Kaufland überrascht seine Stammkunden: Was ohne Handy jetzt nicht mehr geht

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Kaufland baut die Kaufland Card um und verspricht mehr Rabatte, Prämien und Extras. Ab Mitte Februar ändern sich Punktesystem, Einlösung und Anmeldung. Und für manche Kundengruppen wird der Zugang spürbar komplizierter.
Das Logo von Kaufland
Kaufland ändert die Kaufland CardBildquelle: Kaufland

Zum 12. Februar wird die bisherige Kaufland Card per App-Update zur „Kaufland Card XTRA“. Neu ist vor allem das Punktesystem: Für jeden ausgegebenen Euro bekommst du laut Anbieter einen digitalen Treuepunkt – sowohl in der Filiale als auch auf dem Online-Marktplatz Kaufland.de. Diese Punkte kannst du anschließend für Vorteile einsetzen, etwa für exklusive Coupons, Preisvorteile bei Treueaktionen oder Partnervorteile. Dazu kommt ein neuer Bereich für Gratisprämien (auch „XTRA Prämien“ genannt). Die Idee: Du aktivierst Prämien in der App, kaufst für einen vorgegebenen Mindesteinkaufswert ein und scannst an der Kasse deine Kaufland Card. Dann sollst du ausgewählte Artikel gratis mitnehmen können. Solche Coupons gab es bisher immer schon einmal als Gewinn beim virtuellen Glücksrad. Der Wert des Gratisprodukts war jedoch stets überschaubar. Zusätzlich nennt Kaufland weiterhin exklusive Rabatte, Gewinnspiele und digitale Coupons, die du vor dem Einkauf aktivieren musst.

Ohne Smartphone sind Neukunden raus

Die größte Änderung steckt in einem Satz aus den FAQ der neuen Kaufland Card XTRA: Eine Neuanmeldung ohne Smartphone mit einer physischen Karte aus Kunststoff ist „leider nicht mehr möglich“. Wenn du also neu einsteigen willst und kein Smartphone nutzt, kannst du dir nicht mehr einfach eine Plastikkarte geben lassen und damit starten. Für Bestandskunden ist die Lage weniger hart: Wer bereits eine physische Karte besitzt, darf sie weiterhin nutzen und wie gewohnt an der Kasse scannen. Auch Coupons und Prämien lassen sich laut Kaufland vor dem Einkauf im Loyalty-Bereich über die Webseite aktivieren. Die „volle Vorteilswelt“ – genannt werden zum Beispiel Glücksrad und digitale Services – soll aber nur in der App verfügbar sein.

Kaufland zieht das Programm in die App – und damit auch die Datenspur

Unterm Strich ist das kein neu erfundenes Rad, sondern eine konsequente Verschiebung: Mehr Vorteile gibt es vor allem dort, wo du dich einloggst, aktivierst und regelmäßig interagierst – also in der App. Das ist bequem, bindet aber auch stärker an ein Konto und an die damit verknüpften Einkaufsdaten. Dass parallel neue Teilnahmebedingungen und Datenschutzgrundsätze bestätigt werden müssen, passt in dieses Bild.

Wenn du das Programm nutzen willst, solltest du vor allem zwei Dinge einplanen: erstens den zusätzlichen Schritt „aktivieren“ (Coupons/Prämien), zweitens die technische Hürde (App-Update, Smartphone-Pflicht für Neuanmeldungen mit Plastikkarte). Sparen kannst du damit weiterhin. Aber nicht mehr unbedingt auf dem niedrigschwelligen Weg, den viele Stammkunden von klassischen Kartenprogrammen kennen.

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