleibt“, sagt Co-Geschäftsführer und Mitgründer Christian Höber.

Wann weitere Städte das Angebot von Pinkbus ergänzen werden, ist noch unklar. Dass weitere Städte in das Streckennetz aufgenommen werden sollen, ist aber schon beschlossen.

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