Mediatek Helio P70 vorgestellt: Der Quantensprung blieb aus

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Egal wie viel Hardware bei einem Smartphone unter der Haube steckt, das Herzstück eines Handys ist und bleibt der Prozessor. Die Chips werden, genauso wie Mobiltelefone, im Jahresrhythmus oder gar öfter vorgestellt. Das ist nun erneut der Fall. Mediatek präsentierte den Helio-P70-Chip - nur rund acht Monate nach der Einführung des Vorgängermodells.
Mediatek Helio P70Bildquelle: Mediatek

Der nagelneue Prozessor Mediatek Helio P70 erinnert auf den ersten Blick eher an eine leicht verbesserte Variante des Vorgängermodells. So soll der neue Prozessor zwar eine um 13 Prozent höhere Leistung bieten, der Chip und die Anzahl der Kerne blieben jedoch die gleichen. Lediglich die Taktfrequenz ist um 0,1 GHz auf bis zu 2,1 GHz angestiegen. Ähnlich sieht es auch in puncto Grafik-Hardware aus. Hier setzt Mediatek auf denselben ARM-Mali-G72-MP3-Grafik-Chip, nun allerdings mit 900 statt 800 MHz (Taktung). Zumindest dem Papier scheint sich die Leistung also nicht sonderlich stark verändert zu haben. Unabhängig davon soll die KI-Effizienz um 10 bis 30 Prozent höher sein. Das soll Bereichen, die künstliche Intelligenzen nutzen – wie beispielsweise der Kamera – zugutekommen.

In anderen Bereichen fielen die Weiterentwicklungen laut der offiziellen Spezifikationen noch geringer aus. So unterstützen sowohl das Mediatek Helio P70 als auch das Helio P60 eine Single-Kamera-Auflösung von 32 Megapixeln und eine Dual-Kamera mit bis zu 24 sowie 16 Megapixeln. Die maximale Video-Auflösung beträgt indes jeweils 3.840 x 2.160 Pixel – und das bei der gleichen Anzahl an Bildern pro Sekunde: 30 fps bei 23 Megapixeln und 90 fps bei 16 Megapixeln. Dasselbe Spiel findet sich auch bei der Konnektivität. Hier bietet der neue Chip weiterhin die LTE-Standards Cat. 7 beim Download (300 MBit/s) und Cat. 13 beim Upload (150 MBit/s).

Ganz anders sieht es hingegen bei der Akkulaufzeit aus. Besonders bei Spielen soll der Verbrauch des Mediatek Helio P70 um bis zu 35 Prozent gesenkt worden sein. Zudem soll die Arbeitstemperatur um bis zu 4,5 Prozent geringer sein als bei Konkurrenzprodukten. Somit wird weniger Energie zum Beheizen der Luft verschwendet und der Wirkungsgrad steigt. Wie gut sich der Chip im reellen Einsatz schlägt, muss sich jedoch noch zeigen.

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