Bargeld-Abzocke in Supermärkten: Verbraucherzentrale warnt und hat diesen Rat

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Ob bei Rewe, Edeka oder Kaufland: In etwa 2.500 Supermärkten in Deutschland nutzen Tausende Kunden täglich einen praktischen Bargeld-Dienst, vor dem die Verbraucherzentrale jetzt warnt. Und nennt eine Alternative.
Rewe Filiale bei Nacht
Bargeld-Abzocke in Supermärkten: Verbraucherzentrale warnt und hat diesen RatBildquelle: Michael Förtsch / Unsplash

Wer zu Hause einen Berg Kupfer und Nickel sammelt, kennt das: Es klirrt, es wiegt, es nervt. Und an der Kasse für 37-Cent-Beträge mit Fünf-Cent-Stücken zu jonglieren, macht auch niemanden beliebt. Also ab zum Automaten im Supermarkt. Die moderne Technik soll’s richten. Aber Vorsicht, die „Hilfe“ ist Teil des Problems, mahnt die Verbraucherzentrale. Es klingt paradox, aber: Bargeld loswerden geht auch kostenlos.

Bargeld-Automaten: freundlich lächelnd, teuer zupackend

Allein bei Rewe nutzen rund 8.000 Kunden täglich die Bargeld-Automaten, die es inzwischen in tausenden Filialen gibt. Auch bei Edeka und Kaufland trifft man sie oft im Eingangsbereich auf. Und die Dinger schlucken alles, vor allem aber deinen Geldwert. Auch die Verbraucherzentrale warnt: Die Automaten seien praktisch, aber teuer. „Wer sein Kleingeld über Münzautomaten im Supermarkt loswerden will, zahlt oft bis zu 12 Prozent Gebühren.“ Wer also mit 50 Euro Kleingeld beim Rewe aufschlägt und es in den Automaten wirft, hat danach nur 45 Euro an der Kasse zum Bezahlen. Der Rest ist „Service“ – oder wie man früher sagte: weg. Naja, eigentlich ist das Bargeld dann nur woanders. Und zwar bei den Betreibern der Automaten. Oft ist das Coinstar. Doch es geht auch ohne Gebühr.

Schluss mit Bargeld? Das wird beim Bezahlen bald zur Pflicht

Micaela Schwanenberg von der Verbraucherzentrale Sachsen bringt es nüchtern auf den Punkt: Wer sein Geld nicht halb verschenken will, sollte sich genau überlegen, wo er es loswird. Banken, Sparkassen, Alltag. Hauptsache: kein Münz-Maulwurf im Supermarkt. Eine der Alternativen, die nicht gleich mitverdienen will: die Bundesbank. Münzen gegen Scheine – kostenlos. Oder die eigene Hausbank, sofern sie noch eine Filiale hat oder überhaupt je eine hatte. Hier tauscht man Bargeld aus Metall gegen Bargeld aus Papier oft gratis oder zumindest günstiger.

Was man sonst noch machen kann

Oder aber: einfach Stück für Stück ausgeben. Selbstbedienungskassen lieben Kleingeld. Zudem geht in sozialen Netzwerken wie auf TikTok ein Lifehack herum. Einige Selbstbedienungskassen bei Rewe und Co. lieben Münzen offenbar so sehr, dass sie bei Überzahlung einen Schein zurückgeben. Oder aber man verzichtet einfach auf Bargeld und zahlt mit Karte oder Handy, wie es inzwischen die Mehrheit der Bargeld-liebenden Deutschen macht.

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4 KOMMENTARE

  1. Nutzerbild Blecheimer

    Ich wollte mal eingerolltes Geld bei der Postbank in der Filiale auf mein Konto einzahlen. Statt umsonst, wie sonst auch, sollte ich mindestens 10% Gebühren zahlen. War ich dann auch nicht bereit. Weil, immerhin hatte ich es schon eingerollt. Man wird überall nur noch abgezockt 🤨

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  2. Nutzerbild Henschel

    Mit Karte oder Handy bezahlen kostet auch Gebühren, wie blöd muss man sein…..und das eine Empfehlung der Verbraucherzenttale?????

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  3. Nutzerbild Hubert Becker

    Ich zahle mit Handy…..ohne Gebühren

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  4. Nutzerbild Mayer

    Ich will nach wie vor mit Bargeld bezahlen…nur, wenn nicht genügend Bargeld im Geldbeutel ist,greife ich mal zur Karte.
    Es heißt immer Datenschutz….Aber wir sind schon eine kleine Ewigkeit Gläsern…
    Was soll also weiterhin die Phrase….Datenschutz….

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