Unbekannte erbeuten Kryptowährung im Wert von 600 Millionen Dollar

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Hacker haben eine Schwachstelle ausgenutzt, um Kryptowährung im Wert von etwa 600 Millionen US-Dollar zu entwenden. Betroffen ist nicht ein einzelner Anbieter, sondern die Infrastruktur, die die Unternehmen verwendeten.
Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen kaufen: So einfach ist es
Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen kaufen: So einfach ist esBildquelle: Unsplash/Clifford Photography

Operationen mit Kryptowährung finden im digitalen Raum statt. Genauso wie alle anderen digitalen Dienste und Leistungen sind somit auch diese nicht immun gegen Hacker-Angriffe. Der aktuelle Fall unterstreicht diese Tatsache.

Mehrere Kryptowährungen betroffen

Wie das Unternehmen Poly Network am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gab, wurden dessen Sicherheitsvorkehrungen von Unbekannten überwunden. Dabei entwendeten die Hacker nach derzeitigem Kenntnisstand Vermögenswerten in Höhe von rund 600 Millionen US-Dollar (etwa 512 Millionen Euro). Da man das vom US-Unternehmen entwickelte Protokoll dazu verwendet, Tokens Blockchain-übergreifend auszutauschen, waren gleich mehrere Kryptowährungen von dem Angriff betroffen. Laut Informationen des Portals Cryptonews erbeuteten die Cyberkriminellen Ether-Tokens im Wert von 264,4 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus klauten sie Binance-Coins im Wert von 251,68 Millionen US-Dollar und rund 84,93 US-Dollar aus dem Polygon-Netzwerk.

Nach Angaben von Poly Network sind 600 Millionen US-Dollar die höchste Summe, die Hacker jemals im Rahmen eines Krypto-Diebstahls entwenden konnten. Das Unternehmen hat versucht, über ein offenes Schreiben Kontakt mit den Hackern aufzunehmen und diese zum Umdenken zu bewegen. Einerseits wegen der angekündigte Strafverfolgung und andererseits, weil die erbeutete Geldsumme von „Zehntausenden“ Nutzern stammte.

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Die Sicherheitsexperten von SlowMist gaben indes an, bereits die E-Mail, die IP-Adresse sowie den Fingerabdruck des von den Angreifern verwendeten Geräts in Erfahrung gebracht zu haben. Ob diese Informationen zum Ergreifen der Cyberkriminellen führen können, ist allerdings ungewiss. Denn laut SlowMist hätten die Hacker den Angriff höchstwahrscheinlich über einen langen Zeitraum geplant und vorbereitet.

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